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Lokales ökosystemares Wissen zu Boden und Wetter

Local ecosystemic knowledge on soil and weather

Christian Reinhard Vogl (ORCID: 0000-0002-7899-2682)
  • Grant-DOI 10.55776/P17135
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.06.2004
  • Projektende 30.11.2006
  • Bewilligungssumme 155.148 €

Wissenschaftsdisziplinen

Humangeographie, Regionale Geographie, Raumplanung (20%); Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (20%); Soziologie (60%)

Keywords

    Erfahrungswissen, Local knowledge, Boden, Ethnopedology, Wetter, Ethnoclimatology

Abstract Endbericht

Die Land- und Forstwirtschaft ist stark von den Wahrnehmung, Interpretation und Reaktion der Betriebsleiter auf ökosystemare Prozesse abhängig. Zentrale Standortbedingungen für die Land- und Forstwirtschaft sind Boden und Wetter. Wahrnehmung, Interpretation und Reaktion von Bäuerinnen und Bauern auf Boden und Klima stehen in einem engen Verbund mit dem lokalen standortspezifischen Erfahrungswissen. Das lokale ökosystemaren Wissen von Bäuerinnen und Bauern wurde bisher in der Forschung in Industrieländern selten untersucht. Das Forschungsprojekt soll nun zu einem besseren Verständnis dieser lokalen Wissenssysteme und damit der Interaktion Mensch - Umwelt führen. Ziel der Forschungsarbeit ist, das lokale Wissen von Bäuerinnen und Bauern, sowie anderer lokaler Experten, über Boden und Wetter in den Forschungsregionen Osttirol und Pinzgau für eine nachhaltige Nutzung zugänglich zu machen. Die Untersuchung soll durch Anwendung qualitativer und quantitativer Erhebungswerkzeuge der Ethnobiologie in der Untersuchungsregion Aufschluss darüber geben, welches 1) Wissen über Boden und Wetter vorhanden ist, 2) welche Werte und Einstellungen damit verknüpft sind, 3) wie sie das Verhalten in Zusammenhang mit Boden und Wetter prägen, 4) in welchen institutionellen Kontext diese eingebettet sind, und 5) welcher Veränderung dieses lokale Wissenssystem (Punkte 1-4) unterliegt. Lokales Wissen und Verhalten soll 6) dem naturwissenschaftlichen Wissen gegenübergestellt, sowie Unterschiede und Deckungsbereiche zwischen lokalem und "universitärem" Wissen analysiert werden. In der Folge soll 7) das Potential des lokalen Wissens für die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen beurteilt und die möglichen Andockstellen für die Integration dieses Wissens in regionale Nutzungskonzepte identifiziert werden.

