Österreichs Emerging Fields

Mit der zweiten Förderschiene der Exzellenzinitiative excellent=austria baut Österreich das Spitzenfeld der Grundlagenforschung weiter aus: FĂŒnf Emerging Fields fĂŒhren ĂŒber 14 Standorte hinweg kooperative Forschungsprojekte zu Themen mit höchstem Innovationspotenzial durch.

Österreichs neue Emerging Fields vertiefen Grundlagenforschung auf höchstem wissenschaftlichem Niveau zu Forschungsfragen mit besonderem Innovations- und Risikopotenzial: globale Versorgungssicherheit, Tumortherapien, Evolutionsforschung, Hirnforschung und neue ZugĂ€nge an der Schnittstelle von Mathematik und RelativitĂ€tstheorie. Mit den Förderungen können an den beteiligten Institutionen attraktive Rahmenbedingungen fĂŒr eine enge Zusammenarbeit geschaffen werden. Forschende erhalten den Freiraum, um vielversprechende AnsĂ€tze und risikoreichere Ideen zu verfolgen. Im Fokus steht die Förderung von Forschung, die das Potenzial besitzt, in ihrem Feld einen Paradigmenwechsel auszulösen.

In der ersten Ausschreibung (2024) konnten fĂŒnf Konsortien mit 31 Millionen Euro gefördert werden, in der zweiten Ausschreibung (2026) folgten sechs weitere Konsortien mit insgesamt 35 Millionen Euro Fördersumme.

Die Emerging Fields im Überblick

TSxS – Diversabilities for Art and Design

„Wenn Personen mit unterschiedlichen LebensrealitĂ€ten Forschung zu Design und Kunst gemeinsam gestalten, können Fragen gestellt werden, die bisher nicht gestellt wurden“, so Florian Sametinger.

PĂ€diatrische Krebserkrankungen und ihr Ribosomencode

Das Projekt versetzt uns in die Lage, den Ribosomencode von bösartigen Tumoren im Kindesalter zu entschlĂŒsseln und diese Erkenntnisse in innovative TherapieansĂ€tze umzusetzen“, so GĂŒlsĂŒn Elif Karagöz.

Uncovering the Axioms of Mathematics

„Axiome sind die Grundregeln der Mathematik – und damit ihr wichtigster Bestandteil. In diesem Sinne sind Axiome die DNA der Mathematik, die wir noch besser verstehen wollen“ so Juan P. Aguilera.

Marine Micro/Nanoplastics: Emission, Fate and Health Impacts

„Wir erforschen ein neues VerstĂ€ndnis der Emission, des globalen Transports sowie der gesundheitlichen Auswirkungen von Mikro- und Nanoplastik“, so Markus Holzner.

Germline Illuminated by Cellular Structural Biology

„Die Keimbahn enthĂ€lt die wichtigsten Zellen unseres Körpers - mit GEMINI wollen wir Licht auf die faszinierende Biologie werfen, die sich in diesen einzigartigen Zellen verbirgt“, so Andrea Pauli.

Comparative Ecological Innovation Styles

„Innovation ist das Ergebnis der Interaktion von Körper, Umwelt und Erfahrung. Indem wir diese Prozesse vergleichend untersuchen, gewinnen wir ein neues VerstĂ€ndnis“, so Alice Auersperg.

Globale Lieferketten krisensicher und nachhaltig gestalten

„Die steigende Nutzung natĂŒrlicher Ressourcen treibt die Erderhitzung an, gleichzeitig bedrohen aktuelle Krisen die globalen Lieferketten. In unserer Forschung analysieren wir die Resilienz der Ressourcennutzung und Optionen ihrer nachhaltigeren Gestaltung – vielleicht finden wir sogar Kipppunkte in Richtung mehr Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit?“, so Helmut Haberl, Koordinator, ĂŒber die Ziele des Emerging Field.

Raum und Zeit neu vermessen

„Einsteins große Erkenntnis besagt, dass Gravitation nichts anderes ist als die KrĂŒmmung der Raumzeit. Unser Emerging Field entwickelt einen völlig neuen Zugang zur Raumzeit-KrĂŒmmung, der Anwendungen in RelativitĂ€tstheorie und Quantengravitation verspricht“, so Roland Steinbauer, Koordinator, ĂŒber die Ziele des Emerging Field.

Die WiderstandsfÀhigkeit des Gehirns stÀrken

„Der Zugang in diesem Projekt ist völlig neuartig, da wir die natĂŒrlichen Mechanismen der WiderstandsfĂ€higkeit des Gehirns erforschen wollen, um die AusprĂ€gung genetisch bedingter VerĂ€nderung der Funktion des Gehirns und des Verhaltens positiv zu beeinflussen“, so Igor Igorevich Adameyko, Koordinator, ĂŒber die Ziele des Emerging Field.

