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Übergangsmetallkatalysatoren für asymmetrische Transformationen

Oxazoline based transition metal catalysts for asymmetric transformations

Walter Weissensteiner (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/P23376
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 02.05.2011
  • Projektende 01.09.2014
  • Bewilligungssumme 98.742 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Chemie (100%)

Keywords

    Asymmetric Catalysis, Hydrogenation, Ruthenium, Iridium, Oxalines, Phosphines

Abstract Endbericht

Die Anforderungen an die Produktion von bioaktiven Verbindungen wie etwa Pharmazeutika, Duftstoffe, Herbizide oder Pestizide werden im strikter und regulierter, sodass auch der Bedarf an selektiven und umweltverträglichen Synthesemethoden stark ansteigt. Da eine Vielzahl solcher bioaktiver Stoffe in spiegelbildlichen Formen existieren kann und diese meist auch noch stark unterschiedliche bioaktive Wirkungen entfalten, ist die Entwicklung hochselektiver Synthesemethoden von größter Bedeutung. Von den zur Verfügung stehenden Methoden ist sicherlich die homogene asymmetrische Katalyse eine der interessantesten und erfolgversprechendsten. In der industriellen Produktion, bei der ja große Stoffmengen umgesetzt werden müssen, hat sich insbesonders die asymmetrische Hydrierung durchgesetzt. Bei diesen Reaktionen wird einerseits billiger Wasserstoff als Reagens eingesetzt und andererseits fallen bei katalytischen Hydrierungen praktisch keine unerwünschten Nebenprodukte an. Bei asymmetrischen Hydrierkatalysatoren handelt es sich zumeist um Koordinations- verbindungen der Metalle Ruthenium, Rhodium oder Iridium, an die jeweils noch mindestens ein enantiomerenreiner Phosphan-Ligand gebunden ist. Ihr Einsatz wird allerdings dadurch limitiert, dass die Selektivität der Reaktionen nicht nur vom Katalysator, sondern auch sehr stark vom verwendeten Substrat abhängt. Um dieses Problem zu umgehen, werden für neuartige Katalysatoren nicht mehr einzelne Liganden, sondern ganze Gruppen von strukturell ähnlichen Verbindungen, die sogenannten Ligandenfamilien, entwickelt. Dadurch können Katalysatoren sehr schnell an die jeweiligen Substrate angepaßt werden. Im Rahmen dieses Projekts werden zwei neue Ligandenfamilien entwickelt, von denen erwartet werden kann, dass sie in der Hydrierung von Alkenen, Ketonen und insbesonders von Iminen eingesetzt werden können, wobei besonders der Reduktion von Iminen zu enantiomerenreinen Aminen große kommerzielle Bedeutung zukommt. Die Umsetzung dieses Vorschlag erfordert einige sequenzielle Schritte: (i) die Entwicklung geeigneter Protokolle, die die Synthese vieler Ligandenvariationen auf ein und demselben Syntheseweg erlaubt; (ii) die Darstellung von für die Katalyse geeigneten Koordinationskomplexen; (iii) ein umfangreiches Screening von Liganden und Komplexen in diversen Hydrierreaktionen; sowie (iv) eine kritische Auswertung der Resultate mit dem Ziel, geeignete Anwendungen zu finden. Im Mittelpunkt des Katalysator Screening-Programms werden Ruthenium- katalysierte Hydrierungen von Ketonen und Iridium-katalysierte Hydrierungen von Iminen stehen.

