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Infektionskrankheiten und Gesundheitspolitik in Südosteuropa

Infectious Diseases and Public Health in Southeast Europe

Christian Promitzer (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/P25929
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 23.09.2013
  • Projektende 22.08.2017
  • Bewilligungssumme 386.889 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Andere Humanmedizin, Gesundheitswissenschaften (50%); Geschichte, Archäologie (30%); Soziologie (20%)

Keywords

    Epidemics, Southeast Europe, Public Health, Habsburg Empire, Prevention, Medical History

Abstract Endbericht

Das Projekt wird eine bislang fehlende Geschichte von Epidemien und Volkskrankheiten in Südosteuropa beginnend mit dem Russisch-Osmanischen Krieg von 1828-1830 bis zum Ersten Balkankrieg von 1912 1913 vorlegen. Die Auswertung bisher kaum benutzter veröffentlichter und archivalischer Quellen (hauptsächlich aus dem Österreichischen Staatsarchiv und aus den zentralen und regionalen Archiven südosteuropäischer Staaten) soll im Hinblick auf das Wechselspiel zwischen Krankheiten und Präventionsmaßnahmen erfolgen. Das Projekt betrachtet Epidemien und Infektionskrankheiten als historische Handlungsträger eigener Art. Diese sind nicht an Staaten gebunden und über ihre Verbreitung auf den Kommunikationswegen sind sie grenzüberschreitend. Durch diesen Zugang sollen übernationale Zusammenhänge und insbesondere die geoepidemiologische Position Südosteuropas erfasst werden. Die Kartierung von Epidemien und des Auftretens von Krankheiten vor Ort erfordert überdies eine Einschätzung der damaligen diagnostischen Möglichkeiten wie auch der Zusammenhänge zwischen einzelnen Krankheiten und konkreten sozioökonomischen und umweltbedingten Faktoren. Präventionsstrategien können schließlich auch das Auftreten und den Verlauf einer Epidemie beeinflussen. Das Projekt geht von der Annahme aus, dass das Habsburger Reich für Südosteuropa ein wichtiges Zentrum medizinischer Ausbildung war. Sein öffentliches Gesundheitswesen gereichte teilweise zum Vorbild für die jeweiligen Entsprechungen im Osmanischen Reich und in seinen Nachfolgestaaten. Der österreichische Pestkordon gegenüber dem Osmanischen Reich bildet den Ausgangspunkt für die Untersuchung, ob und in welchem Ausmaß die ganze Region im Anschluss eine "Pufferzone" für die Seuchenabwehr bildete. Die dort neugebildeten Institutionen des Gesundheitswesens galten zudem oft als "nationale" Errungenschaften gegenüber dem noch vorhandenen Osmanischen Erbe angeblich fehlender Gesundheit und Hygiene. In diesem Zeitraum, der zugleich durch den Übergang vom vorbakteriellen Zeitalter zur Keimtheorie gekennzeichnet war, wurden Medizin und Hygiene Mittel einer gouvernementalen Macht, die wie keine andere Funktion des modernen Staates sogar abgelegene Dörfer und viehzuchttreibende Gemeinschaften im Hochland erreichte (wie zum Beispiel durch Impfkampagnen unter Bevölkerungsgruppen, wo die Alphabetisierung noch nicht durchgedrungen war). Quarantänen wiederum ermöglichten die Überwachung von Wanderungsbewegungen muslimischer Pilger und von SaisonarbeiterInnen. Bei der Akzeptanz derartiger präventiver Maßnahmen müssen zudem auch unterschiedliche religiöse und kulturelle Einstellungen der Bevölkerung berücksichtigt werden. Forschungsfelder sind (1) die Geschichte von Pest- und Choleraepidemien; (2) die Rolle von Quarantänen; (3) Diskurse über Assanierung in den Städten und auf dem Lande, um dem Ausbruch von Pest, Cholera, Typhus, Pocken, Malaria und Syphilis vorzubeugen; und (4) nationale und regionale Fallstudien über Krankheitsprävention. Die Ergebnisse werden in einer Monographie und einem Sammelband veröffentlicht. Zudem wird eine kommentierte Edition eines unveröffentlichten Berichts über den Zustand der österreichischen Pestfront aus dem Jahr 1830 vorgelegt. Die Ergebnisse können neue Einsichten in regionale demographische und soziale Entwicklungen bringen. Sie sollen Fragestellungen über Modernisierungsprozesse in Südosteuropa bestärken, da im Westen teilweise noch immer die Sicht vorherrschend ist, dass derartige Fragestellungen gegenüber beharrlichen Bildern von archaischen Gemeinschaften eine geringere Rolle spielen.

