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Computer Models for Biological Vision Systems

Computer Models for Biological Vision Systems

Markus Vincze (ORCID: 0000-0002-2799-491X)
  • Grant-DOI 10.55776/S91
  • Förderprogramm Nationale Forschungsnetzwerke
  • Status beendet
  • Projektbeginn 07.10.2003
  • Projektende 15.12.2009
  • Bewilligungssumme 3.128.414 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Informatik (50%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (50%)

Abstract

Wir haben alle schon einmal nach persönlichen Gegenständen oder nach dem richtigen Weg in einer uns unbekannten Umgebung gesucht. Technische Lösungen einer adäquaten Hilfestellung für unsere Wahrnehmung sind noch in weiter Ferne. Der nun bewilligte FSP "Kognitives Sehen" beschäftigt sich genau mit dieser Thematik. Der Mensch soll durch ein Sehsystem unterstützt werden, das nicht nur Dinge finden kann, sondern auch die Zusammenhänge zwischen seinen Tätigkeiten und den Dingen versteht. Dieses Verstehen von neuer Information und neuem Wissen ist der Kernpunkt des kognitiven Ansatzes der Bildverarbeitung. Die vorgeschlagenen Lösungswege basieren auf einem trans-disziplinären Ansatz. So sind Partner eingebunden aus der theoretischen Informatik (TU Graz), Neurowissenschaft (Max-Planck-Institut Tübingen), künstlichen Intelligenz (ÖFAI, Wien), dem maschinellen Lernen (MU Leoben), der benutzer-orientierten Systemanalyse (CURE, Wien) als auch verschiedener Bereiche der Bildverarbeitung (ACIN & PRIP TU Wien, EMT & ICG TU Graz und Joanneum Research Graz). Ein Ansatzpunkt ist die Untersuchung des Zusammenspiels der verschiedenen Hirnregionen des Sehzentrums. Während einzelne Funktionen relativ gut untersucht sind, ermöglichen neue Analysemethoden tiefere Einblicke, die bekannte Hypothesen umstoßen. So ist für das menschliche Sehen die Erwartungshaltung enorm wichtig. Zum Beispiel werden Gegenstände, die nicht in eine Umgebung passen, sehr viel schneller erkannt als in dieser Umgebung übliche Objekte. Aus dieser Untersuchung des einzigen "wirklich funktionierenden" Sehsystems, werden nun Computermodelle entwickelt, um Gegenstände unter den verschiedensten Rahmenbedingungen, etwa bei Beleuchtungs-, Farb- und Formänderungen oder teilweiser Verdeckung, aber auch gegenstand-spezifische Zusammenhänge und Funktionen zu beschreiben. Ein wesentlicher Schwerpunkt ist das Erlernen dieser Modelle und Zusammenhänge. So wie man einem Kind einen neuen Gegenstand zeigt, so soll auch dem Benutzer die derzeit noch langwierige Einlernphase abgenommen werden. Ein weiterer Ansatzpunkt der Forschungsarbeiten ist die Analyse des Zusammenspiels der einzelnen Funktionen des Sehens, insbesondere von Mechanismen zur Lenkung der Aufmerksamkeit, des Entdeckens und Identifizierens von Gegenständen, der Vorhersage von Bewegungen und Absichten des Benutzers, der Einbindung von Wissen über eine gegebene Situation, und der Entwicklung einer entsprechenden Reaktion des Systems. Die Koordination dieser Aufgaben erfolgt durch eine agenten-basierte Auslotung des Nutzens für die Gesamtfunktion. Die entwickelten Techniken werden in Prototypen eingebaut. In einer Studie wird abgeschätzt wie nahe das System den Erwartungen des Benutzers kommt. Ziel der nächsten drei Jahre ist es mitzuverfolgen, welche Objekte wo platziert wurden und Orte in einer bekannten Umgebung zu finden. So könnte der Benutzer das System fragen, wo sein Kaffeehäferl ist oder wo sich ein Geschäft in einer ihm nicht bekannten Strasse befindet. In beiden Fällen bekäme er Unterstützung und würde hingeführt.

Konsortium
  • Axel Pinz, Technische Universität Graz
    Konsortiumsmitglied (15.12.2003 - 14.12.2009)
  • Manfred Tscheligi, Universität Salzburg
    Konsortiumsmitglied (15.12.2003 - 31.12.2006)
  • Markus Vincze, Technische Universität Wien
    Konsortiumsmitglied (15.12.2003 - 14.11.2006)
  • Paolo Petta, ÖFAI - Österreichisches Forschungsinstitut für Artifical Intelligence
    Konsortiumsmitglied (15.12.2003 - 31.12.2006)
  • Peter Auer, Montanuniversität Leoben
    Konsortiumsmitglied (15.12.2003 - 15.12.2009)
  • Wolfgang Maass, Technische Universität Graz
    Konsortiumsmitglied (07.10.2003 - 06.11.2006)
Forschungsstätte(n)
  • Max-Planck-Gesellschaft
  • Technische Universität Graz
Nationale Projektbeteiligte
  • Lucas Paletta, Joanneum Research , assoziierte:r Forschungspartner:in
  • Horst Bischof, Technische Universität Graz , assoziierte:r Forschungspartner:in
  • Walter G. Kropatsch, Technische Universität Wien , assoziierte:r Forschungspartner:in

Research Output

  • 229 Zitationen
  • 7 Publikationen
Publikationen
  • 2011
    Titel Hierarchical spatio-temporal extraction of models for moving rigid parts
    DOI 10.1016/j.patrec.2011.05.005
    Typ Journal Article
    Autor Artner N
    Journal Pattern Recognition Letters
    Seiten 2239-2249
    Link Publikation
  • 2009
    Titel Motif distribution, dynamical properties, and computational performance of two data-based cortical microcircuit templates
    DOI 10.1016/j.jphysparis.2009.05.006
    Typ Journal Article
    Autor Haeusler S
    Journal Journal of Physiology-Paris
    Seiten 73-87
  • 2009
    Titel Spiking Neurons Can Learn to Solve Information Bottleneck Problems and Extract Independent Components
    DOI 10.1162/neco.2008.01-07-432
    Typ Journal Article
    Autor Klampfl S
    Journal Neural computation
    Seiten 911-959
  • 2009
    Titel PCSIM: a parallel simulation environment for neural circuits fully integrated with Python
    DOI 10.3389/neuro.11.011.2009
    Typ Journal Article
    Autor Pecevski D
    Journal Frontiers in Neuroinformatics
    Seiten 11
    Link Publikation
  • 2010
    Titel Statistical Comparison of Spike Responses to Natural Stimuli in Monkey Area V1 With Simulated Responses of a Detailed Laminar Network Model for a Patch of V1
    DOI 10.1152/jn.00845.2009
    Typ Journal Article
    Autor Rasch M
    Journal Journal of Neurophysiology
    Seiten 757-778
    Link Publikation
  • 2010
    Titel Reinforcement Learning on Slow Features of High-Dimensional Input Streams
    DOI 10.1371/journal.pcbi.1000894
    Typ Journal Article
    Autor Legenstein R
    Journal PLoS Computational Biology
    Link Publikation
  • 2010
    Titel A Theoretical Basis for Emergent Pattern Discrimination in Neural Systems Through Slow Feature Extraction
    DOI 10.1162/neco_a_00050
    Typ Journal Article
    Autor Klampfl S
    Journal Neural computation
    Seiten 2979-3035

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