Die Anforderungen an die Produktion von bioaktiven Verbindungen wie etwa Pharmazeutika, Duftstoffe, Herbizide oder Pestizide werden im strikter und regulierter, sodass auch der Bedarf an selektiven und umweltverträglichen Synthesemethoden stark ansteigt. Da eine Vielzahl solcher bioaktiver Stoffe in spiegelbildlichen Formen existieren kann und diese meist auch noch stark unterschiedliche bioaktive Wirkungen entfalten, ist die Entwicklung hochselektiver Synthesemethoden von größter Bedeutung. Von den zur Verfügung stehenden Methoden ist sicherlich die homogene asymmetrische Katalyse eine der interessantesten und erfolgversprechendsten. In der industriellen Produktion, bei der ja große Stoffmengen umgesetzt werden müssen, hat sich insbesonders die asymmetrische Hydrierung durchgesetzt. Bei diesen Reaktionen wird einerseits billiger Wasserstoff als Reagens eingesetzt und andererseits fallen bei katalytischen Hydrierungen praktisch keine unerwünschten Nebenprodukte an.Bei asymmetrischen Hydrierkatalysatoren handelt es sich zumeist um Koordinationsverbindungen der Metalle Ruthenium, Rhodium oder Iridium, an die jeweils noch mindestens ein enantiomerenreiner Phosphan-Ligand gebunden ist. Ihr Einsatz wird allerdings dadurch limitiert, dass die Selektivität der Reaktionen nicht nur vom Katalysator, sondern auch sehr stark vom verwendeten Substrat abhängt. Um dieses Problem zu umgehen, werden für neuartige Katalysatoren nicht mehr einzelne Liganden, sondern ganze Gruppen von strukturell ähnlichen Verbindungen, die sogenannten Ligandenfamilien, entwickelt. Dadurch können Katalysatoren sehr schnell an die jeweiligen Substrate angepasst werden.Im Rahmen dieses Projekts wurden zwei neue Ligandenfamilien entwickelt, die in der Rhodium- und Ruthenium-katalysierten asymmetrischen Hydrierung von Alkenen und Ketonen eingesetzt werden können. Eine Ligandengruppe basiert auf einem Ferrocenyloxazolin-Gerüst, während die andere Ligandenfamilie auf einem Biferrocen-Grundkörper aufbaut. Exzellente Ergebnisse konnten in der asymmetrischen Hydrierung von Ketonen sowie von 2-Alkylzimtsäuren erzielt werden.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%
Internationale Projektbeteiligte
  • Felix Spindler, Solvias AG - Schweiz

Research Output

  • 147 Zitationen
  • 5 Publikationen
Publikationen
  • 2012
    Titel Ruthenium Complexes of Phosphino-Substituted Ferrocenyloxazolines in the Asymmetric Hydrogenation and Transfer Hydrogenation of Ketones: A Comparison
    DOI 10.1021/om300188g
    Typ Journal Article
    Autor Zirakzadeh A
    Journal Organometallics
    Seiten 4241-4250
  • 2011
    Titel Synthesis, Coordination Behavior, and Structural Features of Chiral Amino-, Pyrazolyl-, and Phosphino-Substituted Ferrocenyloxazolines and Their Application in Asymmetric Hydrogenations
    DOI 10.1021/om200557c
    Typ Journal Article
    Autor Schuecker R
    Journal Organometallics
    Seiten 4711-4719
  • 2013
    Titel Biferrocene-Based Diphosphine Ligands: Synthesis and Application of Walphos Analogues in Asymmetric Hydrogenations
    DOI 10.1021/om3012147
    Typ Journal Article
    Autor Zirakzadeh A
    Journal Organometallics
    Seiten 1075-1084
    Link Publikation
  • 2015
    Titel Halide-Mediated Ortho-Deprotonation Reactions Applied to the Synthesis of 1,2- and 1,3-Disubstituted Ferrocene Derivatives
    DOI 10.1021/acs.organomet.5b00464
    Typ Journal Article
    Autor Zirakzadeh A
    Journal Organometallics
    Seiten 3820-3832
    Link Publikation
  • 2014
    Titel Walphos versus Biferrocene-Based Walphos Analogues in the Asymmetric Hydrogenation of Alkenes and Ketones
    DOI 10.1021/om401074a
    Typ Journal Article
    Autor Zirakzadeh A
    Journal Organometallics
    Seiten 1945-1952
    Link Publikation

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