Den Ursprung des komplexen Lebens erforschen

„Unser Projekt EvoChromo wird die UrsprĂŒnge von Proteinen identifizieren, die mit dem Genom interagieren und die Evolution aller komplexen Lebensformen auf der Erde ermöglicht haben. Die Forschung in EvoChromo basiert auf neuen experimentellen Strategien und Organismen, die in einer interdisziplinĂ€ren Forschungseinheit integriert werden“, so FrĂ©dĂ©ric Berger, Koordinator, ĂŒber die Ziele des Emerging Field.

Maßgeschneiderte Immunzellen zur Krebstherapie

„Unser Team vereint Expert:innen aus verschiedenen Forschungsbereichen hinter einem gemeinsamen Ziel: das vielversprechende Konzept personalisierter TCR-T-Zell-Therapien fĂŒr die Behandlung von Krebserkrankungen im Kindesalter nutzbar zu machen“, so Johannes Zuber, Koordinator, ĂŒber die Ziele des Emerging Field.

TSxS – Diversabilities for Art and Design

TSxS – Diversabilities for Art and Design
Konsortiumsmitglieder und ForschungsstÀtten (v. l. n. r.) vor FWF-Logowand: Elke Bachlmair (KunstuniversitÀt Linz) Florian Sametinger (Koordinator, KunstuniversitÀt Linz) Martin Kaltenbrunner (KunstuniversitÀt Linz) Katta Spiel (Technische UniversitÀt Wien)
Forschen an der Schnittstelle von Design und Kunst (v.l.n.r.): Elke Bachlmair, Florian Sametinger, Martin Kaltenbrunner, Katta Spiel, Karin Harrasser (nicht im Bild), Mario Zeppetzauer (nicht im Bild) © FWF/Der Knopfdruecker

Menschen, die die Welt abseits von dominanten Normen wahrnehmen und fĂŒhlen oder sich in ihr kreativ bewegen, werden selten in Design und Kunst mitgedacht. Das Emerging Field TSxS fragt anders: Was können Design und Kunst wissen, wenn diverse FĂ€higkeiten als methodische Grundlage eingesetzt werden? Ein Forschungs-Hub und vier Labs an der KunstuniversitĂ€t Linz und der Technischen UniversitĂ€t Wien arbeiten in Teams, in denen sich vielfĂ€ltige FĂ€higkeiten zusammenfinden, gemeinsam daran, einen Paradigmenwechsel zu erreichen, bei dem DiversitĂ€t die Voraussetzung fĂŒr Forschung und Gestaltung darstellt.

„Wenn Personen mit unterschiedlichen LebensrealitĂ€ten Forschung zu Design und Kunst gemeinsam gestalten, können Fragen gestellt werden, die bisher nicht gestellt wurden – und Ausdrucksformen erkundet werden, denen bisher strukturell keine Beachtung geschenkt wurde“, so Florian Sametinger, Koordinator, ĂŒber die Ziele des Emerging Fields.

Konsortiumsmitglieder und ForschungsstÀtten

Elke Bachlmair (KunstuniversitÀt Linz)

Florian Sametinger (Koordinator, KunstuniversitÀt Linz)

Martin Kaltenbrunner (KunstuniversitÀt Linz)

Katta Spiel (Technische UniversitÀt Wien)

Karin Harrasser (KunstuniversitÀt Linz)

Mario Zeppetzauer (KunstuniversitÀt Linz)

FWF-Fördervolumen

6,2 Millionen Euro

PĂ€diatrische Krebserkrankungen und ihr Ribosomencode

PĂ€diatrische Krebserkrankungen und ihr Ribosomencode
Konsortiumsmitglieder und ForschungsstĂ€tten (v. l. n. r.) vor FWF-Logowand: Davide Seruggia (St. Anna Kinderkrebsforschung), Sebastian Falk (UniversitĂ€t Wien), Marco Hein (Max Perutz Labs, Medizinische UniversitĂ€t Wien), GĂŒlsĂŒn Elif Karagöz (Koordinatorin, Max Perutz Labs, Medizinische UniversitĂ€t Wien), Florian Grebien (VeterinĂ€rmedizinische UniversitĂ€t Wien), Eleni Marina Tomazou (St. Anna Kinderkrebsforschung)
Erforschen die Grundlagen fĂŒr neue Therapien gegen Kinderkrebs (v.l.n.r.): Davide Seruggia, Sebastian Falk, Marco Hein, GĂŒlsĂŒn Elif Karagöz, Florian Grebien, Eleni Marina Tomazou © FWF/Der Knopfdruecker

