Augustinus-Handschriften in Thüringen und Sachsen-Anhalt
Manuscripts of Augustine in Thuringia and Saxonia-Anhalt
Wissenschaftsdisziplinen
Philosophie, Ethik, Religion (50%); Sprach- und Literaturwissenschaften (50%)
Keywords
-
Augustine,
Saxonia-Anhalt,
Medieval Manuscripts,
History of Transmission,
Thuringia
Augustinus von Hippo (354-430 n.Chr.) ist der produktivste und einflussreichste lateinische Autor. Seine Werke sind in tausenden mittelalterlichen Handschriften überliefert. Um künftigen Editoren ein verlässliches Arbeitsinstrument für philologische Editionstätigkeit zur Verfügung zu stellen und Forschungen auf dem Gebiet der Überlieferungs- und Bibliotheksgeschichte zu erleichtern, erstellt die Kirchenväterkommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften seit 1966 länderweise die Katalogreihe "Die handschriftliche Überlieferung der Werke des Heiligen Augustinus", in die alle Handschriften aufgenommen werden, die echte oder unechte Werke des Augustinus enthalten. Im Rahmen des vorgelegten Projekts soll innerhalb von sechs Monaten eine mit Dienstvertrag vollbeschäftigte Mitarbeiterin die reichen Bestände Thüringens und Sachsen-Anhalts (ungefähr 300 Handschriften) bearbeiten, unter denen sich auch sehr alte, kaum erschlossene Handschriften finden. Ausgehend von bereits durchgesehenen Bibliothekskatalogen und Sekundärliteratur sollen sämtliche Codices im Original eingesehen, die in ihnen enthaltenen (Pseudo-)Augustinuswerke aufgelistet, analysiert und gemeinsam mit den Ergebnissen zu den neuen deutschen Bundesländern Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen in zwei Katalogbänden, einem Werk- und einem Bibliotheksverzeichnis, publiziert werden. Die Forschungsergebnisse können wertvolle Einblicke in die Vernetzung mittelalterlicher Kultur und die Bedeutung Augustins für den theologischen Diskurs in der Heimat des ehemaligen Augustinermönchs Martin Luther gewähren.
Augustinus von Hippo (354-430 n.Chr.) ist der produktivste und einflussreichste lateinische Autor. Seine Werke sind in tausenden mittelalterlichen Handschriften überliefert. Um künftigen Editoren ein verlässliches Arbeitsinstrument für philologische Editionstätigkeit zur Verfügung zu stellen und Forschungen auf dem Gebiet der Überlieferungs- und Bibliotheksgeschichte zu erleichtern, erstellt die Kirchenväterkommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften seit 1966 länderweise die Katalogreihe "Die handschriftliche Überlieferung der Werke des Heiligen Augustinus", in die alle Handschriften aufgenommen werden, die echte oder unechte Werke des Augustinus enthalten. Im Rahmen des vorgelegten Projekts soll innerhalb von sechs Monaten eine mit Dienstvertrag vollbeschäftigte Mitarbeiterin die reichen Bestände Thüringens und Sachsen-Anhalts (ungefähr 300 Handschriften) bearbeiten, unter denen sich auch sehr alte, kaum erschlossene Handschriften finden. Ausgehend von bereits durchgesehenen Bibliothekskatalogen und Sekundärliteratur sollen sämtliche Codices im Original eingesehen, die in ihnen enthaltenen (Pseudo-)Augustinuswerke aufgelistet, analysiert und gemeinsam mit den Ergebnissen zu den neuen deutschen Bundesländern Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen in zwei Katalogbänden, einem Werk- und einem Bibliotheksverzeichnis, publiziert werden. Die Forschungsergebnisse können wertvolle Einblicke in die Vernetzung mittelalterlicher Kultur und die Bedeutung Augustins für den theologischen Diskurs in der Heimat des ehemaligen Augustinermönchs Martin Luther gewähren.