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Die Berechnung der Homologie im Bildkontext

Computing Homology within Image Context (CHIC)

Walter G. Kropatsch (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/P20134
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.08.2008
  • Projektende 31.12.2011
  • Bewilligungssumme 270.952 €

Wissenschaftsdisziplinen

Informatik (50%); Mathematik (50%)

Keywords

    Homology Generators, Digital Images, Topological Invariants, Hierarchical Structures, Combinatorial Structures

Abstract Endbericht

Invarianten von Objektklassen spielen in der digitalen Bildverarbeitung und speziell in der Bildanalyse und der geometrischen Modellierung eine Schlüsselrolle. Die Berechnung und die Repräsentation topologischer Information (Nachbarschaft, Zusammenhang, Orientierung, usw.) bilden einen wichtigen Bestandteil in Anwendungen wie Bildklassifikation, Indizierung, Formbeschreibung und Formerkennung. Auch Anwendungen der geometrischen Modellierung berücksichtigen topologische Kriterien, um die Verlässlichkeit einer Konstruktion zu gewährleisten oder um das Ergebnis von Konstruktionsschritten zu überwachen. Die Homologie ist eine algorithmisch berechenbare, topologische Invariante, die ein Objekt durch seine "Löcher" charakterisiert. Der Begriff "Loch" wird dabei für jede beliebige Dimension definiert. Informell sind die "Löcher der Dimension 0" eines 3D Objektes seine Zusammenhangskomponenten, "Löcher der Dimension 1" seine Tunnel und "Löcher der Dimension 2" seine Hohlräume. Dieses Projekt beschäftigt sich mit der Berechnung und der Verwendung von Homologieinformation (Homologiegruppen und deren Generatoren) von Objekten in digitalen Bildern und deren Verwendung in der digitalen Bildverarbeitung. Die Entwicklung der Theorie sowie der Anwendungspraxis ist geplant, um "sinnvolle" Homologieinformation aus dem Bildkontext effizient zu extrahieren. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen wir bekannte Techniken der algebraischen Topologie, der diskreten und der algorithmischen Geometrie kombinieren und so neue, Homologie- basierte Algorithmen für Computerbilder entwickeln. Eine Herausforderung und auch die Originalität dieses Projektes liegt in einem besseren Verständnis des Verhaltens von homologischer Information auf Strukturen und auf Operationen in digitalen Bildern. Die Ergebnisse dieser Studie werden verwendet werden, um gleichzeitig die Rechenkomplexität der Homologieberechnung von Bildobjekten zu verringern und um die Bedeutung von Homologiebestandteilen im Anwendungsbezug zu definieren. Folgende große Forschungsrichtungen werden verfolgt: die Stabilität der Generatoren unter dem Einfluss von Bildoperationen, die homologische Klassifikation von Bildern, die spezifische Wirksamkeit verschiedener kombinatorischer Strukturen und die effiziente Berechnung der Homologieinformation. Um unser Ziel zu erreichen, werden wir folgende Fragen ansprechen: Wie stabil sind Homologiegeneratoren unter verschiedenen Arten von Störungen (Bildrauschen, Veränderungen der Daten,...) und Transformationen (Objektverschmelzung, `Löcher` ausschneiden, ...)? Kann man Homologieinformation eines Objektes seiner Projektion oder seinem Schnittbild entnehmen? Welche kombinatorischen Strukturen sind gut geeignet, um die Homologie effizient zu berechnen? Gibt es einen Begriff der "Nachbarschaft" für Objektklassen, die von Generatoren erzeugt werden? Ist es möglich, für eine gegebene Anwendung (Videoverfolgung, Objektkategorisierung,) eine gut geeignete Menge von Homologiegeneratoren zu bestimmen? Das Projekt basiert auf der komplementären wissenschaftlichen Expertise der Partner. PRIP (Wien, Österreich), SIC (Poitiers, Frankreich) und LAIC (Clermont, Frankreich) haben ihr Interesse und ihre Kompetenz durch Publikationen im Bereich der Berechnung topologischer Invarianten in digitalen Bildern bereits gezeigt. Der darüber hinausgehende notwendige theoretische Hintergrund wird durch die Expertise von LMA (Poitiers, Frankreich) eingebracht.