Trotz bedeutender Fortschritte in der Krebsbehandlung stehen viele krebskranke Kinder weiterhin vor begrenzten Therapieoptionen, Therapieresistenz oder leiden an schweren Nebenwirkungen. Neue AnsĂ€tze sind dringend erforderlich. Das Emerging Field erforscht eine bisher vernachlĂ€ssigte Ebene der Genregulation: die Steuerung der Proteinproduktion aus RNA in Zellen. Dieser Prozess wird von molekularen Maschinen durchgefĂŒhrt, die man Ribosomen nennt. Lange Zeit galten Ribosomen als einfache Fabriken, heute sind sie jedoch als wichtige Regulatoren der Proteinsynthese bekannt, die das Zellverhalten im gesunden wie im kranken Zustand prĂ€gen. Durch die Untersuchung der Ribosomenfunktion bei pĂ€diatrischen Krebserkrankungen versucht das Forschungsteam einen verborgenen „Ribosomencode“ zu entschlĂŒsseln, den Krebszellen fĂŒr ihr Wachstum und die Entstehung von Therapieresistenzen nutzen. Die EntschlĂŒsselung dieses Systems könnte unser VerstĂ€ndnis der Proteinproduktion grundlegend verĂ€ndern und neue Wege zu sichereren und wirksameren Therapien fĂŒr krebskranke Kinder eröffnen.

„Motiviert durch die sich abzeichnende Rolle von Ribosomen als bislang wenig erforschte Ebene der Genregulation bei Krebserkrankungen im Kindesalter, vereint unser vielfĂ€ltiges Team Fachwissen aus den Bereichen mechanistische Biologie und pĂ€diatrische Krebsforschung. Diese leistungsstarke Kombination versetzt uns in die einzigartige Lage, den Ribosomencode von bösartigen Tumoren im Kindesalter zu entschlĂŒsseln und diese Erkenntnisse in innovative TherapieansĂ€tze umzusetzen“, so GĂŒlsĂŒn Elif Karagöz, Koordinatorin des Emerging Fields.

Konsortiumsmitglieder und ForschungsstÀtten

Davide Seruggia (St. Anna Kinderkrebsforschung)

Sebastian Falk (Max Perutz Labs, UniversitÀt Wien)

Marco Hein (Max Perutz Labs, Medizinische UniversitÀt Wien)

GĂŒlsĂŒn Elif Karagöz (Koordinatorin, Max Perutz Labs, Medizinische UniversitĂ€t Wien)

Florian Grebien (VeterinÀrmedizinische UniversitÀt Wien)

Eleni Marina Tomazou (St. Anna Kinderkrebsforschung)

FWF-Fördervolumen

6 Millionen Euro

Uncovering the Axioms of Mathematics

Uncovering the Axioms of Mathematics
Konsortiumsmitglieder und ForschungsstĂ€tten (v. l. n. r.) vor FWF-Logowand: Laura Kovacs (Technische UniversitĂ€t Wien), Michael Pinsker (Technische UniversitĂ€t Wien), Juan P. Aguilera (Koordinator, Technische UniversitĂ€t Wien), Sandra MĂŒller (Technische UniversitĂ€t Wien), Vera Fischer (UniversitĂ€t Wien), Georg Schiemer (UniversitĂ€t Wien)
Forschen, um die Axiome der Mathematik zu enthĂŒllen (v.l.n.r.): Laura Kovacs, Michael Pinsker, Juan P. Aguilera, Sandra MĂŒller, Vera Fischer (UniversitĂ€t Wien), Georg Schiemer © FWF/Der Knopfdruecker

„Uncovering the Axioms of Mathematics“ ist ein interdisziplinĂ€res Forschungsprojekt, das Mathematik, Informatik und Philosophie vereint, um eine der grundlegendsten Fragen der Wissenschaft zu beantworten: Wie sollten die Regeln der Mathematik lauten? Bereits vor 100 Jahren ging der Wiener Kreis – eine Gruppe fĂŒhrender Intellektueller aus Philosophie und Naturwissenschaften – dieser Frage nach. Ihre Arbeit gipfelte in Gödels UnvollstĂ€ndigkeitssĂ€tzen, einer der bedeutendsten Errungenschaften in den Grundlagen der Wissenschaft. Diese SĂ€tze zeigen auf, dass es Fragen gibt, die mit den bekannten Regeln der Mathematik nicht beantwortet werden können. In diesem Emerging Field betrachten die Forschenden das PhĂ€nomen der UnvollstĂ€ndigkeit aus einer modernen Perspektive unter BerĂŒcksichtigung moderner Entwicklungen wie Computern und KI. Ziel ist die EnthĂŒllung der Axiome der Mathematik.

„Axiome sind die Grundregeln der Mathematik – und damit ihr wichtigster Bestandteil. Sie sind gewissermaßen die Atome des Universums oder die Bits eines Computers: die elementaren Bausteine, aus denen alles entsteht. In diesem Sinne sind Axiome die DNA der Mathematik, die wir noch besser verstehen wollen“ so Juan P. Aguilera, Koordinator, ĂŒber die Ziele des Emerging Fields.

