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Entwicklungslinien der Translationswissenschaft

Development Trajectories in Translation Studies

Erich Prunc (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/PUB9
  • Förderprogramm Buchpublikation
  • Status beendet
  • Bewilligungssumme 18.000 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Philosophie, Ethik, Religion (50%); Sprach- und Literaturwissenschaften (50%)

Keywords

    Translationswissenschaft, Translationskultur, Geschichte der Translationswissenschaft, Translationsethik

Abstract

Die translationswissenschaftliche Forschung hat im deutschsprachigen Raum seit der Mitte der 80er Jahre eine dynamische Entwicklung genommen. An den verschiedenen deutschsprachigen translationswissenschaftlichen (übersetzungs- und dol- metschwissenschaftlichen) Zentren (Graz, Wien, Mainz/Germersheim, Saarbrücken, Heidelberg, Leipzig, Berlin u.a.) sind innovative theoretische Entwicklungen in Gang gesetzt, ausgearbeitet und vervollkommnet worden, die international rezipiert und anerkannt sind. Die von mir verfasste Monographie zeichnet diese Entwicklungen einerseits nach, arbeitet die verschiedenen internationalen Ansätze und Schulen heraus und zeigt, welchen Anteil sie an der Herausbildung des Theorie- und Methodengebäudes der heutigen Translationswissenschaft haben. Dabei wird deutlich, wie befruchtend die translationswissenschaftliche (Heidelberger) Schule um Hans Vermeer und Katharina Reiss mit ihrer Skopostheorie (Kap. 5. 2), die (zumeist deutschsprachige) finnische Schule um Justa Holz-Mänttari und die funktionalistische Richtung (Christiane Nord) in ihrem Zusammenspiel für die translationswissenschaftliche Forschung und universitäre Lehre waren und sind. Dieser Verweis soll hier nur als ein repräsentatives Beispiel für die in der Monographie durchgeführte Darstellung der "Entwicklungslinien" stehen. Zugleich hat die (von mir über nahezu 20 Jahre geleitete) Grazer Schule über einen langen Zeitraum stets einen erheblichen Beitrag zur Theorien- und Methodenentwicklung im Fach geleistet. Die Monographie ist derzeit der einzige vollständige Überblick über die Entwicklung des Fachs im europäischen Raum und darüber hinaus und wird daher, wie mir von vielen FachkollegInnen bestätigt wurde, sehr stark in der Lehre eingesetzt.

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