Klimawandel ist ein Thema, das tagtäglich in den Medien behandelt wird. In den Medien präsentierte Informationen zu Klimawandel basieren auf globalem wissenschaftlichem Wissen über ökosystemare Prozesse bzw. über die Interaktionen von Menschen und ihrer Umwelt. Im Gegensatz dazu fokussiert das vorliegende FWF- Projekt auf das lokale Wissen von Menschen zu ökosystemaren Prozessen. Im Zuge dieses Projektes wurde lokales ökosystemares Wissen von Landwirten über Boden, Bodenbewirtschaftung, Wetter und Klimawandel anhand der Beispielregionen Großes Walsertal und Weststeiermark (beide in Österreich) untersucht. In beiden Forschungsregionen gehen die meisten Landwirte außerlandwirtschaftlichen Tätigkeiten nach und setzen in der Landwirtschaft technische Hilfsmittel und Maschinen ein. Diese Entwicklung hat im Laufe der Jahrzehnte zu einer zunehmenden zeitlichen und räumlichen Distanz der Landwirte zu Boden und Wetter geführt. Gleichzeitig nutzen Landwirte verstärkt das mediale Angebot zu Informationen über Wetter, welches sich kontinuierlich verbessert und vergrößert hat. Zudem wurde der Zugang zu wissenschaftlichen Informationen über Bodenbewirtschaftung (z.B. durch den Besuch von Kursen oder durch die Beratung von Experten) verbessert. Die lokalen Wissenssysteme beider Forschungsregionen wurden von dieser Entwicklung stark beeinflusst. Mündlich überliefertes lokales Wissen über Wetter und Klima - etwa in Form von traditionellen Bauernregeln oder Wetterzeichen - ist in beiden Forschungsregionen noch vorhanden. Es wird aber zunehmend durch detailliertes Wissen zu verlässlichen Quellen für einen adäquaten Wetterbericht, sowie durch tägliche Inhalte dieses Wetterberichtes ersetzt. Auch lokales Wissen über Boden und Bodenbewirtschaftung beinhaltet zu einem großen Teil wissenschaftlich-technische Begriffe und Konzepte globalen Wissens, die etwa im Zuge von landwirtschaftlichen Schulungen und über die Medien angeeignet wurden. Überliefertes Wissen sowie Wissen aus eigenen Beobachtungen und Erfahrungen in Bezug auf Boden und Wetter ist bedeutsam, um lokal relevante Informationen aus globalen Informationen herauszufiltern. Mediale Informationen werden in Hinblick auf spezifische lokale Bedürfnisse und Charakteristika angepasst. Zur Information über die natürlichen Phänomene Boden und Wetter bedient sich die lokale Bevölkerung auch schriftlicher Quellen (z.B. landwirtschaftlicher Kalender, die im gesamten deutschsprachigen Raum Zentraleuropas zu finden sind). Diese enthalten teilweise Informationen, welche nicht spezifisch für die Forschungsregionen sind. Lokales Wissen beinhaltet Beobachtungen zu Bodendegradation und Klimawandel und deren Auswirkungen auf Land-, Forst- und Wasserwirtschaft. Eine Reihe von Strategien werden von Landwirten eingesetzt oder veranlasst, um Bodenqualität zu verbessern (z.B. Drainage, Bewässerung) oder um das Risiko von Wetterextremen und deren Folgen für die Landwirtschaft so gering wie möglich zu halten (z.B. Heubelüftung, Hagelnetze, Hagelversicherung, Glashäuser, Impfen von potentiellen Hagelwolken mit Silberjodid). Heutzutage wird wissenschaftlich-technisches Wissen unter anderem angewandt, um das Risiko von Naturkatastrophen zu reduzieren (z.B. Sprengung von Lawinen), wobei mitunter auch lokales Wissen zu potentiellen Naturgefahren berücksichtigt wird. Aufgrund dieser Strategien fühlt sich die lokale Bevölkerung sicherer und ungünstigen ökosystemischen Entwicklungen und Schocks weniger ausgeliefert. Was mitunter dazu führen kann, dass nun auch vereinzelt Häuser oder Infrastrukturen in Gegenden gebaut werden, die einst als risikoreich galten. Aufgrund des starken Einflusses von globalem Wissen auf lokale Wissenssysteme, begegnen vor allem junge Landwirte dem eigenen Erfahrungswissen und dem mündlich überlieferten Wissen mit Skepsis und erachten dieses als "veraltet" und "nicht mehr aktuell genug", um als Basis für Entscheidungen in der Landwirtschaft herangezogen zu werden. Dies gilt auch für heute kaum noch praktizierte Rituale, die vor Naturgefahren schützen oder Bodenfruchtbarkeit erwirken sollen. Manche dieser Rituale wurden aus ihrem ursprünglichen Kontext gelöst und stellen heute Touristenattraktionen dar. Jenes Wissen, das zur lokalspezifischen Anpassung globalen Wissens herangezogen wird, zeigt Ähnlichkeiten und Unterschiede in Hinblick auf die Bereiche Boden, Wetter und Klima. So können z.B. Abstraktionen von Boden und Wetter in Form von Zeichen, Symbolen und Bildern (z.B. Bilder eines bestimmten Feldes mit offenem Boden oder Bilder von Wolken) von Landwirten nur interpretiert werden, wenn Kontextinformationen vorhanden sind, die das Gesehene (Boden, Wolke) in einen zeitlichen und örtlichen Kontext setzen. Die Untersuchung von lokalem Erfahrungswissen zu Boden und Wetter gibt Einblick in mentale Muster lokaler Akteure über systemische Interaktionen von Elementen eines Wissensbereiches, die mit dem wesentlichen Kern des Handelns (hier Landwirtschaft) sowie mit allen anderen biotischen und abiotischen Faktoren der Umwelt in Raum und Zeit, inklusive persönlicher Geschichten, Emotionen und Glaubensvorstellungen in Beziehung stehen.

Forschungsstätte(n)
  • Universität für Bodenkultur Wien - 100%

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