Hauptziel des Projekts war es, die Ausbreitung und Bekämpfung ausgewählter Infektionskrankheiten Pest, Cholera, Typhus, Pocken, Malaria und Syphilis in Südosteuropa vom Wiener Kongress (1815) bis zum Ersten Weltkrieg zu untersuchen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts bildete die Balkanhalbinsel eine Pufferzone zwischen dem Kaisertum Österreich bzw. Österreich-Ungarn und dem Osmanischen Reich, das noch immer als Brutstätte für verschiedene Seuchen galt. Um die Zwischenstellung zu verstehen, die die Balkanhalbinsel für die Ausbreitung und Bekämpfung von Epidemien gespielt hat, muss man ihre geografische Nachbarschaft zu den hauptsächlichen Verbreitungswegen der Cholera berücksichtigen. Diese verliefen über die russische Landmasse und das Schwarze Meer von Osten nach Westen. Die internationalen Gesundheitsräte in Ägypten und im Osmanischen Reich waren dagegen größtenteils erfolgreich, das mögliche südliche Einfallstor von Cholera und Pest über das östliche Mittelmeer abzuschotten. Der direkte Einfluss der westlichen Großmächte auf die sanitären Angelegenheiten des Osmanischen Reichs war auch in den Nachfolgestaaten auf der Balkanhalbinsel (Griechenland, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Montenegro) spürbar. Von Mitteleuropa aus gesehen, bildeten sie eine vorgelagerte Sicherheitszone zur Abwehr von Pest und Cholera. In den Augen der westlichen Großmächte galten die muslimischen Mekkapilger seit der 1865 erfolgten Einschleppung der Cholera aus Ägypten nach Konstantinopel als eine gesonderte Risikogruppe, da sie während ihres Aufenthalts an den heiligen Stätten des Islam auf der arabischen Halbinsel Kontakt mit Muslimen aus den infizierten Gebieten Indiens und Südostasiens hatten. Für Österreich-Ungarn, das seit 1878 die bisher osmanische Provinz Bosnien-Herzegowina mit einem beträchtlichen muslimischen Bevölkerungsanteil verwaltete, stellte die jährliche Pilgerreise nach Mekka daher ein ernsthaftes sanitäres Problem dar - dies trotz der mehrfachen Quarantäne, der sich bosnische Pilger bei ihrer Rückkehr unterziehen mussten. Auf dem Balkan gab es zudem auch exotische Krankheiten, die in Mitteleuropa als ausgestorben galten, wie z.B. die Lepra, oder die sich durch lokale Eigentümlichkeiten auszeichneten, wie etwa Skerlievo, ein im westlichen Teil der Balkanhalbinsel vorkommendes Leiden, das eine endemische Form der Syphilis war, deren Übertragung jedoch nicht auf den Geschlechtsverkehr beschränkt war. Nur selten förderte dieses Umfeld die Entstehung international anerkannter medizinischer Schulen wie etwa jene um den Bakteriologen Victor Babes (1854-1926) in Bukarest. Die österreichisch-ungarischen Ärzte in Bosnien-Herzegowina hingegen, die mit massiven Ausprägungen als archaisch geltender Krankheiten konfrontiert waren, befanden sich zumindest bis zur Jahrhundertwende in einer Situation, die an jene von Kolonialärzten erinnerte. So ist vielfach eine Vermischung von Präventivmaßnahmen mit Vorurteilen gegenüber dem Orient und muslimischen Gemeinschaften zu beobachten, wobei vor allem die unverhältnismäßige Anwendung dieser Maßnahmen auffällig ist.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Graz - 100%
Internationale Projektbeteiligte
  • Georgeta Nazarska, State University of Library Studies and IT - Bulgarien
  • Marius Turda, Oxford Brookes University - Vereinigtes Königreich

Research Output

  • 1 Publikationen
Publikationen
  • 2018
    Titel Quarantines and Geoepidemiology The Protracted Sanitary Relationship between the Habsburg and Ottoman Empires
    DOI 10.14361/9783839440414-003
    Typ Book Chapter
    Autor Promitzer C
    Verlag Transcript Verlag
    Seiten 23-56

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