Schnelle Zeitbereichs Randelementmethode für die einseitig gekoppelte Thermoelastizität
Fast Time Domain Boundary Element Formulation for Uncoupled Thermoelasticity
Wissenschaftsdisziplinen
Informatik (20%); Maschinenbau (10%); Mathematik (30%); Physik, Astronomie (40%)
Keywords
-
Fast BEM,
Time Domain,
Fast Multipole Method,
Thermoelasticity,
Adaptive Cross Approximation
In vielen Anwendungen im Ingenieurwesen treten elastische und thermische Effekte gekoppelt auf. Ein Beispiel aus dem Automobilbau ist das Presshärten. In dieser Anwendung wird das Werkstück zuerst erwärmt und dann umgeformt. Dabei ist nicht nur die zu erzielende Form des Werkstückes wichtig, sondern auch das Materialverhalten. Dies kann durch eine gezielte Kühlung des Werkzeuges gesteuert werden. Solcher Art hergestellter Bauteile werden im Automobilbau z.B. für die A-Säule benutzt. Die Simulation des gesamten Umformprozesses, einschließlich der Gefügeveränderung im Metall ist eine große Herausforderung, wobei auch der das Werkzeug betreffende Anteil nicht zu vernachlässigen ist. Gerade beim Werkzeug mit seinen eigentlich einfachen physikalischen Prozessen ist eine effiziente Simulation, die auch eine schnelle Vernetzung mit einbezieht, sinnvoll. Sowohl die elastische Verformung, als auch das thermische Verhalten des Werkzeuges kann mit einseitig gekoppelten linearen Differentialgleichungen beschrieben werden. Weiterhin sind nur die Ergebnisse auf der Oberfläche interessant. Daneben ist das Vernetzen des Werkzeuges auf Grund der komplizierten Anordnung der Kühlkanäle bei einem Volumennetz sehr aufwändig verglichen mit einem Oberflächennetz. Diese Punkte sprechen für eine Simulation des Werkzeuges mit der Randelementmethode (engl. Boundary Element Method (BEM)). Allerdings ist für eine industrielle Anwendung die Entwicklung von sogenannten "schnellen Methoden (fast BEM)" nötig. Im beantragten Projekt soll für die thermische Simulation die "Fast Multipole Method" in Raum und Zeit eingesetzt werden. Dabei wird eine auf Interpolation basierende Kernentwicklung benutzt. Die Lösung der elastischen gekoppelten Gleichung wird entweder mit "Adaptive Cross Approximation" oder auch mit der "Fast Multipole Method" beschleunigt. Ein weiterer zu untersuchender Aspekt ist die Verwendung von unterschiedlichen Netzen für die thermische und die elastische Rechnung.
In vielen Anwendungen im Ingenieurwesen treten elastische und thermische Effekte gekoppelt auf. Ein Beispiel aus dem Automobilbau ist Presshärten. In dieser Anwendung wird das Werkstück zuerst erwärmt und dann umgeformt. Dabei ist nicht nur die zu erzielende Form des Werkstückes wichtig, sondern auch das Materialverhalten. Dies kann durch eine gezielte Kühlung des Werkzeuges gesteuert werden. Solcher Art hergestellter Bauteile werden im Automobilbau z.B. für die A-Säule benutzt. Die Simulation des gesamten Umformprozesses, einschließlich der Gefügeveränderung im Metall ist eine große Herausforderung, wobei auch der das Werkzeug betreffende Anteil nicht zu vernachlässigen ist. Gerade beim Werkzeug mit seinen eigentlich einfachen physikalischen Prozessen ist eine effiziente Simulation, die auch eine schnelle Vernetzung mit einbezieht, sinnvoll. Sowohl die elastische Verformung, als auch das thermische Verhalten des Werkzeuges kann mit einseitig gekoppelten linearen Differentialgleichungen beschrieben werden. Weiterhin sind nur die Ergebnisse auf der Oberfläche interessant. Daneben ist das Vernetzen des Werkzeuges auf Grund der komplizierten Anordnung der Kühlkanäle bei einem Volumennetz sehr aufwändig verglichen mit einem Oberflächennetz. Diese Punkte sprechen für eine Simulation des Werkzeuges mit der Randelementmethode (engl. Boundary Element Method (BEM)). Da das Problem einseitig gekoppelt ist, kann der thermische Teil separat berechnet werden. Dies entspricht der Lösung der parabolischen Wärmeleitungsgleichung. Im vorliegenden Projekt wurde eine Galerkin-BEM mit Hilfe der Fast Multipole Method effizient formuliert und umgesetzt. Die Kernentwicklung erfolgte mit der Chebyschev-Interpolation im Ort und der Lagrange-Interpolation in der Zeit. Dies führt auf eine optimale BE-Formulierung mit einer annährend linearen Komplexität. Der elastische Anteil ist mit der so-genannten generalized Convolution Quadrature Method realisiert worden, sodass damit erstmalig ein variabler Zeitschritt im Rahmen einer BE-Formulierung möglich ist. Um diesen Anteil ebenfalls mit einer fast BEM zu beschleunigen ist jedoch noch etwas Analysis nötig um das Konvergenzverhalten der gekoppelten Rechnung zu bestimmen. Die Arbeiten dazu sind noch nicht abgeschlossen.
- Technische Universität Graz - 100%
- Johannes Tausch, Southern Methodist University - Vereinigte Staaten von Amerika
Research Output
- 54 Zitationen
- 5 Publikationen
-
2019
Titel Adaptive Cross Approximation for BEM in Elasticity DOI 10.1142/s2591728518500603 Typ Journal Article Autor Haider A Journal Journal of Theoretical and Computational Acoustics Seiten 1850060 -
2021
Titel Generalized convolution quadrature based boundary element method for uncoupled thermoelasticity DOI 10.1016/j.ymssp.2020.107234 Typ Journal Article Autor Leitner M Journal Mechanical Systems and Signal Processing Seiten 107234 -
2015
Titel An Efficient Galerkin Boundary Element Method for the Transient Heat Equation DOI 10.1137/151004422 Typ Journal Article Autor Messner M Journal SIAM Journal on Scientific Computing -
2014
Titel A fast Galerkin method for parabolic space–time boundary integral equations DOI 10.1016/j.jcp.2013.10.029 Typ Journal Article Autor Messner M Journal Journal of Computational Physics Seiten 15-30 -
2016
Titel EFFICIENT BOUNDARY ELEMENT FORMULATION OF THERMOELASTICITY DOI 10.7712/100016.2025.7178 Typ Conference Proceeding Abstract Autor Rott R Seiten 3190-3200 Link Publikation