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Die Thun-Hohensteinschen Universitätsreformen 1849-1860

The reforms of the Austrian educational systems 1849-1860

Christof Aichner (ORCID: 0000-0002-5187-9778)
  • Grant-DOI 10.55776/PUB397
  • Förderprogramm Buchpublikation
  • Status beendet
  • Bewilligungssumme 18.000 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Erziehungswissenschaften (25%); Geschichte, Archäologie (50%); Philosophie, Ethik, Religion (25%)

Keywords

    History of Universities, Austrian History, Austria 1849-1860, Neoabsolutism, Educational Reform, Count Leo Thun-Hohenstein

Abstract

Der Band widmet sich in 14 Aufsätzen der Planung, Umsetzung und Wahrnehmung der sog. Thun-Hohensteinschen Universitätsreformen. Leo Thun-Hohenstein war von 1849 bis 1860 Minister für Kultus und Unterricht in der Habsburgermonarchie. Die mit seinem Namen verbundenen Reformen markieren einen wesentlichen Einschnitt in die österreichische Bildungslandschaft. Insbesondere die Universitäten wurden damals tiefgreifend reformiert, wodurch ein wissenschaftlicher Aufschwung in den folgenden Jahrzehnten ermöglicht wurde. Obschon der wesentliche Einfluss Thun-Hohensteins für die Entwicklung des österreichischen Universitätssystems grundsätzlich anerkannt worden ist, so wurde seine Amtszeit sowohl von ZeitgenossInnen als auch von HistorikerInnen stets unterschiedlich bewertet. In diesem Sinn bietet die vorliegende Aufsatzsammlung einen neuen Versuch, die Politik Leo Thuns, besonders aber seine Universitätsreformen, anhand von neuen Quellen und Blickwinkeln zu untersuchen. Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt. Der erste Teil widmet sich der Planung der Reformen und dem geistigen Umfeld Leo Thuns. Außerdem wird in diesem Teil auch die Frage nach den Vorbildern der Reform behandelt. Im Mittelpunkt des zweiten Teils steht die Untersuchung der Umsetzung der Reformen an den unterschiedlichen Universitäten der Habsburgermonarchie.Damit soll ein Blick auf die unterschiedlichen Voraussetzungen und Probleme ermöglicht werden, mit denen die Reformer zu kämpfen hatten. Eine wesentliche Schwierigkeit lag dabei darin, eine für die gesamte Monarchie einheitliche Reform an die unterschiedlichen nationalen und regionalen Vorstellungen und Eigenheiten anzupassen, denn gerade im Bildungsbereich war die Frage nach nationaler Selbstbestimmung besonders umkämpft. Der dritte Teil des Buches geht auf die Wahrnehmung der Reformen durch ZeitgenossInnen und HistorikerInnen ein. Gerade in diesem Bereich zeigt sich ganz deutlich, wie sehr die Reformen und auch die Person des Ministers von ideologischen Urteilen geprägt waren und wie sehr die Beurteilung von Leo Thun-Hohenstein in den unterschiedlichen Ländern der ehemaligen Habsburgermonarchie von einander abweicht.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Innsbruck - 100%

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