Computer Models for Biological Vision Systems
Computer Models for Biological Vision Systems
Wissenschaftsdisziplinen
Informatik (50%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (50%)
Wir haben alle schon einmal nach persönlichen Gegenständen oder nach dem richtigen Weg in einer uns unbekannten Umgebung gesucht. Technische Lösungen einer adäquaten Hilfestellung für unsere Wahrnehmung sind noch in weiter Ferne. Der nun bewilligte FSP "Kognitives Sehen" beschäftigt sich genau mit dieser Thematik. Der Mensch soll durch ein Sehsystem unterstützt werden, das nicht nur Dinge finden kann, sondern auch die Zusammenhänge zwischen seinen Tätigkeiten und den Dingen versteht. Dieses Verstehen von neuer Information und neuem Wissen ist der Kernpunkt des kognitiven Ansatzes der Bildverarbeitung. Die vorgeschlagenen Lösungswege basieren auf einem trans-disziplinären Ansatz. So sind Partner eingebunden aus der theoretischen Informatik (TU Graz), Neurowissenschaft (Max-Planck-Institut Tübingen), künstlichen Intelligenz (ÖFAI, Wien), dem maschinellen Lernen (MU Leoben), der benutzer-orientierten Systemanalyse (CURE, Wien) als auch verschiedener Bereiche der Bildverarbeitung (ACIN & PRIP TU Wien, EMT & ICG TU Graz und Joanneum Research Graz). Ein Ansatzpunkt ist die Untersuchung des Zusammenspiels der verschiedenen Hirnregionen des Sehzentrums. Während einzelne Funktionen relativ gut untersucht sind, ermöglichen neue Analysemethoden tiefere Einblicke, die bekannte Hypothesen umstoßen. So ist für das menschliche Sehen die Erwartungshaltung enorm wichtig. Zum Beispiel werden Gegenstände, die nicht in eine Umgebung passen, sehr viel schneller erkannt als in dieser Umgebung übliche Objekte. Aus dieser Untersuchung des einzigen "wirklich funktionierenden" Sehsystems, werden nun Computermodelle entwickelt, um Gegenstände unter den verschiedensten Rahmenbedingungen, etwa bei Beleuchtungs-, Farb- und Formänderungen oder teilweiser Verdeckung, aber auch gegenstand-spezifische Zusammenhänge und Funktionen zu beschreiben. Ein wesentlicher Schwerpunkt ist das Erlernen dieser Modelle und Zusammenhänge. So wie man einem Kind einen neuen Gegenstand zeigt, so soll auch dem Benutzer die derzeit noch langwierige Einlernphase abgenommen werden. Ein weiterer Ansatzpunkt der Forschungsarbeiten ist die Analyse des Zusammenspiels der einzelnen Funktionen des Sehens, insbesondere von Mechanismen zur Lenkung der Aufmerksamkeit, des Entdeckens und Identifizierens von Gegenständen, der Vorhersage von Bewegungen und Absichten des Benutzers, der Einbindung von Wissen über eine gegebene Situation, und der Entwicklung einer entsprechenden Reaktion des Systems. Die Koordination dieser Aufgaben erfolgt durch eine agenten-basierte Auslotung des Nutzens für die Gesamtfunktion. Die entwickelten Techniken werden in Prototypen eingebaut. In einer Studie wird abgeschätzt wie nahe das System den Erwartungen des Benutzers kommt. Ziel der nächsten drei Jahre ist es mitzuverfolgen, welche Objekte wo platziert wurden und Orte in einer bekannten Umgebung zu finden. So könnte der Benutzer das System fragen, wo sein Kaffeehäferl ist oder wo sich ein Geschäft in einer ihm nicht bekannten Strasse befindet. In beiden Fällen bekäme er Unterstützung und würde hingeführt.
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Konsortiumsmitglied (15.12.2003 - 14.12.2009)
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Konsortiumsmitglied (15.12.2003 - 31.12.2006)
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Konsortiumsmitglied (15.12.2003 - 14.11.2006)
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Konsortiumsmitglied (15.12.2003 - 31.12.2006)
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Konsortiumsmitglied (15.12.2003 - 15.12.2009)
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Konsortiumsmitglied (07.10.2003 - 06.11.2006)
- Max-Planck-Gesellschaft
- Technische Universität Graz
- Lucas Paletta, Joanneum Research , assoziierte:r Forschungspartner:in
- Horst Bischof, Technische Universität Graz , assoziierte:r Forschungspartner:in
- Walter G. Kropatsch, Technische Universität Wien , assoziierte:r Forschungspartner:in
Research Output
- 229 Zitationen
- 7 Publikationen
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2011
Titel Hierarchical spatio-temporal extraction of models for moving rigid parts DOI 10.1016/j.patrec.2011.05.005 Typ Journal Article Autor Artner N Journal Pattern Recognition Letters Seiten 2239-2249 Link Publikation -
2009
Titel Motif distribution, dynamical properties, and computational performance of two data-based cortical microcircuit templates DOI 10.1016/j.jphysparis.2009.05.006 Typ Journal Article Autor Haeusler S Journal Journal of Physiology-Paris Seiten 73-87 -
2009
Titel Spiking Neurons Can Learn to Solve Information Bottleneck Problems and Extract Independent Components DOI 10.1162/neco.2008.01-07-432 Typ Journal Article Autor Klampfl S Journal Neural computation Seiten 911-959 -
2009
Titel PCSIM: a parallel simulation environment for neural circuits fully integrated with Python DOI 10.3389/neuro.11.011.2009 Typ Journal Article Autor Pecevski D Journal Frontiers in Neuroinformatics Seiten 11 Link Publikation -
2010
Titel Statistical Comparison of Spike Responses to Natural Stimuli in Monkey Area V1 With Simulated Responses of a Detailed Laminar Network Model for a Patch of V1 DOI 10.1152/jn.00845.2009 Typ Journal Article Autor Rasch M Journal Journal of Neurophysiology Seiten 757-778 Link Publikation -
2010
Titel Reinforcement Learning on Slow Features of High-Dimensional Input Streams DOI 10.1371/journal.pcbi.1000894 Typ Journal Article Autor Legenstein R Journal PLoS Computational Biology Link Publikation -
2010
Titel A Theoretical Basis for Emergent Pattern Discrimination in Neural Systems Through Slow Feature Extraction DOI 10.1162/neco_a_00050 Typ Journal Article Autor Klampfl S Journal Neural computation Seiten 2979-3035