Die Berechnung der Homologie im Bildkontext
Computing Homology within Image Context (CHIC)
Wissenschaftsdisziplinen
Informatik (50%); Mathematik (50%)
Keywords
-
Homology Generators,
Digital Images,
Topological Invariants,
Hierarchical Structures,
Combinatorial Structures
Invarianten von Objektklassen spielen in der digitalen Bildverarbeitung und speziell in der Bildanalyse und der geometrischen Modellierung eine Schlüsselrolle. Die Berechnung und die Repräsentation topologischer Information (Nachbarschaft, Zusammenhang, Orientierung, usw.) bilden einen wichtigen Bestandteil in Anwendungen wie Bildklassifikation, Indizierung, Formbeschreibung und Formerkennung. Auch Anwendungen der geometrischen Modellierung berücksichtigen topologische Kriterien, um die Verlässlichkeit einer Konstruktion zu gewährleisten oder um das Ergebnis von Konstruktionsschritten zu überwachen. Die Homologie ist eine algorithmisch berechenbare, topologische Invariante, die ein Objekt durch seine "Löcher" charakterisiert. Der Begriff "Loch" wird dabei für jede beliebige Dimension definiert. Informell sind die "Löcher der Dimension 0" eines 3D Objektes seine Zusammenhangskomponenten, "Löcher der Dimension 1" seine Tunnel und "Löcher der Dimension 2" seine Hohlräume. Dieses Projekt beschäftigt sich mit der Berechnung und der Verwendung von Homologieinformation (Homologiegruppen und deren Generatoren) von Objekten in digitalen Bildern und deren Verwendung in der digitalen Bildverarbeitung. Die Entwicklung der Theorie sowie der Anwendungspraxis ist geplant, um "sinnvolle" Homologieinformation aus dem Bildkontext effizient zu extrahieren. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen wir bekannte Techniken der algebraischen Topologie, der diskreten und der algorithmischen Geometrie kombinieren und so neue, Homologie- basierte Algorithmen für Computerbilder entwickeln. Eine Herausforderung und auch die Originalität dieses Projektes liegt in einem besseren Verständnis des Verhaltens von homologischer Information auf Strukturen und auf Operationen in digitalen Bildern. Die Ergebnisse dieser Studie werden verwendet werden, um gleichzeitig die Rechenkomplexität der Homologieberechnung von Bildobjekten zu verringern und um die Bedeutung von Homologiebestandteilen im Anwendungsbezug zu definieren. Folgende große Forschungsrichtungen werden verfolgt: die Stabilität der Generatoren unter dem Einfluss von Bildoperationen, die homologische Klassifikation von Bildern, die spezifische Wirksamkeit verschiedener kombinatorischer Strukturen und die effiziente Berechnung der Homologieinformation. Um unser Ziel zu erreichen, werden wir folgende Fragen ansprechen: Wie stabil sind Homologiegeneratoren unter verschiedenen Arten von Störungen (Bildrauschen, Veränderungen der Daten,...) und Transformationen (Objektverschmelzung, `Löcher` ausschneiden, ...)? Kann man Homologieinformation eines Objektes seiner Projektion oder seinem Schnittbild entnehmen? Welche kombinatorischen Strukturen sind gut geeignet, um die Homologie effizient zu berechnen? Gibt es einen Begriff der "Nachbarschaft" für Objektklassen, die von Generatoren erzeugt werden? Ist es möglich, für eine gegebene Anwendung (Videoverfolgung, Objektkategorisierung,) eine gut geeignete Menge von Homologiegeneratoren zu bestimmen? Das Projekt basiert auf der komplementären wissenschaftlichen Expertise der Partner. PRIP (Wien, Österreich), SIC (Poitiers, Frankreich) und LAIC (Clermont, Frankreich) haben ihr Interesse und ihre Kompetenz durch Publikationen im Bereich der Berechnung topologischer Invarianten in digitalen Bildern bereits gezeigt. Der darüber hinausgehende notwendige theoretische Hintergrund wird durch die Expertise von LMA (Poitiers, Frankreich) eingebracht.