Konsortiumsmitglieder und ForschungsstÀtten

Laura Kovacs (Technische UniversitÀt Wien)

Michael Pinsker (Technische UniversitÀt Wien)

Juan P. Aguilera (Koordinator, Technische UniversitÀt Wien)

Sandra MĂŒller (Technische UniversitĂ€t Wien)

Vera Fischer (UniversitÀt Wien)

Georg Schiemer (UniversitÀt Wien)

FWF-Fördervolumen

7 Millionen Euro

Marine Micro/Nanoplastics: Emission, Fate and Health Impacts

Marine Micro/Nanoplastics: Emission, Fate and Health Impacts
Konsortiumsmitglieder und ForschungsstÀtten (v. l. n. r.) vor FWF-Logowand: Andreas Stohl (UniversitÀt Wien), Lea Ann Dailey (UniversitÀt Wien), Markus Holzner (Koordinator, BOKU University), Alfredo Soldati (Technische UniversitÀt Wien), Bernadette Rosati (BOKU University)
Sind dem Plastikstaub auf der Spur (v.l.n.r.): Andreas Stohl, Lea Ann Dailey, Markus Holzner, Alfredo Soldati, Bernadette Rosati © FWF/Der Knopfdruecker

Mehr als zwei Drittel aller Menschen leben in KĂŒstennĂ€he. WĂ€hrend der Ozean lange als Senke fĂŒr Plastikverschmutzung galt, schleudern brechende Wellen Meeresgischt in die Luft, wodurch Plastik in die AtmosphĂ€re gelangen kann. Das Emerging Field „Marine Micro/Nanoplastics: Emission, Fate and Health Impacts“ stellt drei grundlegende Fragen: Wie viel Plastik setzen Wellen in die AtmosphĂ€re frei, wohin wird es transportiert, und welche Risiken entstehen fĂŒr Menschen? Indem das Forschungsteam Ozeanprozesse ins Labor bringt und Emissionsexperimente mit Transportmodellierung und Gesundheitsstudien verknĂŒpft, wird das Projekt erstmals Emission, Transport und Gesundheitseffekte in einem konsistenten Rahmen zusammenfĂŒhren. Die gewonnenen Erkenntnisse werden das VerstĂ€ndnis globaler Plastikpfade und menschlicher Exposition grundlegend verĂ€ndern und die Grundlage fĂŒr zukĂŒnftige LuftqualitĂ€tsvorhersagen schaffen.

„Wir wollen einen Paradigmenwechsel einleiten, bei dem der Ozean nicht lĂ€nger ausschließlich als Senke fĂŒr Plastik gilt, sondern als zentrale Quelle, die Plastik erneut in die AtmosphĂ€re freisetzt. Dadurch entsteht ein neues VerstĂ€ndnis der Emission, des globalen Transports sowie der gesundheitlichen Auswirkungen von Mikro- und Nanoplastik“, so Markus Holzner, Koordinator, ĂŒber die Ziele des Emerging Fields.

Konsortiumsmitglieder und ForschungsstÀtten

Andreas Stohl (UniversitÀt Wien)

Lea Ann Dailey (UniversitÀt Wien)

Markus Holzner (Koordinator, BOKU University)

Alfredo Soldati (Technische UniversitÀt Wien)

Bernadette Rosati (BOKU University)

FWF-Fördervolumen

4,8 Millionen Euro

Germline Illuminated by Cellular Structural Biology

Germline Illuminated by Cellular Structural Biology
Konsortiumsmitglieder und ForschungsstĂ€tten (v. l. n. r.) vor FWF-Logowand: Sven Klumpe (IMP – Forschungsinstitut fĂŒr Molekulare Pathologie; IMBA – Institut fĂŒr Molekulare Biotechnologie, ÖAW), Anđela Ć arić (Institute of Science and Technology Austria (ISTA)), Andrea Pauli (Koordinatorin, IMP – Forschungsinstitut fĂŒr Molekulare Pathologie), David Haselbach (IMP – Forschungsinstitut fĂŒr Molekulare Pathologie), Julius Brennecke (IMBA – Institut fĂŒr Molekulare Biotechnologie, ÖAW)
Erforschen die Unsterblichkeit der Keimbahn (v.l.n.r.): Sven Klumpe, Anđela Ć arić, Andrea Pauli, David Haselbach, Julius Brennecke © FWF/Der Knopfdruecker

Jeder Mensch entsteht aus der Verschmelzung einer Eizelle mit einem Spermium. Diese einzigartigen Zellen stammen aus der Keimbahn – einer Gruppe von Zellen, die den Bauplan des Lebens in sich tragen und ihn in einer ununterbrochenen Verbindung zwischen den Generationen weitergeben. Das Emerging Field „Germline Illuminated by Cellular Structural Biology“ hat sich zum Ziel gesetzt, ein grundlegendes RĂ€tsel zu lösen: Wie schĂŒtzen, verpacken und ĂŒbertragen diese Zellen die genetische Information? Durch die Kombination revolutionĂ€rer hochauflösender Bildgebungstechnologien mit Computersimulationen wird das Team einen Blick in das Innere dieser Zellen werfen, um nicht nur die Biologie der Keimbahn zu beobachten, sondern auch ihre faszinierende, noch wenig erforschte Biologie zu verstehen.

