Queer Cinema Austria 1906-2022
Queer Cinema Austria 1906-2022
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Geisteswissenschaften (50%); Kunstwissenschaften (25%); Soziologie (25%)
Keywords
-
Queer Cinema,
Austrian media history,
Cultural Theory,
Gender Theory
Queer Cinema Austria: Assembling LGBTIQ* viewing strategies of film, video and television production in Austria, 1906-2022(QCA) zielt darauf ab, eine überfällige Geschichte der LGBTIQ* Schaustrategien auf audiovisuelle Produktionen Österreichs zu erstellen. Historische Forschung, Queer-Theorie und empirische Forschung (Einzelinterviews und Gruppenworkshops) ermöglichen es, unterschiedliche Schaustrategien von LGBTIQ*- Publikum zu beschreiben und einen inklusiven Korpus relevanter Werke zu erstellen. Wir bewegen uns weg von einem rein repräsentationspolitischen Ansatz, indem QCA versucht, theoretische Grundlagen für eine historiographische Arbeit zu schaffen, die (1) eine Dekonstruktion von Nationalität und nationaler Identität sicherstellt, die (2) queere Zeittheorien berücksichtigt, um Vorstellungen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in eine "Potenzialität" zu verwandeln, und die (3) die Falle des "Homonationalismus" vermeidet, der die unrechtmäßige Behauptung einer liberalen Haltung gegenüber LGBTIQ*- Gemeinschaften in diskriminierenden rechtlichen Rahmenbedingungen bezeichnet. Auf diesen theoretischen Grundlagen aufbauend, basiert unser qualitativer empirischer Ansatz auf einem Forschungsdesign, das Rezeptionsstrategien wie z.B. Lesen gegen den Strich, Aneignung und Disidentifikation analysiert, um unser Verständnis darüber zu vertiefen, wie Schaustrategien in Bezug auf unseren (vorläufigen) Korpus funktionieren. Durch diese Methode stellt das Projekt eine Film- und Mediengeschichte aus der Perspektive der BetrachterInnen zusammen - ein innovativer Ansatz, der einen interdisziplinären Blickwinkel und eine gründliche Validierung unserer Ergebnisse garantiert. QCA ist das erste Projekt, das alle seit 1906 in Österreich professionell produzierten Filme berücksichtigt, die "queere Räume möglich machen". Es umfasst Kinoveröffentlichungen aller Filmgenres (Spielfilme, Kurzfilme, Dokumentarfilme, Animationsfilme) mit österreichischem Produktions- oder Koproduktionsnachweis, alle an österreichischen Kunsthochschulen produzierten Filme und Videos sowie alle relevanten TV- Produktionen. Wir werden die filmographischen Daten dieses umfangreichen Korpus in einer interaktiven, frei zugänglichen Datenbank zur Verfügung stellen. Eine zweibändige Abschlusspublikation wird eine Geschichte des queeren Kinos in Österreich aus dem Blickwinkel von LGBTIQ*-Betrachtungsstrategien (verfasst vom Projektteam) und eine Sammlung von rund 60 akademischen Film-, Video- und TV-Fallstudien (herausgegeben vom Projektteam) enthalten. Primär beteiligte ForscherInnen: Mag. Dr. Andrea B. Braidt, MLitt (PI), Assoc.-Prof. Dr. Nicole Kandioler (Co-PI) Mag. Jul Tirler, MA (Post-Doc), Andrea Salanki, MA BA (Pre-Doc)
- Universität Wien - 100%
- Ernst Kieninger, Filmarchiv Austria , nationale:r Kooperationspartner:in
- Joachim Schätz, Ludwig Boltzmann Gesellschaft , nationale:r Kooperationspartner:in
- Dietmar Schwärzler, Sixpackfilm , nationale:r Kooperationspartner:in
- Andreas Brunner, Sonstige Forschungs- oder Entwicklungseinrichtungen , nationale:r Kooperationspartner:in
- Eva Flicker, Universität Wien , nationale:r Kooperationspartner:in
- Monika Bernold, Universität Wien , nationale:r Kooperationspartner:in
- Katharina Müller, Österreichisches Filmmuseum , nationale:r Kooperationspartner:in
- Gaby Babic, Kinothek Asta Nielsen e.V. - Deutschland
- Skadi Loist, Norwegian University of Science and Technology (NTNU) - Deutschland
- Sarah Mai Dang, Philipps-Universität Marburg - Deutschland
- Julia Bee, Ruhr-Universität Bochum - Deutschland
- Eliza Steinbock, Universiteit Maastricht - Niederlande
- Rosalind Galt, King´s College London - Vereinigtes Königreich
- Karl Schoonover, University of Warwick - Vereinigtes Königreich