Optimierung neuer Methoden zur Analyse komplexer Merkmale
Optimizing novel methods for dissecting complex traits
Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (100%)
Keywords
-
Genotype-Phenotype Mapping,
Experimental Evolution,
GWAS,
Evolve And Resequence
Evolution benötigt Variation, wobei man zwischen qualitativer (z.B. Augenfarbe) und quantitativer (z.b. Körpergröße) Variation unterscheiden kann. Es werden enorme Anstrengungen unternommen um die molekulare Basis solcher Variation zu identifizieren, d.h. die Mutationen zu identifizieren die für Unterschiede zwischen Individuen verantwortlich sind. Ein verbessertes Verständnis von Variation wird uns zum Beispiel helfen den Ertrag von Nutzpflanzen zu erhöhen und medizinische Behandlungen auf Patienten maßzuschneidern. Es ist zwar relativ Einfach die genetische Aufmachung qualitativer Merkmale zu entschlüsseln aber die Entschlüsselung quantitativer Merkmale ist eine Herausforderung, wobei manche sogar meinen die grösste Herausforderung für die Biologie im 21 Jahrhundert. Neue Methoden um dieser Aufgabe gerecht zu werden sind daher wichtig. Durch die neuen Sequenziermethoden wurden zwei neue Ansätze ermöglicht. Bei Evolve and Resequence (E&R) werden molekulare Veränderungen in experimentellen Population gemessen, während in Pool-GWAS genetische Unterschiede zwischen Gruppen mit extremer Ausprägung eines Merkmals (wie z.B. große und kleine Fliegen) identifiziert werden. Bis jetzt ist aber völlig Unklar ob diese neuen Methoden überhaupt besser sind als die bisher benutzten (GWAS) oder wie man diese Studien optimieren kann. Hier schlage ich vor Mithilfe von umfangreichen Computersimulationen die Vor- und Nachteile dieser neuen Ansätze gründlich, mit bisher benutzten Methoden (z.B. GWAS) zu vergleichen und detaillierte Empfehlungen für einen optimierten Studiendesign zu erstellen. Diese Arbeit wird es Wissenschaftlern ermöglichen den optimalen Ansatz zur Entschlüsselung der genetische Basis eines bestimmten quantitativen Merkmals zu wählen und somit sich der großen Herausforderung für die Biologie im 21 Jahrhundert zu stellen.
Evolution benötigt Variation, wobei man zwischen qualitativer (z.B. Augenfarbe) und quantitativer (z.B. Körpergröße) Variation unterscheiden kann. Es werden enorme Anstrengungen unternommen um die molekulare Basis solcher Variation zu identifizieren, d.h. die Mutationen zu identifizieren die für Unterschiede zwischen Individuen verantwortlich sind. Ein verbessertes Verständnis von Variation wird uns zum Beispiel helfen den Ertrag von Nutzpflanzen zu erhöhen und medizinische Behandlungen auf Patienten maßzuschneidern. Es ist zwar relativ Einfach die genetische Aufmachung qualitativer Merkmale zu entschlüsseln aber die Entschlüsselung quantitativer Merkmale ist eine Herausforderung, wobei manche sogar meinen die grösste Herausforderung für die Biologie im 21 Jahrhundert. Neue Methoden um dieser Aufgabe gerecht zu werden sind daher wichtig. Durch die neuen Sequenziermethoden wurden neue Ansätze ermöglicht. Bei Evolve and Resequence (E&R) werden molekulare Veränderungen in experimentellen Population gemessen. Bis jetzt ist aber völlig Unklar ob diese neue Methode überhaupt besser ist als die bisher benutzten (GWAS) oder wie man diese Studie optimieren kann. Mithilfe umfangreichen Computersimulationen zeigen wir das E&R ein mächtiger neuer Ansatz ist um die genetische Basis von quantitativen Merkmalen zu entschlüsseln. Besonders wenn man ein optimiertes Selektionsverfahren verwendet ist E&R teilweise mächtiger als GWAS. Bei einer optimierten Selektion werden zum Beispiel 90% der grössten Individuen am Anfang des experiments selektiert und 20% am Ende. Zusätzlich vermeidet E&R einige Probleme der GWAS, wie einer schwachen Performanze bei quantitativen Allelen welche einen geringen Effekt haben oder Allelen welche selten in Populationen vorkommen. E&R Studien haben hingegen Probleme mit Allelen welche häufig in Populationen vorkommen. Daher Argumentieren wir das E&R und GWAS komplementäre Ansätze sind, mit jeweils verschiedenen Vor- und Nachteilen. Zusätzlich haben wir Teststatisken identifiziert welche die Leistung von E&R Studien maximieren und eine neue Software entwickelt welche es ermöglicht den Effekt von Evolution im gesamten Erbgut zu simulieren.
