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Queer-Feminist Punk: An Anti-Social History

Quer-Feminist Punk: An Anti-Social History

Maria Katharina Wiedlack (ORCID: 0000-0002-9236-8819)
  • Grant-DOI 10.55776/PUB241
  • Förderprogramm Buchpublikation
  • Status beendet
  • Bewilligungssumme 12.300 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Soziologie (70%); Sprach- und Literaturwissenschaften (30%)

Keywords

    Gender Studies, Queer Studies, Cultural Studies, Subcultre, Punk Rock, Anti-Social Theory

Abstract

Die vorliegende Monografie bietet einen historischen Überblick über queer-feministische Punk- Produktionen, -Protagonist_innen und -Szenen von der Mitte der 1980er-Jahre bis 2012. Das Buch ist die erste Arbeit, die einen historischen Überblick über das gesamte Genre und dessen unterschiedliche künstlerische Formen und Politiken bietet sowie die existierende wissenschaftliche Literatur reflektiert. Im Zuge einer detaillierten Analyse von Liedtexten, Sounds und Performances wird dem Argument nachgegangen, dass queer-feministischer Punk alternative Formen queer-feministischer und antirassistischer Politik und Theorie produziert. Aktivismen und Theorien des queer-feministischen Punk verbinden Punk- Bewegung und -Diskurse mit antirassistischen, queeren und feministischen Bewegungen und Diskursen. Diese queer-feministische Politik kann nur im Wechselspiel mit anderen queeren, feministischen und Antirassismus-Bewegungen verstanden werden. Im Zentrum der gesellschaftlichen Analysen und als Ausgangspunkt für Handlungsmacht queer- feministischer Punk-Diskurse steht ein Konzept von Queerness als Negativität, als anti-identitäre und anti- soziale Kategorie. Dieses Verständnis von Queerness ähnelt in vielen Aspekten akademischen anti- relationalen Queer-Theorien, vertreten beispielsweise durch Lee Edelman. Edelman und andere Vertreter_innen psychoanalytischer Ansätze definieren Queerness als negative Kraft, welche die Autonomie und psychische Kohärenz von Subjekten irritiert. Solche akademischen Ansätze konzipieren Queerness als Opposition zum Politischen generell. Queer-feministische Punks halten dagegen an der politischen Substanz von Queerness als Negativität fest und verwenden Queerness für politischen Aktivismus. Dabei greifen sie auf die Analysen von Rassisierung durch feministische Theoretikerinnen wie bell hooks oder Audre Lorde sowie auf antirassistische und dekoloniale Politiken zurück, um über die Ebene der symbolischen Ordnung hinaus auch Erfahrung, Körper und Empfindung analysieren zu können. So wird ein intersektionaler Analyseansatz entwickelt, der den neuen und spannenden sozialen Strukturen queer- feministischer Punk-Szenen gerecht wird.

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