Modellierung des Selbst
Fashioning the Self
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Geisteswissenschaften (70%); Sprach- und Literaturwissenschaften (30%)
Keywords
-
Dress,
Psychoanalysis,
Fashion,
Russia,
Governmentality,
Transformation
Das Projekt ist eine empirische Studie über Kleidungspraktiken als Technologien des (Selbst-)Regierens, deren theoretischen Rahmen eine Verknüpfung der Gouvernementalitätstheorie Foucaults, der Psychoanalyse Lacans und der Theorie der Praxis Bourdieus darstellt. Die Praktiken des Sich-Kleidens sollen am Beispiel zweier russischer Städte, Moskau und Ekaterinburg, analysiert werden. Der Transformationsprozess zu einer marktwirtschaftlichen Gesellschaft und seine Auswirkungen auf Alltagspraktiken und Institutionen - wie jene des Sich-Kleidens - versprechen dort klarer hervorzutreten als anderswo, nicht zuletzt weil sie im privaten und öffentlichen Diskurs explizit gemacht werden (vgl. Bourdieus Konzeptionen von doxa` und epoche`). Der theoretische Rahmen der Gouvernementalität wird ergänzt durch eine psychoanalytische Perspektive des Blicks und des Begehrens, da beide Ansätze notwendig sind für das Verständnis der Modellierungen des Selbst; zugleich wird dadurch ein tieferes Verständnis der Gouvernementalität ermöglicht. Die zentrale Analysemethode wird jene der Critical Discourse Analysis sein. Das Datenmaterial wird offene Interviews, einschlägige Medientexte (z.B. Modezeitschriften), wissenschaftliche Artikel zum Themenkomplex Mode/Kleidung/Körper aus verschiedenen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts sowie ausgewählte Kinofilme und TV-Serien umfassen. Durch die spezifische Thematisierung der Beziehungen zwischen dem Kulturellen` und dem Sozialen` ist die gegenständliche Studie in der Tradition der Cultural Studies zu verorten. Mit der Fokussierung auf die Kleidung will sie einen faszinierenden und ambivalenten Aspekt von Gouvernementalität in der Spätmoderne ausleuchten.
Das Projekt ist eine empirische Studie über Kleidungspraktiken als Technologien des (Selbst-)Regierens, deren theoretischen Rahmen eine Verknüpfung der Gouvernementalitätstheorie Foucaults, der Psychoanalyse Lacans und der Theorie der Praxis Bourdieus darstellt. Die Praktiken des Sich-Kleidens sollen am Beispiel zweier russischer Städte, Moskau und Ekaterinburg, analysiert werden. Der Transformationsprozess zu einer marktwirtschaftlichen Gesellschaft und seine Auswirkungen auf Alltagspraktiken und Institutionen - wie jene des Sich-Kleidens - versprechen dort klarer hervorzutreten als anderswo, nicht zuletzt weil sie im privaten und öffentlichen Diskurs explizit gemacht werden (vgl. Bourdieus Konzeptionen von "doxa" und "epoche"). Der theoretische Rahmen der Gouvernementalität wird ergänzt durch eine psychoanalytische Perspektive des Blicks und des Begehrens, da beide Ansätze notwendig sind für das Verständnis der Modellierungen des Selbst; zugleich wird dadurch ein tieferes Verständnis der Gouvernementalität ermöglicht. Die zentrale Analysemethode wird jene der Critical Discourse Analysis sein. Das Datenmaterial wird offene Interviews, einschlägige Medientexte (z.B. Modezeitschriften), wissenschaftliche Artikel zum Themenkomplex Mode/Kleidung/Körper aus verschiedenen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts sowie ausgewählte Kinofilme und TV-Serien umfassen. Durch die spezifische Thematisierung der Beziehungen zwischen "dem Kulturellen" und "dem Sozialen" ist die gegenständliche Studie in der Tradition der Cultural Studies zu verorten. Mit der Fokussierung auf die Kleidung will sie einen faszinierenden und ambivalenten Aspekt von Gouvernementalität in der Spätmoderne ausleuchten.
- Wirtschaftsuniversität Wien - 100%
- Galina Zvereva, Russian State University for the Humanities - Russland
- Elena Trubina, Ural State University - Russland