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Algebraische Methoden in Kollisionserkennung und Pfadplanung

Algebraic Methods in Collision Detection and Path Planning

Hans-Peter Schröcker (ORCID: 0000-0003-2601-6695)
  • Grant-DOI 10.55776/P23831
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.10.2011
  • Projektende 30.09.2014
  • Bewilligungssumme 191.037 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Elektrotechnik, Elektronik, Informationstechnik (40%); Informatik (10%); Mathematik (50%)

Keywords

    Serial Robot, Parallel Robot, Singularity, Collision Detection, Path Planning, Workspace Components

Abstract Endbericht

Beim Bewegungsdesign eines Roboters oder einer mechanischen Struktur müssen diverse Kriterien beachtet werden. Vor allem muss die Bewegung Kollisionen vermeiden, der Roboter muss Abstand zu singulären Konfigurationen halten und er muss in der für ihn vorgesehenen Komponente des Arbeitsraums bleiben. Zusätzlich soll die Bewegung schnell und glatt sein. Unser Projekt widmet sich einigen Themen in Zusammenhang mit Kollisionserkennung und Bewegungsdesign für Industrieroboter und für andere mechanische Strukuren, die derzeit noch Forschungsgegenstand sind, aber ein gewisses Potential für spätere Anwendungen erkennen lassen. Es handelt sich selbstverständlich nicht um ein neuartiges Forschungsgebiet. Wir sind jedoch überzeugt, dass jüngste Resultate in der Bewegungsplanung, in der algebraischer Geometrie von Manipulatoren und im Computerunterstützten Entwerfen (CAGD) neue Denkmethoden im Zusammenhang mit der Pfadplanung für Roboter ermöglichen, ja sogar erfordern. Im Wesentlichen wollen wir Möglichkeiten erforschen, Roboterpfade zu erzeugen, welche eine algebraische Varietät oder ein aus Stücken einer solchen Varietät zusammengesetztes Objekt vermeiden. Die algebraischen Objekte stellen dabei unerwünschte Komponenten des Arbeitsraums oder Operationsmodus dar. Das Wort "Objekt" kann sich dabei auf physisch vorhandene Hindernisse in der Umgebung des Roboters aber auch auf Singularitäten oder Arbeitsmodi beziehen. Unser Projekt ist in verschiedene Arbeitspakete unterteilt: "Algebraische Toleranzen für Roboter", "Trajektorienbewertung", "Trajektorienerzeugung (zwei Positionen)", "Trajektorienerzeugung unter Berücksichtigung von Hindernissen", "Trajektorienerzeugung (mehrere Positionen)" und schließlich "Kombinierte Ansätze".

Das Forschungsprojekt >>Algebraische Methoden in Kollisionserkennung und Pfadplanung<< widmete sich der Verbesserung von Konstruktion und Leistung bestimmter Mechanismen. Solche >>Getriebe<< sind allgegenwärtig in unserem Alltag, zum Beispiel in bewegungsinduzierenden Geräten, wie Autos oder Waschmaschinen. Sie sind sogar noch bedeutender in der Industrie, als Unterstützung menschlicher Arbeitskräfte oder als Hilfsgeräte während einer komplizierten Operation.Um Mechanismen ef?zient und sicher benutzen zu können, sind verschiedene Anforderungen zu erfüllen. Die einzelnen Glieder des Mechanismus müssen möglichst genau vorde?nierten Pfaden folgen und sie dürfen dabei nicht mit anderen Objekten kollidieren. Außerdem sind gewisse, durch die Geometrie bestimmte, Kon?gurationen zu vermeiden, in denen der Mechanismus außer Kontrolle gerät. Diese Kon?gurationen sind ein wenig mysteriös, haben aber enorme Auswirkungen auf die Leistung: Der Mechanismus kann einfach in sich zusammenfallen oder wegen plötzlich auftretender Gelenkskräfte brechen.In unserem Projekt verwendeten wir Methoden der Algebra, der algebraischen Geometrie und der Computeralgebra um einige der angesprochenen Probleme zu lösen.Wir untersuchten eine neue Idee zur Konstruktion von Mechanismen eines bestimmten Typs, dessen einzelne Glieder günstigen Pfaden folgen. Diese Pfade können leicht am Computer erzeugt werden und eignen sich besonders gut für bestimmte Algorithmen zur Kollisionserkennung. Unter den eher theoretischen Ergebnissen be?ndet sich die Konstruktion einer Familie von räumlichen Mechanismen, die einen Punkt längs einer Geraden führen können. Diese stellen eine mögliche Lösung für ein sehr altes Problem der Getriebelehre dar. Die erste Lösung, der Inversor von Peaucellier, wurde schon im 19. Jahrhundert entdeckt. Mehr praktische Anwendungen hat ein Algorithmus zur Konstruktion von einfachen Mechanismen zu vier vorgegebenen Positionen.Um mögliche Kollisionen für die eben beschriebene Klasse von Mechanismen (und auch einigen anderen) zu erkennen, entwickelten wir einen neuen Algorithmus, der charakteristische Eigenschaften der Relativbewegung der einzelnen Glieder ausnutzt, um letztlich eine Garantie für das Ausbleiben von Kollision zu geben. Die Sicherheit dieser Aussage steht im Gegensatz zu existierenden Algorithmen, die zwar für allgemeinere mechanische Systeme funktionieren, aber oft vereinfachende Annahmen treffen. Man erhält damit zwar rasch eine Aussage über mögliche Kollisionen, aber nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit.Schließlich ?ossen aus dem Projekt auch Beiträge zum Problem der Vermeidung >>gefährlicher<< Kon?gurationen. Besonders wichtig ist ein besseres Verständnis dieser Kon?gurationen und ihrer wechselseitigen Beziehungen. Damit war es möglich, in speziellen Beispielen singularitätenfreie Bewegungen zu entwerfen.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Innsbruck - 100%
Internationale Projektbeteiligte
  • Clément Gosselin, Université Laval - Kanada

