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Die Rolle von BH3 Proteinen in Entwicklung und Krankheit

The role of BH3 proteins in development and disease

Andreas Villunger (ORCID: 0000-0001-8259-4153)
  • Grant-DOI 10.55776/R15
  • Förderprogramm Erwin-Schrödinger-Rückkehrphase
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.11.2002
  • Projektende 30.04.2006
  • Bewilligungssumme 299.243 €

Wissenschaftsdisziplinen

Biologie (67%); Klinische Medizin (33%)

Keywords

    Programmed Cell Death, Bcl-2 family, Knock Out Mouse Models, Development, Tumorigenesis

Abstract

Programmierter Zelltod, auch Apoptose genannt, ist ein physiologischer Prozess der zur Entfernung unerwuenschter oder moeglicherweise harmvoller Zellen im Koerper fuerht. Waehrend der Entwicklung des Organismus wird dieses "Selbstmordprogramm" auch aktiviert um Gewebe und Organe zu formen sowie das Gleichgewicht innnerhalb dieser aufrechtzuerhalten. Fehler in der Zelltodkontrolle, die das Ueberleben von nutzlosen oder nicht korrekt arbeitender Zellen ermoeglichen koennen den ersten Schritt bei der Krebsentstehung oder der Entwicklung von Autoimmunerkrankungen darstellen. Apoptose kann entweder durch sogenannte Todes- Rezeptoren auf der Zelloberflaeche, nach Kontakt mit den entsprechenden Partnern, oder auch durch Mitglieder der Bcl-2 Familie ausgeloest werden. Im letzteren Fall neutralisieren die pro-apoptotischen Bcl-2 Familienmitglieder die Schutzfunktion der anti-apoptotischen Mitglieder und erlauben dadurch die Ausbildung einer Plattform von Signalmolekuelen. Dies fuehrt zur Aktivierung von speziellen Proteinen (Proteasen der Caspase-Familie), die in Form einer Kettenreaktion lebenswichtige Strukturen in der Zelle spalten und so Zelltod herbeifuehren. Ich schlage vor im Rahmen dieses Foerderungsprogrammes die biologische Rolle von Bmf und PUMA/bbc3, zwei neue Mitglieder der Bcl-2 Familie, zu analysieren. Bmf und PUMA/bbc3 sind Proteine, die Zelltod ausloesen koennen. Sollte die Funktion dieser Proteine durch Verlust (Deletion) oder Veraenderung (Mutation) verloren gehen, besteht der Verdacht, dass dies zur Entwicklung von Krebs und/oder Autoimmunerkrankungen beitragen kann. Ich moechte diese Theorie unter zur Hilfenahme von Maeusen, denen ausschliesslich diese Gene fehlen, untermauern. Dies wuerde die Untersuchung der biologischen Funktion dieser Zelltod-Proteine im Tiermodell erlauben und deren Rolle in der normalen Entwicklung und bei der Krankheitsbildung aufklaeren. Das Hauptaugenmerk wird auf der Analyse des blutbildenden Systems dieser Tiere liegen, da dieses am besten untersucht und am leichtesten zugaenglich ist, nicht aber auf dieses beschraenkt bleiben. Langfristig besteht die Hoffnung, dass die genaue Kenntnis der biologischen Funktion dieser Protein innerhalb des "Selbstmordprogramms" der Zelle zur Entwicklung neuer Therapiekonzepte oder zumindest zur Verbesserung bereits bestehender Behandlungskonzepte fuer Krebs oder Autoimmunerkrankungen fuehrt.

Forschungsstätte(n)
  • Medizinische Universität Innsbruck - 100%

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