Invarianten von Objektklassen spielen in der digitalen Bildverarbeitung und speziell in der Bildanalyse und der geometrischen Modellierung eine Schlüsselrolle. Die Berechnung und die Repräsentation topologischer Information (Nachbarschaft, Zusammenhang, Orientierung, usw.) bilden einen wichtigen Bestandteil in Anwendungen wie Bildklassifikation, Indizierung, Formbeschreibung und Formerkennung. Auch Anwendungen der geometrischen Modellierung berücksichtigen topologische Kriterien, um die Verlässlichkeit einer Konstruktion zu gewährleisten oder um das Ergebnis von Konstruktionsschritten zu überwachen. Die Homologie ist eine algorithmisch berechenbare, topologische Invariante, die ein Objekt durch seine "Löcher" charakterisiert. Der Begriff "Loch" wird dabei für jede beliebige Dimension definiert. Informell sind die "Löcher der Dimension 0" eines 3D Objektes seine Zusammenhangskomponenten, "Löcher der Dimension 1" seine Tunnel und "Löcher der Dimension 2" seine Hohlräume. Dieses Projekt beschäftigt sich mit der Berechnung und der Verwendung von Homologieinformation (Homologiegruppen und deren Generatoren) von Objekten in digitalen Bildern und deren Verwendung in der digitalen Bildverarbeitung. Die Entwicklung der Theorie sowie der Anwendungspraxis ist geplant, um "sinnvolle" Homologieinformation aus dem Bildkontext effizient zu extrahieren. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen wir bekannte Techniken der algebraischen Topologie, der diskreten und der algorithmischen Geometrie kombinieren und so neue, Homologie- basierte Algorithmen für Computerbilder entwickeln. Eine Herausforderung und auch die Originalität dieses Projektes liegt in einem besseren Verständnis des Verhaltens von homologischer Information auf Strukturen und auf Operationen in digitalen Bildern. Die Ergebnisse dieser Studie werden verwendet werden, um gleichzeitig die Rechenkomplexität der Homologieberechnung von Bildobjekten zu verringern und um die Bedeutung von Homologiebestandteilen im Anwendungsbezug zu definieren. Folgende große Forschungsrichtungen werden verfolgt: die Stabilität der Generatoren unter dem Einfluss von Bildoperationen, die homologische Klassifikation von Bildern, die spezifische Wirksamkeit verschiedener kombinatorischer Strukturen und die effiziente Berechnung der Homologieinformation. Um unser Ziel zu erreichen, werden wir folgende Fragen ansprechen: Wie stabil sind Homologiegeneratoren unter verschiedenen Arten von Störungen (Bildrauschen, Veränderungen der Daten,...) und Transformationen (Objektverschmelzung, `Löcher` ausschneiden, ...)? Kann man Homologieinformation eines Objektes seiner Projektion oder seinem Schnittbild entnehmen? Welche kombinatorischen Strukturen sind gut geeignet, um die Homologie effizient zu berechnen? Gibt es einen Begriff der "Nachbarschaft" für Objektklassen, die von Generatoren erzeugt werden? Ist es möglich, für eine gegebene Anwendung (Videoverfolgung, Objektkategorisierung, ...) eine gut geeignete Menge von Homologiegeneratoren zu bestimmen? Das Projekt basiert auf der komplementären wissenschaftlichen Expertise der Partner. PRIP (Wien, Österreich), SIC (Poitiers, Frankreich) und LAIC (Clermont, Frankreich) haben ihr Interesse und ihre Kompetenz durch Publikationen im Bereich der Berechnung topologischer Invarianten in digitalen Bildern bereits gezeigt. Der darüber hinausgehende notwendige theoretische Hintergrund wird durch die Expertise von LMA (Poitiers, Frankreich) eingebracht.

Forschungsstätte(n)
  • Technische Universität Wien - 100%
Internationale Projektbeteiligte
  • Luc Brun, Ecole Nationale Superieure d Ingenieurs de Caen - Frankreich
  • Pascal Lienhardt, Université de Poitiers - Frankreich
  • Herbert Edelsbrunner, Duke University - Vereinigte Staaten von Amerika

Research Output

  • 282 Zitationen
  • 10 Publikationen
Publikationen
  • 2012
    Titel Homological optimality in Discrete Morse Theory through chain homotopies
    DOI 10.1016/j.patrec.2012.01.014
    Typ Journal Article
    Autor Molina-Abril H
    Journal Pattern Recognition Letters
    Seiten 1501-1506
    Link Publikation
  • 2012
    Titel Searching high order invariants in computer imagery
    DOI 10.1007/s00200-012-0169-5
    Typ Journal Article
    Autor Berciano A
    Journal Applicable Algebra in Engineering, Communication and Computing
    Seiten 17-28
  • 2012
    Titel On the search of optimal reconstruction resolution
    DOI 10.1016/j.patrec.2011.10.006
    Typ Journal Article
    Autor Vuçini E
    Journal Pattern Recognition Letters
    Seiten 1460-1467
    Link Publikation
  • 2011
    Titel Efficient Computation of Persistent Homology for Cubical Data
    DOI 10.1007/978-3-642-23175-9_7
    Typ Book Chapter
    Autor Wagner H
    Verlag Springer Nature
    Seiten 91-106
  • 2011
    Titel A new algorithm for computing the 2-dimensional matching distance between size functions
    DOI 10.1016/j.patrec.2011.07.014
    Typ Journal Article
    Autor Biasotti S
    Journal Pattern Recognition Letters
    Seiten 1735-1746
    Link Publikation
  • 2011
    Titel On certain optimal diffeomorphisms between closed curves
    DOI 10.1515/form.2011.172
    Typ Journal Article
    Autor Cerri A
    Journal Forum Mathematicum
    Seiten 1611-1628
    Link Publikation
  • 2011
    Titel Diffusion Runs Low on Persistence Fast**The authors acknowledge partial support by the FWF under grant P20134-N13 and the NFS under grant DBI-0820624.
    DOI 10.1109/iccv.2011.6126271
    Typ Conference Proceeding Abstract
    Autor Chen C
    Seiten 423-430
  • 2011
    Titel Enforcing Topological Constraints in Random Field Image Segmentation
    DOI 10.1109/cvpr.2011.5995503
    Typ Conference Proceeding Abstract
    Autor Chen C
    Seiten 2089-2096
  • 2013
    Titel Betti numbers in multidimensional persistent homology are stable functions
    DOI 10.1002/mma.2704
    Typ Journal Article
    Autor Cerri A
    Journal Mathematical Methods in the Applied Sciences
    Seiten 1543-1557
    Link Publikation
  • 2013
    Titel Crypts detection in microscopic images using hierarchical structures
    DOI 10.1016/j.patrec.2012.11.008
    Typ Journal Article
    Autor Smochina C
    Journal Pattern Recognition Letters
    Seiten 934-941

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