J.E. Trojer: Dokumentationsband Denk- und Arbeitsweise
J.E. Trojer: Documentation of his Thinking and Methods
Wissenschaftsdisziplinen
Geschichte, Archäologie (15%); Sprach- und Literaturwissenschaften (85%)
Keywords
-
Edition,
Interdisciplinary Approach,
Scientific Documentation Volume,
Regional Literature And Culture,
Philological Research
Ziel des Forschungsprojekts ist es, aus der Perspektive verschiedener Disziplinen signifikante Aussagen über die stets interdisziplinär ausgerichtete Denk- und Arbeitsweise des Osttiroler Schriftstellers, Publizisten, Sprachforschers, Historikers und Volkskundlers Johannes E. Trojer (1935-1991) zu treffen. Die Ergebnisse dieser Einzelforschungen anhand des umfangreichen Nachlasses (140 Kartons) sollen gebündelt als wissenschaftliche Beiträge in einem Dokumentationsband publiziert werden. Dieser Band stellt das "Herzstück" eines Editionsprojekts dar, das die zeithistorischen, literarischen und publizistischen Arbeiten Trojers umfasst. Zudem werden darin Aufsätze von Gastautoren anderer Wissenschaftsdisziplinen integriert, die im Rahmen einer von den Projektanten betreuten interdisziplinären Arbeitsgruppe jeweils einen bestimmten Aspekt von Trojers Arbeit abdecken. Das Forschungsinteresse richtet sich auf die einzelnen Schritte in Trojers Arbeitsprozess und die sich darin widerspiegelnde Überlagerung seiner Arbeitsfelder. Anhand von Fallbeispielen aus jedem Fachgebiet soll Trojers unkonventionelle Arbeitsweise nachvollziehbar gemacht und Verschiebungen innerhalb seiner Tätigkeitsbereiche im Laufe der Jahrzehnte aufgezeigt werden. Dabei wird Trojers historisch-volkskundliche und zeithistorische Forschung im Kontext seiner journalistischen und literarischen Arbeiten als dauerhafte Feldkonstellation, als "dörfliche Versuchsanordnung", aufgefasst. Das im Nachlass versammelte Material macht es möglich, Trojer als Prototyp einer "angewandeten Forschungspraxis" zu analysieren, der sich aufgrund seines kritischen Umgangs mit lokaler bzw. regionaler Vergangenheit und Gegenwart systematisch zum Kristallisationspunkt von Identitätsvorstellungen der ihn umgebenden sozialen Räume und Gruppen des Villgratentales, wo Trojer lebte und wirkte, machte bzw. dazu gemacht wurde. Die in dem Band präsentierte Wechselwirkung von (zeit)historisch-ethnologischer Feldforschung, Literatur und Gesellschaft eröffnet neue Zugänge für den lokalen Ortschronisten wie wissenschaftlichen Experten und gibt wichtige Impulse für weitere wissenschaftliche (Feld-)Forschungen - haben sie nun einen Nachlass, eine Institutionen-Geschichte oder ein gedächtnisspezifisches Projekt aus dem Bereich der (Literatur-)Wissenschaft zum Thema. Darüber hinaus sei besonders auf die Gegenwartsrelevanz des in den Fotografien aufgezeigten Talwandels (Baustruktur, religiöse Symboliken, kulturelle Aktivitäten) für die heutige Bevölkerung hingewiesen, aber auch auf dessen Bedeutung für die Wissenschaft (Zeitgeschichte, Agrargeschichte, Alltagsgeschichte, Ethnologie, Kunstgeschichte). Das dörfliche Sozial- und Machtgefüge wurde schließlich von Trojer auf Schritt und Tritt dokumentiert - und selbst, wenn es um ein Jahrhunderte zurückliegendes Thema, eine literarische Montage oder eine Bilderfolge aus dem Zweiten Weltkrieg geht: Stets stellt der aufmerksame Chronist Trojer einen Bezug zu seinen Zeitgenossen her.
Ziel des Forschungsprojekts ist es, aus der Perspektive verschiedener Disziplinen signifikante Aussagen über die stets interdisziplinär ausgerichtete Denk- und Arbeitsweise des Osttiroler Schriftstellers, Publizisten, Sprachforschers, Historikers und Volkskundlers Johannes E. Trojer (1935-1991) zu treffen. Die Ergebnisse dieser Einzelforschungen anhand des umfangreichen Nachlasses (140 Kartons) sollen gebündelt als wissenschaftliche Beiträge in einem Dokumentationsband publiziert werden. Dieser Band stellt das "Herzstück" eines Editionsprojekts dar, das die zeithistorischen, literarischen und publizistischen Arbeiten Trojers umfasst. Zudem werden darin Aufsätze von Gastautoren anderer Wissenschaftsdisziplinen integriert, die im Rahmen einer von den Projektanten betreuten interdisziplinären Arbeitsgruppe jeweils einen bestimmten Aspekt von Trojers Arbeit abdecken. Das Forschungsinteresse richtet sich auf die einzelnen Schritte in Trojers Arbeitsprozess und die sich darin widerspiegelnde Überlagerung seiner Arbeitsfelder. Anhand von Fallbeispielen aus jedem Fachgebiet soll Trojers unkonventionelle Arbeitsweise nachvollziehbar gemacht und Verschiebungen innerhalb seiner Tätigkeitsbereiche im Laufe der Jahrzehnte aufgezeigt werden. Dabei wird Trojers historisch-volkskundliche und zeithistorische Forschung im Kontext seiner journalistischen und literarischen Arbeiten als dauerhafte Feldkonstellation, als "dörfliche Versuchsanordnung", aufgefasst. Das im Nachlass versammelte Material macht es möglich, Trojer als Prototyp einer "angewandeten Forschungspraxis" zu analysieren, der sich aufgrund seines kritischen Umgangs mit lokaler bzw. regionaler Vergangenheit und Gegenwart systematisch zum Kristallisationspunkt von Identitätsvorstellungen der ihn umgebenden sozialen Räume und Gruppen des Villgratentales, wo Trojer lebte und wirkte, machte bzw. dazu gemacht wurde. Die in dem Band präsentierte Wechselwirkung von (zeit)historisch-ethnologischer Feldforschung, Literatur und Gesellschaft eröffnet neue Zugänge für den lokalen Ortschronisten wie wissenschaftlichen Experten und gibt wichtige Impulse für weitere wissenschaftliche (Feld-)Forschungen - haben sie nun einen Nachlass, eine Institutionen-Geschichte oder ein gedächtnisspezifisches Projekt aus dem Bereich der (Literatur-)Wissenschaft zum Thema. Darüber hinaus sei besonders auf die Gegenwartsrelevanz des in den Fotografien aufgezeigten Talwandels (Baustruktur, religiöse Symboliken, kulturelle Aktivitäten) für die heutige Bevölkerung hingewiesen, aber auch auf dessen Bedeutung für die Wissenschaft (Zeitgeschichte, Agrargeschichte, Alltagsgeschichte, Ethnologie, Kunstgeschichte). Das dörfliche Sozial- und Machtgefüge wurde schließlich von Trojer auf Schritt und Tritt dokumentiert - und selbst, wenn es um ein Jahrhunderte zurückliegendes Thema, eine literarische Montage oder eine Bilderfolge aus dem Zweiten Weltkrieg geht: Stets stellt der aufmerksame Chronist Trojer einen Bezug zu seinen Zeitgenossen her.
- Universität Innsbruck - 100%