Motivationale Aspekte der Intergroup Sensitivity
Motivational aspects of intergroup sensitivity
Wissenschaftsdisziplinen
Psychologie (100%)
Keywords
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Intergroup sensitivity,
Motivation,
Pro-group intent,
Groups,
Criticism
Westliche Gesellschaften sind mittlerweile so gespalten, dass dies die öffentliche Debatte erstickt und die Demokratie gefährdet. Offene Kritik ist für Demokratien unerlässlich, aber Menschen lehnen Kritik von außenstehenden Gruppen in der Regel ab, selbst mit kostspieligem und feindseligem Abwehrverhalten. Aktuelle Befunde stellen bestehende theoretische Modelle in Frage, die die Abwertung von Kritik aus außenstehenden Gruppen erklären. Wir schlagen darum vor, dass die Ablehnung von Kritik aus außenstehenden Gruppen motiviert ist, also von der Zuschreibung böswilliger Motive abhängt (d. h., dass Kommentatoren aus außenstehenden Gruppen nichts Gutes im Schilde führen). Wir testen Implikationen dieser Sichtweise in drei Forschungslinien. Wir testen unser Modell mit (a) groß angelegten Online-Experimenten, (b) Selbstberichten und kostspieligen Entscheidungen in ökonomischen Spielen und (c) automatisierter Gesichtsausdruckskodierung, um Gesichtsausdrücke zu erfassen. Wir schließen Experimente wie Moderation-of-Process-Designs ein, um die zugrundeliegenden kausalen Prozesse zu testen. Der Hauptbeitrag unseres Projektes ist es, ein motivationsbasiertes Modell der Ablehnung von Kritik zwischen Gruppen zu etablieren. Damit gehen wir über die bestehende Forschung mit Selbstberichten hinaus, indem wir Verhaltens-, ökonomische und Gesichtsausdrucksmaße verwenden.
- Universität Salzburg - 100%
- J. Lukas Thürmer, Universität Salzburg , assoziierte:r Forschungspartner:in
- Sean M. Mccrea, University of Wyoming - Vereinigte Staaten von Amerika