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Römische Annalistik

The Roman Annalistic Tradition

Christoph Ulf (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/P17134
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.10.2004
  • Projektende 31.10.2007
  • Bewilligungssumme 64.404 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Geschichte, Archäologie (70%); Sprach- und Literaturwissenschaften (30%)

Keywords

    Frühe römische Historiographie, Geschichte der Römischen Republik, Literarische "Konstruktion" der Vergange, Die Nobilität in der Römischen Republik

Endbericht

Mit dem Projekt ist beabsichtigt, den Einfluß der frühen römischen Historiographie (Annalistik) auf das Bild der Geschichte der römischen Republik von 300-100 v. Chr. zu untersuchen. Die Beurteilung der Annalistik beruhte bisher vorwiegend auf einer Analyse der Tradition zur frühen Phase der römischen Republik (bis etwa 300 v. Chr.). Die antiken Darstellungen zur römischen Geschichte der mittleren Republik bedürfen aber einer wesentlich kritischeren Durchsicht, als bisher gemeinhin angenommen wurde. Denn die Annalistik verstand es nicht nur, ihre mitunter von politischen Interessen motivierten Verformungen` in die auch für einen Römer unsichere frühe Phase der Republik zu setzen. Auch in den Traditionen zur `historisch hellen` Zeit finden sich annalistische `Konstruktionen` und Konzepte mit extremer Tendenz. Die Untersuchung, die im beantragten Projekt durchgeführt werden soll, ist von mehrfacher Bedeutung. Sie verspricht Aufschluß über den Charakter der Werke einzelner Annalisten und über deren Auffassung von Geschichtsschreibung. Dadurch können auch neue Einsichten in die kompetitive Oberschicht der römischen Gesellschaft, der die Annalisten fast alle angehörten, erwartet werden. Daraus ergibt sich auch ein präziseres Bild vom Verhältnis der Historiographie zur realen Politik. Schließlich können, wie in Einzelfällen bereits gezeigt wurde, neue Erkenntnisse zum Ablauf der Geschichte der römischen Republik insgesamt gewonnen werden. Durch die Analyse der römischen Wertewelt und der senatorischen Konfliktkultur soll der gesellschaftliche Kontext, in welchem die Annalisten ihre Werke schrieben, erfasst werden. In der Untersuchung sollen (annalistische) Texte auf ihre grammatikalischen und rhetorischen Qualitäten überprüft werden. Dabei sollen auch Methoden der modernen Literaturtheorie zur Anwendung kommen und in der praktischen Arbeit mit antiken Texten erprobt werden.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Innsbruck - 100%
Internationale Projektbeteiligte
  • Walter Uwe, Deutsches Archäologisches Institut - München - Deutschland

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