Das Team wird untersuchen, wie Keimzellen „genetische Parasiten” abwehren, wie DNA in Spermien verpackt wird und wie Spermien und Eizellen verschmelzen, um neues Leben zu schaffen. Durch die Untersuchung dieser Prozesse in Fruchtfliegen, Zebrafischen und MĂ€usen wird GEMINI zum VerstĂ€ndnis von Fruchtbarkeit und Vererbung und damit dem Ursprung des Lebens selbst beitragen.

„Die Keimbahn enthĂ€lt die wichtigsten Zellen unseres Körpers: Ohne sie wĂ€ren wir alle nicht hier und unsere gesamte Spezies wĂŒrde nicht existieren. GEMINI wird Licht auf die faszinierende Biologie werfen, die sich in diesen einzigartigen Zellen verbirgt. Damit wird es als Vorbild fĂŒr das aufstrebende Gebiet der „Integrierten Zellbiologie 2.0“ dienen – wie die gegenseitige Befruchtung von Biologie und Technologie unser VerstĂ€ndnis grundlegender Fragen der Biologie verĂ€ndern und gleichzeitig die Technologie voranbringen kann“, so Andrea Pauli, Koordinatorin, ĂŒber die Ziele des Emerging Fields.

Konsortiumsmitglieder und ForschungsstÀtten

Sven Klumpe (IMP – Forschungsinstitut fĂŒr Molekulare Pathologie; IMBA – Institut fĂŒr Molekulare Biotechnologie, ÖAW)

Anđela Ć arić (Institute of Science and Technology Austria (ISTA))

Andrea Pauli (Koordinatorin, IMP – Forschungsinstitut fĂŒr Molekulare Pathologie)

David Haselbach (IMP – Forschungsinstitut fĂŒr Molekulare Pathologie)

Julius Brennecke (IMBA – Institut fĂŒr Molekulare Biotechnologie, ÖAW)

FWF-Fördervolumen

5,1 Millionen Euro

Comparative Ecological Innovation Styles

Comparative Ecological Innovation Styles
Konsortiumsmitglieder und ForschungsstĂ€tten (v. l. n. r.) vor FWF-Logowand: Barbara Klump (UniversitĂ€t Wien), Christoph Völter (UniversitĂ€t Wien), Alice Auersperg (Koordinatorin, VeterinĂ€rmedizinische UniversitĂ€t Wien), Mark Christopher O’Hara (UniversitĂ€t Wien), Justus Piater (UniversitĂ€t Innsbruck)
Entdecken, wie Körper und Umwelt Entdeckungen hervorbringen (v.l.n.r.): Barbara Klump, Christoph Völter, Alice Auersperg, Mark Christopher O’Hara, Justus Piater © FWF/Der Knopfdruecker

Woher kommt Erfindergeist? Er ist keine rein menschliche Eigenschaft, sondern findet sich auch im Tierreich. Im Emerging Field „Comparative Ecological Innovation Styles“ untersuchen die beteiligten Forschenden, wie unterschiedliche Körperbauten, ökologische Nischen und kognitive FĂ€higkeiten die Entstehung neuer Verhaltensweisen prĂ€gen. Anstatt nur erfolgreiche Problemlösungen zu vergleichen, analysiert das Team detaillierte Aneignungs-, Lern- und EntwicklungsverlĂ€ufe bei einigen der innovativsten Tiere: Papageien, Rabenvögel und Menschenaffen. So wird ein prozessbasiertes VerstĂ€ndnis geschaffen, wie Innovation entsteht, welche Rolle motorische FĂ€higkeiten und Umweltbedingungen spielen und warum sich erfinderische Strategien zwischen Arten unterscheiden. Diese Erkenntnisse sollen nicht nur unser Bild von tierischer Intelligenz erweitern, sondern auch dazu beitragen, Robotersysteme zu entwickeln, die flexibler und anpassungsfĂ€higer handeln.

„Innovation ist das Ergebnis der Interaktion von Körper, Umwelt und Erfahrung. Indem wir diese Prozesse vergleichend untersuchen, gewinnen wir ein neues VerstĂ€ndnis von Erfindertum – in der Evolution wie in der Übertragung in die Robotik“, so Alice Auersperg, Koordinatorin, ĂŒber die Ziele des Emerging Fields.

