Das gute Leben lehren (EQoL)
Teaching the Good Life (EQoL)
Wissenschaftsdisziplinen
Erziehungswissenschaften (80%); Soziologie (20%)
Keywords
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Good life,
Quality of Life,
Social Sustainability,
Professional Learning Networks,
Teacher Education,
Bildungsgrätzl (learning neighbourhood)
Was zeichnet ein gutes Leben aus? Ist es möglich, dieses zu lehren und zu verbreiten? Und wenn ja, wie? Das Projekt EQoL (Education for Quality of Life) setzt sich kritisch mit den Konzepten der guten Lebensqualität, des Glücks und des Wohlbefindens auseinander. Es fragt, wie sich diese Konzepte auf die Bildungssysteme, die Politik und die Praxis auswirken und wie Bildungsmaßnahmen ein gutes Leben befördern können. In den letzten Jahren haben internationale Initiativen wie die Lebensqualitätsbewegung (QoL- Bewegung) das kollektive Glück und die Lebensqualität der Menschen in den Mittelpunkt der öffentlichen Debatte gerückt. Die QoL-Bewegung geht über einen rein wirtschaftlichen Ansatz hinaus, in welchem das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als universeller Indikator für den Wohlstand von Nationen herangezogen wird. Stattdessen legt die QoL-Bewegung den Schwerpunkt auf das menschliche Wohlbefinden. Wien ist weltweit führend, wenn es um die Förderung der Lebensqualität geht. Auf einer lokalen Ebene hat die Stadt Wien kürzlich beschlossen, im Rahmen der Wiener Smart-City- Strategie 2050, Schritte im Sinne der Lebensqualitätsbewegung zu ergreifen. Dafür konzipiert und setzt sie spezifische politische und praktische Bildungsmaßnahmen um, beispielswiese anhand von Bildungsgrätzln als ein Zusammenschluss von nachbarschaftlichen Lernnetzwerken. Es bleibt jedoch wichtig, diese Maßnahmen kritisch zu befragen, um möglichst neue und gerechtere Ansätze für ein gutes Leben zu entwickeln und die Lebensqualität der Stadt, wo immer möglich, zu verbessern. Bildung kann dabei eine entscheidende Rolle spielen, indem sie die Bedeutung dieses Themas hervorhebt und die künftigen Generationen aber auch die breite Bevölkerung zu einer neuen und nachhaltigen Denkweise anregt. Im Rahmen des EQoL-Projekts werden über einen Zeitraum von drei Jahren internationale Politiken sowie die Wiener Smart-City-Strategie 2050 zusammen mit einer Auswahl an Bildungsgrätzln analysiert. Dabei werden die Forscher:innen die theoretischen Annahmen und praktischen Auswirkungen dieser Initiativen auf das Bildungssystem der Stadt Wien untersuchen. Gleichzeitig werden sie die Wahrnehmung und das Wissen der (angehenden) Lehrpersonen über diese Themen erforschen. Da Lehrer:innen und Pädagog:innen entscheidende Akteur:inne für den gesellschaftlichen Wandel sind, besteht das Endziel des EQoL-Projekts darin, gemeinsam mit ihnen ein spezifisches pädagogisches Modell der Bildung für Lebensqualität zu entwickeln. Damit soll ein gerechtes, integratives und nachhaltiges gutes Leben für alle verwirklicht werden.
- Universität Wien - 100%
- Edith Hülber, nationale:r Kooperationspartner:in
- Erika Tiefenbacher, nationale:r Kooperationspartner:in
- Gudrun Müller, nationale:r Kooperationspartner:in
- Henning Schluß, Universität Wien , nationale:r Kooperationspartner:in
- Venka Simovska, Aarhus University - Dänemark
- Massimiliano Tarozzi, University of Bologna - Italien
- Irma Eloff, University of Pretoria - Südafrika
Research Output
- 2 Zitationen
- 1 Publikationen
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2024
Titel Quality of Life and Learning Networks in Vienna: An Innovative Approach to a Sustainable Good Life DOI 10.1007/978-3-031-39507-9_21 Typ Book Chapter Autor Francesconi D Verlag Springer Nature Seiten 263-271