Research Output

  • 65 Zitationen
  • 12 Publikationen
Publikationen
  • 2015
    Titel Spatial Straight-Line Linkages by Factorization of Motion Polynomials
    DOI 10.1115/1.4031806
    Typ Journal Article
    Autor Li Z
    Journal Journal of Mechanisms and Robotics
    Seiten 021002
    Link Publikation
  • 2015
    Titel Four-Pose Synthesis of Angle-Symmetric 6R Linkages
    DOI 10.1115/1.4029186
    Typ Journal Article
    Autor Hegedüs G
    Journal Journal of Mechanisms and Robotics
    Seiten 041006
    Link Publikation
  • 2011
    Titel Elegante Bewegungsschule.
    Typ Journal Article
    Autor Schröcker Hp
    Journal Konstruktion für Elektronik und Maschinenbau
  • 2013
    Titel Operation Modes of Lower-Mobility Parallel Manipulators.
    Typ Conference Proceeding Abstract
    Autor Schadlbauer J
    Konferenz Second Conference on Interdisciplinary Applications in Kinematics. Lima, Peru
  • 2014
    Titel Spatial Straight Line Linkages by Factorization of Motion Polynomials
    DOI 10.48550/arxiv.1410.2752
    Typ Preprint
    Autor Li Z
  • 2014
    Titel Joint Trajectory Generation Using All Solutions of Inverse Kinematics of General 6-R Robots.
    Typ Conference Proceeding Abstract
    Autor Husty L Et Al
    Konferenz Proceedings of the Austrian Robotics Workshop 2014. Ed. by Hubert Gattringer and Klemens Springer
  • 2014
    Titel Joint Trajectory Optimization Using All Solutions of Inverse Kinematics of General 6-R Robots
    DOI 10.1007/978-3-319-09858-6_40
    Typ Book Chapter
    Autor Kuenzer U
    Verlag Springer Nature
    Seiten 423-432
  • 2016
    Titel Generation and optimal choice of joint trajectories using all solutions of inverse kinematics of general 6-R robots
    DOI 10.1080/15397734.2016.1152192
    Typ Journal Article
    Autor Kuenzer U
    Journal Mechanics Based Design of Structures and Machines
    Seiten 146-159
  • 2013
    Titel Guaranteed Collision Detection With Toleranced Motions
    DOI 10.48550/arxiv.1310.8097
    Typ Preprint
    Autor Schröcker H
  • 2013
    Titel Four-Pose Synthesis of Angle-Symmetric 6R Linkages
    DOI 10.48550/arxiv.1309.4959
    Typ Preprint
    Autor Hegedüs G
  • 2014
    Titel Guaranteed collision detection with toleranced motions
    DOI 10.1016/j.cagd.2014.08.001
    Typ Journal Article
    Autor Schröcker H
    Journal Computer Aided Geometric Design
    Seiten 602-612
    Link Publikation
  • 2014
    Titel Operation Modes in Lower-Mobility Parallel Manipulators
    DOI 10.1007/978-3-319-10723-3_1
    Typ Book Chapter
    Autor Schadlbauer J
    Verlag Springer Nature
    Seiten 1-9

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