Konsortiumsmitglieder und ForschungsstÀtten

Barbara Klump (UniversitÀt Wien)

Christoph Völter (UniversitÀt Wien)

Alice Auersperg (Koordinatorin, VeterinÀrmedizinische UniversitÀt Wien)

Mark Christopher O’Hara (UniversitĂ€t Wien)

Justus Piater (UniversitÀt Innsbruck)

FWF-Fördervolumen

5,1 Millionen Euro

REMASS: Resilience and Malleability of Social Metabolism

REMASS: Resilience and Malleability of Social Metabolism
Die Konsortiumsmitglieder (von links nach rechts) Anke Schaffartzik, Stefan Giljum, Helmut Haberl, Fridolin Krausmann, Shonali Pachauri, Cornelia Staritz, Stefan Thurner
Erforschen gemeinsam mit zahlreichen Wissenschaftler:innen globale Lieferketten (von links nach rechts): Anke Schaffartzik, Stefan Giljum, Helmut Haberl, Fridolin Krausmann, Shonali Pachauri, Cornelia Staritz, Stefan Thurner. © FWF/Klaus Ranger

Krisen wie Kriege, Pandemien oder Klimaextreme destabilisieren globale Lieferketten. Doch wie wirken sie auf Ressourcennutzung, Nachhaltigkeit, Ungleichheit und gesellschaftliches Wohlergehen? REMASS adressiert diese Fragen mithilfe neuer AnsĂ€tze zur Erforschung des gesellschaftlichen Stoffwechsels, das heißt der RessourcenflĂŒsse, MaterialbestĂ€nde (zum Beispiel in GebĂ€uden und Infrastrukturen) sowie ihrer Leistungen fĂŒr die Gesellschaft. REMASS schafft eine hochauflösende Datenbasis zum gesellschaftlichen Stoffwechsel. Diese ermöglicht es, die Resilienz des Stoffwechsels gegenĂŒber Unterbrechungen von Lieferketten mit Big-Data-AnsĂ€tzen der KomplexitĂ€tsforschung zu quantifizieren. REMASS analysiert die Gestaltbarkeit der Ressourcennutzung in drei wichtigen Versorgungssystemen (ErnĂ€hrung, Wohnen, MobilitĂ€t) und identifiziert zentrale Akteure, Entscheidungsprozesse und Machtbeziehungen.

„Die steigende Nutzung natĂŒrlicher Ressourcen treibt die Erderhitzung an, gleichzeitig bedrohen aktuelle Krisen die globalen Lieferketten. In unserer Forschung analysieren wir die Resilienz der Ressourcennutzung und Optionen ihrer nachhaltigeren Gestaltung – vielleicht finden wir sogar Kipppunkte in Richtung mehr Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit?“, so Helmut Haberl, Koordinator, ĂŒber die Ziele des Emerging Field.

Konsortiumsmitglieder und ForschungsstÀtten

Helmut Haberl (Koordinator, UniversitĂ€t fĂŒr Bodenkultur Wien)

Stefan Giljum (WirtschaftsuniversitÀt Wien)

Fridolin Krausmann (UniversitĂ€t fĂŒr Bodenkultur Wien)

Shonali Pachauri (International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA))

Anke Schaffartzik (Central European University)

Cornelia Staritz (UniversitÀt Wien)

Stefan Thurner (Complexity Science Hub)

FWF-Fördervolumen

7,1 Millionen Euro

A New Geometry for Einstein’s Theory of Relativity & Beyond

A New Geometry for Einstein’s Theory of Relativity & Beyond
Die Konsortiumsmitglieder (von links nach rechts) Clemens SĂ€mann, Raquel Perales, Roland Steinbauer, Chiara Rigoni, Michael Kunzinger
Vermessen gemeinsam mit zahlreichen Wissenschaftler:innen Raum und Zeit (von links nach rechts): Clemens SĂ€mann, Raquel Perales, Roland Steinbauer, Chiara Rigoni, Michael Kunzinger. © FWF/Klaus Ranger

Gravitation ist die KrĂŒmmung der Raumzeit: Das ist die zentrale Botschaft der Einsteinschen RelativitĂ€tstheorie, ausgedrĂŒckt in der mathematischen Sprache der Lorentzgeometrie. Diese handelt jedoch nur von der KrĂŒmmung glatter FlĂ€chen (ohne Kanten oder Spitzen), was fĂŒr die Physik oft nicht ausreicht. In den letzten Jahrzehnten wurde aufbauend auf den mathematischen Theorien der Metrischen Geometrie und des Optimalen Transports ein KrĂŒmmungsbegriff fĂŒr nicht-glatte Geometrien entwickelt. Unsere Forschungsgruppe konnte eine BrĂŒcke von diesem KrĂŒmmungsbegriff zur Lorentzgeometrie schlagen. Die Vision ist es, damit grundlegende offene Probleme der Physik zu bearbeiten: SingularitĂ€ten in der RelativitĂ€tstheorie und eine vereinheitlichende Sprache fĂŒr bestimmte ZugĂ€nge zur Quantengravitation.

