Corpus Inscriptionum Latinarum III Pannonien/Österreich
Corpus Inscriptionum Latinarum II Pannonia/Austria
Wissenschaftsdisziplinen
Geschichte, Archäologie (100%)
Keywords
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Epigrphik/Epigraphy,
Alte Geschichte/Ancient History,
Altertumskunde/Classical Studies,
Archäologie/Archaeology,
Austria Romana/Roman Austria
Das Projekt Corpus Inscriptionum Latinarum (CIL) III Pannonien/Österreich sammelt und bearbeitet alle lateinischen Inschriften der römischen Provinz Pannonien, die im österreichischen Raum, somit im südöstlichen Niederösterreich, in Wien und im Burgenland, gefunden worden sind. Der letzte Faszikel des CIL III, der die Inschriften Pannoniens behandelt, stammt aus dem Jahr 1902 und bedarf daher einer aktualisierten und überarbeiteten Neuauflage, denn die Anzahl der Inschriften dieser Provinz sind seitdem um mehr als das Doppelte gestiegen. In Zusammenarbeit mit Österreich, Ungarn, der Slowakei, Slowenien und Kroatien wird unter der Leitung von Geza Alföldy der Universität Heidelberg ein neuer Band mit den Inschrift Pannonien gestaltet, dessen österreichischer Beitrag von diesem Projekt stammen wird. Insgesamt sind für den österreichischen Anteil Pannoniens an die 1000 Inschriften bekannt. Ein Drittel wurde bereits im "alten" CIL vorgestellt, viele Steine finden in Publikationen der letzten Jahrzehnte Eingang, einige blieben unpubliziert. Gesammelt dargestellt wurden diese Inschriften nie. Nach dem Prinzip des Corpus Inscriptionum Latinarum, das bereits von Theodor Mommsen aufgestellt wurde, werden alle Inschriften im Original aufgesucht und die die Lesung und die Aufnahme technischer Daten vor Ort vorgenommen. Das Material wird, nach den antiken Stadtgebieten Vindobona, Carnuntum und Scarabantia gegliedert, im CIL publiziert. Die Neuerung des heutigen Corpus Inscriptionum Latinarum ist eine detailliertere Präsentation der Objekte mit genaueren technischen Daten, Angaben zu Fund- und Verwahrort, einem kurz gehaltenen Kommentar sowie eine Abbildung zu jeder Inschrift. Weiters werden ausführliche Landkarten und ein historische Abriss zu den einzelnen Stadtgebieten die Dokumente und ihre Bedeutung verständlicher machen. Durch eine enge Zusammenarbeit mit Archäologen im Rahmen des Projektes Die Steindenkmäler von Carnuntum: Götter- und Weihedenkmäler aus der oberpannonischen Provinzhauptstadt werden auch erstmals die archäologischen Aspekte von Inschriften berücksichtigt. In diesem Rahmen werden die Inschriften auch in die Epigraphische Datenbank Heidelberg (EDH) eingegeben, wodurch die Inschriften jederzeit elektronisch verfügbar sein werden.
- Universität Wien - 100%