Invarianten von Objektklassen spielen in der digitalen Bildverarbeitung und speziell in der Bildanalyse und der geometrischen Modellierung eine Schlüsselrolle. Die Berechnung und die Repräsentation topologischer Information (Nachbarschaft, Zusammenhang, Orientierung, usw.) bilden einen wichtigen Bestandteil in Anwendungen wie Bildklassifikation, Indizierung, Formbeschreibung und Formerkennung. Auch Anwendungen der geometrischen Modellierung berücksichtigen topologische Kriterien, um die Verlässlichkeit einer Konstruktion zu gewährleisten oder um das Ergebnis von Konstruktionsschritten zu überwachen. Die Homologie ist eine algorithmisch berechenbare, topologische Invariante, die ein Objekt durch seine "Löcher" charakterisiert. Der Begriff "Loch" wird dabei für jede beliebige Dimension definiert. Informell sind die "Löcher der Dimension 0" eines 3D Objektes seine Zusammenhangskomponenten, "Löcher der Dimension 1" seine Tunnel und "Löcher der Dimension 2" seine Hohlräume. Dieses Projekt beschäftigt sich mit der Berechnung und der Verwendung von Homologieinformation (Homologiegruppen und deren Generatoren) von Objekten in digitalen Bildern und deren Verwendung in der digitalen Bildverarbeitung. Die Entwicklung der Theorie sowie der Anwendungspraxis ist geplant, um "sinnvolle" Homologieinformation aus dem Bildkontext effizient zu extrahieren. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen wir bekannte Techniken der algebraischen Topologie, der diskreten und der algorithmischen Geometrie kombinieren und so neue, Homologie- basierte Algorithmen für Computerbilder entwickeln. Eine Herausforderung und auch die Originalität dieses Projektes liegt in einem besseren Verständnis des Verhaltens von homologischer Information auf Strukturen und auf Operationen in digitalen Bildern. Die Ergebnisse dieser Studie werden verwendet werden, um gleichzeitig die Rechenkomplexität der Homologieberechnung von Bildobjekten zu verringern und um die Bedeutung von Homologiebestandteilen im Anwendungsbezug zu definieren. Folgende große Forschungsrichtungen werden verfolgt: die Stabilität der Generatoren unter dem Einfluss von Bildoperationen, die homologische Klassifikation von Bildern, die spezifische Wirksamkeit verschiedener kombinatorischer Strukturen und die effiziente Berechnung der Homologieinformation. Um unser Ziel zu erreichen, werden wir folgende Fragen ansprechen: Wie stabil sind Homologiegeneratoren unter verschiedenen Arten von Störungen (Bildrauschen, Veränderungen der Daten,...) und Transformationen (Objektverschmelzung, `Löcher` ausschneiden, ...)? Kann man Homologieinformation eines Objektes seiner Projektion oder seinem Schnittbild entnehmen? Welche kombinatorischen Strukturen sind gut geeignet, um die Homologie effizient zu berechnen? Gibt es einen Begriff der "Nachbarschaft" für Objektklassen, die von Generatoren erzeugt werden? Ist es möglich, für eine gegebene Anwendung (Videoverfolgung, Objektkategorisierung, ...) eine gut geeignete Menge von Homologiegeneratoren zu bestimmen? Das Projekt basiert auf der komplementären wissenschaftlichen Expertise der Partner. PRIP (Wien, Österreich), SIC (Poitiers, Frankreich) und LAIC (Clermont, Frankreich) haben ihr Interesse und ihre Kompetenz durch Publikationen im Bereich der Berechnung topologischer Invarianten in digitalen Bildern bereits gezeigt. Der darüber hinausgehende notwendige theoretische Hintergrund wird durch die Expertise von LMA (Poitiers, Frankreich) eingebracht.
- Technische Universität Wien - 100%
- Luc Brun, Ecole Nationale Superieure d Ingenieurs de Caen - Frankreich
- Pascal Lienhardt, Université de Poitiers - Frankreich
- Herbert Edelsbrunner, Duke University - Vereinigte Staaten von Amerika
Research Output
- 282 Zitationen
- 10 Publikationen
-
2012
Titel Homological optimality in Discrete Morse Theory through chain homotopies DOI 10.1016/j.patrec.2012.01.014 Typ Journal Article Autor Molina-Abril H Journal Pattern Recognition Letters Seiten 1501-1506 Link Publikation -
2012
Titel Searching high order invariants in computer imagery DOI 10.1007/s00200-012-0169-5 Typ Journal Article Autor Berciano A Journal Applicable Algebra in Engineering, Communication and Computing Seiten 17-28 -
2012
Titel On the search of optimal reconstruction resolution DOI 10.1016/j.patrec.2011.10.006 Typ Journal Article Autor Vuçini E Journal Pattern Recognition Letters Seiten 1460-1467 Link Publikation -
2011
Titel Efficient Computation of Persistent Homology for Cubical Data DOI 10.1007/978-3-642-23175-9_7 Typ Book Chapter Autor Wagner H Verlag Springer Nature Seiten 91-106 -
2011
Titel A new algorithm for computing the 2-dimensional matching distance between size functions DOI 10.1016/j.patrec.2011.07.014 Typ Journal Article Autor Biasotti S Journal Pattern Recognition Letters Seiten 1735-1746 Link Publikation -
2011
Titel On certain optimal diffeomorphisms between closed curves DOI 10.1515/form.2011.172 Typ Journal Article Autor Cerri A Journal Forum Mathematicum Seiten 1611-1628 Link Publikation -
2011
Titel Diffusion Runs Low on Persistence Fast**The authors acknowledge partial support by the FWF under grant P20134-N13 and the NFS under grant DBI-0820624. DOI 10.1109/iccv.2011.6126271 Typ Conference Proceeding Abstract Autor Chen C Seiten 423-430 -
2011
Titel Enforcing Topological Constraints in Random Field Image Segmentation DOI 10.1109/cvpr.2011.5995503 Typ Conference Proceeding Abstract Autor Chen C Seiten 2089-2096 -
2013
Titel Betti numbers in multidimensional persistent homology are stable functions DOI 10.1002/mma.2704 Typ Journal Article Autor Cerri A Journal Mathematical Methods in the Applied Sciences Seiten 1543-1557 Link Publikation -
2013
Titel Crypts detection in microscopic images using hierarchical structures DOI 10.1016/j.patrec.2012.11.008 Typ Journal Article Autor Smochina C Journal Pattern Recognition Letters Seiten 934-941