„Einsteins große Erkenntnis besagt, dass Gravitation nichts anderes ist als die KrĂŒmmung der Raumzeit. Unser Emerging Field entwickelt einen völlig neuen Zugang zur Raumzeit-KrĂŒmmung, der Anwendungen in RelativitĂ€tstheorie und Quantengravitation verspricht“, so Roland Steinbauer, Koordinator, ĂŒber die Ziele des Emerging Field.

Konsortiumsmitglieder und ForschungsstÀtten

Roland Steinbauer (Koordinator, UniversitÀt Wien)

Michael Kunzinger (UniversitÀt Wien)

Raquel Perales (UniversitÀt Wien)

Chiara Rigoni (UniversitÀt Wien)

Clemens SÀmann (UniversitÀt Wien)

FWF-Fördervolumen

7 Millionen Euro

Brain Resilience

Brain Resilience
Die Konsortiumsmitglieder (von links nach rechts) JĂŒrgen A. Knoblich, Gaia Novarino, Christoph Bock, Igor Igorevich Adameyko, Roman A. Romanov, Daniela D. Pollak-Monje Quiroga
Erforschen gemeinsam mit zahlreichen Wissenschaftler:innen die WiderstandsfĂ€higkeit des Gehirns (von links nach rechts): JĂŒrgen A. Knoblich, Gaia Novarino, Christoph Bock, Igor Igorevich Adameyko, Roman A. Romanov, Daniela D. Pollak-Monje Quiroga. © FWF/Klaus Ranger

Das Gehirn von SĂ€ugetieren wird durch hochkomplexe Entwicklungsprozesse gebildet, die von tausenden Genen und deren Interaktion mit der prĂ€natalen Umgebung gesteuert werden. Mutationen in den zugrunde liegenden Genen können eine PrĂ€disposition fĂŒr verschiedene neurologische Entwicklungsstörungen darstellen. Viele Menschen mit genetischer Veranlagung fĂŒr neurologische Entwicklungsstörungen leben allerdings ein gesundes Leben. Dieses Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die molekularen Prozesse zu entschlĂŒsseln, durch die ein gĂŒnstiges prĂ€natales Umfeld durch StĂ€rkung der Brain-Resilience eine genetische Veranlagung fĂŒr neurologische Entwicklungsstörungen aufheben und die Entwicklung eines gesunden Gehirns ermöglichen kann. 

„Der Zugang in diesem Projekt ist völlig neuartig, da wir die natĂŒrlichen Mechanismen der WiderstandsfĂ€higkeit des Gehirns erforschen wollen, um die AusprĂ€gung genetisch bedingter VerĂ€nderung der Funktion des Gehirns und des Verhaltens positiv zu beeinflussen“, so Igor Igorevich Adameyko, Koordinator, ĂŒber die Ziele des Emerging Field.

Konsortiumsmitglieder und ForschungsstÀtten

Igor Igorevich Adameyko (Koordinator, Medizinische UniversitĂ€t Wien)

Christoph Bock (CeMM – Forschungszentrum fĂŒr Molekulare Medizin, ÖAW)

JĂŒrgen A. Knoblich (IMBA – Institut fĂŒr Molekulare Biotechnologie, ÖAW)

Gaia Novarino (Institute of Science and Technology Austria (ISTA))

Daniela Pollak (Medizinische UniversitÀt Wien)

Roman A. Romanov (Medizinische UniversitÀt Wien)

FWF-Fördervolumen

6,8 Millionen Euro

Crucial Steps in Evolution: The Rise of Genome Architecture

Crucial Steps in Evolution: The Rise of Genome Architecture
Die Konsortiumsmitglieder (von links nach rechts) Christa Schleper, Frédéric Berger, Florian Schur
Erforschen gemeinsam mit zahlreichen Wissenschaftler:innen den Ursprung des komplexen Lebens (von links nach rechts): Christa Schleper, FrĂ©dĂ©ric Berger, Florian Schur. © FWF/Klaus Ranger

Woher kommen wir? Wie sich mehrzellige Lebensformen wie Pflanzen und Tiere aus einzelligen Mikroorganismen wie Bakterien und Archaeen entwickelt haben, ist eine der grundlegendsten und am wenigsten verstandenen Fragen der Biologie. Sie lĂ€sst das RĂ€tsel unserer UrsprĂŒnge unbeantwortet.