- Frédéric Guillaume, University of Helsinki - Finnland
Research Output
- 235 Zitationen
- 16 Publikationen
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2020
Titel Reconstructing the Invasion Route of the P-Element in Drosophila melanogaster Using Extant Population Samples DOI 10.1093/gbe/evaa190 Typ Journal Article Autor Weilguny L Journal Genome Biology and Evolution Seiten 2139-2152 Link Publikation -
2021
Titel The transposition rate has little influence on equilibrium copy numbers of the P-element DOI 10.1101/2021.09.20.461050 Typ Preprint Autor Kofler R Seiten 2021.09.20.461050 Link Publikation -
2019
Titel Dynamics of Transposable Element Invasions with piRNA Clusters DOI 10.1093/molbev/msz079 Typ Journal Article Autor Kofler R Journal Molecular Biology and Evolution Seiten 1457-1472 Link Publikation -
2019
Titel Benchmarking software tools for detecting and quantifying selection in Evolve and Resequencing studies DOI 10.1101/641852 Typ Preprint Autor Vlachos C Seiten 641852 Link Publikation -
2019
Titel Optimizing the Power to Identify the Genetic Basis of Complex Traits with Evolve and Resequence Studies DOI 10.1093/molbev/msz183 Typ Journal Article Autor Vlachos C Journal Molecular Biology and Evolution Seiten 2890-2905 Link Publikation -
2019
Titel Benchmarking software tools for detecting and quantifying selection in evolve and resequencing studies DOI 10.1186/s13059-019-1770-8 Typ Journal Article Autor Vlachos C Journal Genome Biology Seiten 169 Link Publikation -
2019
Titel Additional file 2 of Benchmarking software tools for detecting and quantifying selection in evolve and resequencing studies DOI 10.6084/m9.figshare.9637286.v1 Typ Other Autor Burny C Link Publikation -
2019
Titel Additional file 1 of Benchmarking software tools for detecting and quantifying selection in evolve and resequencing studies DOI 10.6084/m9.figshare.9637280 Typ Other Autor Burny C Link Publikation -
2019
Titel Additional file 1 of Benchmarking software tools for detecting and quantifying selection in evolve and resequencing studies DOI 10.6084/m9.figshare.9637280.v1 Typ Other Autor Burny C Link Publikation -
2019
Titel Additional file 2 of Benchmarking software tools for detecting and quantifying selection in evolve and resequencing studies DOI 10.6084/m9.figshare.9637286 Typ Other Autor Burny C Link Publikation -
2019
Titel Optimizing the power to identify the genetic basis of complex traits with Evolve and Resequence studies DOI 10.1101/583682 Typ Preprint Autor Vlachos C Seiten 583682 Link Publikation -
2019
Titel DeviaTE: Assembly-free analysis and visualization of mobile genetic element composition DOI 10.1111/1755-0998.13030 Typ Journal Article Autor Weilguny L Journal Molecular Ecology Resources Seiten 1346-1354 Link Publikation -
2018
Titel MimicrEE2: Genome-wide forward simulations of Evolve and Resequencing studies DOI 10.1371/journal.pcbi.1006413 Typ Journal Article Autor Vlachos C Journal PLOS Computational Biology Link Publikation -
2018
Titel Dynamics of transposable element invasions with piRNA clusters DOI 10.1101/458059 Typ Preprint Autor Kofler R Seiten 458059 Link Publikation -
2018
Titel SimulaTE: simulating complex landscapes of transposable elements of populations DOI 10.1093/bioinformatics/btx832 Typ Journal Article Autor Kofler R Journal Bioinformatics Seiten 1439-1439 Link Publikation -
2017
Titel SimulaTE: simulating complex landscapes of transposable elements of populations DOI 10.1093/bioinformatics/btx772 Typ Journal Article Autor Kofler R Journal Bioinformatics Seiten 1419-1420 Link Publikation