Wissenschaftsdisziplinen
Philosophie, Ethik, Religion (50%); Sprach- und Literaturwissenschaften (50%)
Keywords
Translationswissenschaft,
Translationskultur,
Geschichte der Translationswissenschaft,
Translationsethik
Abstract
Die translationswissenschaftliche Forschung hat im deutschsprachigen Raum seit der Mitte der 80er Jahre eine
dynamische Entwicklung genommen. An den verschiedenen deutschsprachigen translationswissenschaftlichen
(übersetzungs- und dol- metschwissenschaftlichen) Zentren (Graz, Wien, Mainz/Germersheim, Saarbrücken,
Heidelberg, Leipzig, Berlin u.a.) sind innovative theoretische Entwicklungen in Gang gesetzt, ausgearbeitet und
vervollkommnet worden, die international rezipiert und anerkannt sind.
Die von mir verfasste Monographie zeichnet diese Entwicklungen einerseits nach, arbeitet die verschiedenen
internationalen Ansätze und Schulen heraus und zeigt, welchen Anteil sie an der Herausbildung des Theorie- und
Methodengebäudes der heutigen Translationswissenschaft haben. Dabei wird deutlich, wie befruchtend die
translationswissenschaftliche (Heidelberger) Schule um Hans Vermeer und Katharina Reiss mit ihrer Skopostheorie
(Kap. 5. 2), die (zumeist deutschsprachige) finnische Schule um Justa Holz-Mänttari und die funktionalistische
Richtung (Christiane Nord) in ihrem Zusammenspiel für die translationswissenschaftliche Forschung und
universitäre Lehre waren und sind. Dieser Verweis soll hier nur als ein repräsentatives Beispiel für die in der
Monographie durchgeführte Darstellung der "Entwicklungslinien" stehen. Zugleich hat die (von mir über nahezu 20
Jahre geleitete) Grazer Schule über einen langen Zeitraum stets einen erheblichen Beitrag zur Theorien- und
Methodenentwicklung im Fach geleistet. Die Monographie ist derzeit der einzige vollständige Überblick über die
Entwicklung des Fachs im europäischen Raum und darüber hinaus und wird daher, wie mir von vielen
FachkollegInnen bestätigt wurde, sehr stark in der Lehre eingesetzt.