Ein Hinweis auf diese Frage liegt in der Entstehung einer Gruppe von Proteinen, die sich mit der DNA zu einem sogenannten „Chromatin“ zusammenfĂŒgen. Chromatin steuert die Genexpression, um die vielen Zelltypen komplexer Lebensformen zu differenzieren. Wir wissen, dass sich die Chromatinproteine bereits vor der Entstehung der mehrzelligen Lebensformen diversifiziert haben, und es ist wahrscheinlich, dass die Evolution des Chromatins das Auftreten komplexer Lebensformen ermöglichte und sie in die Lage versetzte, sich an die verschiedenen Umweltbedingungen auf dem Planeten Erde anzupassen.

Das EvoChromo-Projekt bringt drei Forschende mit interdisziplinĂ€rem Fachwissen zusammen, um ein neues Labor am Department fĂŒr funktionelle und evolutionĂ€re Ökologie der UniversitĂ€t Wien, dem GMI – Gregor Mendel Institut fĂŒr Molekulare Pflanzenbiologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und dem Institute of Science and Technology Austria (ISTA) zu bilden. Gemeinsam will das Team herausfinden, wann und wie sich das Chromatin entwickelt hat, um komplexe Lebensformen hervorzubringen.

„Unser Projekt EvoChromo wird die UrsprĂŒnge von Proteinen identifizieren, die mit dem Genom interagieren und die Evolution aller komplexen Lebensformen auf der Erde ermöglicht haben. Die Forschung in EvoChromo basiert auf neuen experimentellen Strategien und Organismen, die in einer interdisziplinĂ€ren Forschungseinheit integriert werden“, so FrĂ©dĂ©ric Berger, Koordinator, ĂŒber die Ziele des Emerging Field.

Konsortiumsmitglieder und ForschungsstÀtten

FrĂ©dĂ©ric Berger (Koordinator, GMI – Gregor Mendel Institut fĂŒr Molekulare Pflanzenbiologie, ÖAW)

Christa Schleper (UniversitÀt Wien)

Florian Schur (Institute of Science and Technology Austria (ISTA))

FWF-Fördervolumen

4,4 Millionen Euro

Devising Advanced TCR-T Cells to Eradicate OsteoSarcoma

Devising Advanced TCR-T Cells to Eradicate OsteoSarcoma
Die Konsortiumsmitglieder (von links nach rechts) Johannes B. Huppa, Sabine Taschner-Mandl, Johannes Zuber, Anna Christina Obenauf, Michael Traxlmayr, Dietmar Rieder
Erforschen gemeinsam mit zahlreichen Wissenschaftler:innen maßgeschneiderte Immunzellen zur Krebstherapie (von links nach rechts): Johannes B. Huppa, Sabine Taschner-Mandl, Johannes Zuber, Anna Christina Obenauf, Michael Traxlmayr, Dietmar Rieder. © FWF/Klaus Ranger

Das Osteosarkom ist ein aggressiver Knochenkrebs, der in der EU jĂ€hrlich ĂŒber 1.000 Kinder betrifft und komplexe genetische Mutationen trĂ€gt. Dies hat die Entwicklung zielgerichteter Medikamente erschwert, sodass es seit 40 Jahren keine Fortschritte in der klinischen Therapie gibt. Das Forschungsprojekt „DART2OS“ will diesen Stillstand mit einer neuartigen Krebstherapie durchbrechen, die die Kraft unseres Immunsystems nutzt. Das Team wird mit modernsten molekularbiologischen Methoden Mutationen charakterisieren, die fĂŒr das Immunsystem sichtbar sind. Diese Informationen werden genutzt, um patientenspezifische Immunzellen (sogenannte TCR-T-Zellen) zu entwickeln, die Krebszellen erkennen und töten können. Über das Osteosarkom hinaus sollen damit auch Grundlagen fĂŒr die Entwicklung von personalisierten TCR-T-Zell-Therapien bei anderen Krebsarten gelegt werden.

„Unser Team vereint Expert:innen aus verschiedenen Forschungsbereichen hinter einem gemeinsamen Ziel: das vielversprechende Konzept personalisierter TCR-T-Zell-Therapien fĂŒr die Behandlung von Krebserkrankungen im Kindesalter nutzbar zu machen“, so Johannes Zuber, Koordinator, ĂŒber die Ziele des Emerging Field.

Konsortiumsmitglieder und ForschungsstÀtten

Johannes Zuber (Koordinator, IMP – Forschungsinstitut fĂŒr Molekulare Pathologie)

Johannes B. Huppa (Medizinische UniversitÀt Wien)

Anna Christina Obenauf (IMP – Forschungsinstitut fĂŒr Molekulare Pathologie)

Dietmar Rieder (Medizinische UniversitÀt Innsbruck)

Sabine Taschner-Mandl (St. Anna Kinderkrebsforschung)

Michael Traxlmayr (UniversitĂ€t fĂŒr Bodenkultur Wien)

FWF-Fördervolumen

5,7 Millionen Euro

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