Lebensstrategien von Gletschervorfeldpflanzen
Life strategies of glacier foreland species
Wissenschaftsdisziplinen
Biologie (100%)
Keywords
-
Glacier Foreland,
Dispersal,
Reproduction,
Seed Bank,
Age,
Model
Gletschervorfelder bieten ideale Versuchsflächen, um Besiedelungsprozesse und Mechanismen der Primärsukzession zu untersuchen. Die wichtigsten populationsbiologischen Grundlagen, wie z.B. Verbreitungspotential, Reproduktion, reproduktiver Erfolg, Samenbank, Lebensspanne der Arten und Wachstumsdynamik von Gletschervorfeldarten wurden bisher nur sehr spärlich untersucht Ziel des Projektes ist es, diese wichtigen Merkmale der Lebensgeschichte von möglichst vielen Gletschervorfeldarten zu studieren, die Variation innerhalb bzw. zwischen den Arten zu erheben und die Abhängigkeit der Merkmale von den Umweltbedingungen (Moränenalter, Bodentemperatur, Bodenfeuchtigkeit) bzw. von der Größe der Individuen zu testen. Das Populationswachstum der Arten wird auf unterschiedlich alten Moränenstadien in Dauerflächen untersucht. Aus den Daten wird ein Matrixmodell erstellt, das demographische - und umweltbedingte Stochastizitäten berücksichtigen soll. Populationsentwicklung und mittlere Überlebenszeiten der Populationen sollen berechnet werden. Von besonderem Interesse wird dabei die Berechnung des Extinktionsrisikos der Pionier- und Folgearten auf älteren Moränenflächen sein. Das Projekt gliedert sich in drei Untersuchungsschwerpunkte: (1) Lebensdauer, Reproduktion und Samenbank; (2) Ausbreitungsfähigkeit der Arten; (3) Wachstum der Arten und Modellierung der Populationsentwicklung. Die Studie erhebt wichtige Grundlagendaten, die gleichzeitig entscheidende Bedeutung für ein Folgeprojekt haben werden. Die Anlage von Dauerflächen ist für eine Langzeitstudie gedacht, mit welcher das Wachstum der Arten über mehrere Jahre hinweg beobachtet werden soll. Erst dann wird es möglich sein, den Verlauf der Sukzession anhand von dynamischen Modellen zu simulieren. Das Projekt fügt sich in das Schwerpunktprogramm "Alpiner Raum" (`Eis & Leben`) der Naturwissenschaftlichen Fakultät und des Institutes für Botanik der Universität Innsbruck ein. Es stellt einen Beitrag dar zum Verständnis der Mechanismen, die zu einer erhöhten Ökosystem-Resilienz führen. Neue Theorien und Hypothesen für die Primärsukzession im Hochgebirge sollen damit gewonnen werden.
Gletschervorfelder bieten ideale Versuchsflächen, um Besiedelungsprozesse und Mechanismen der Primärsukzession zu untersuchen. Die wichtigsten populationsbiologischen Grundlagen, wie z.B. Verbreitungspotential, Reproduktion, reproduktiver Erfolg, Samenbank, Lebensspanne der Arten und Wachstumsdynamik von Gletschervorfeldarten wurden bisher nur sehr spärlich untersucht Ziel des Projektes ist es, diese wichtigen Merkmale der Lebensgeschichte von möglichst vielen Gletschervorfeldarten zu studieren, die Variation innerhalb bzw. zwischen den Arten zu erheben und die Abhängigkeit der Merkmale von den Umweltbedingungen (Moränenalter, Bodentemperatur, Bodenfeuchtigkeit) bzw. von der Größe der Individuen zu testen. Das Populationswachstum der Arten wird auf unterschiedlich alten Moränenstadien in Dauerflächen untersucht. Aus den Daten wird ein Matrixmodell erstellt, das demographische - und umweltbedingte Stochastizitäten berücksichtigen soll. Populationsentwicklung und mittlere Überlebenszeiten der Populationen sollen berechnet werden. Von besonderem Interesse wird dabei die Berechnung des Extinktionsrisikos der Pionier- und Folgearten auf älteren Moränenflächen sein. Das Projekt gliedert sich in drei Untersuchungsschwerpunkte: 1. Lebensdauer, Reproduktion und Samenbank; 2. Ausbreitungsfähigkeit der Arten; 3. Wachstum der Arten und Modellierung der Populationsentwicklung. Die Studie erhebt wichtige Grundlagendaten, die gleichzeitig entscheidende Bedeutung für ein Folgeprojekt haben werden. Die Anlage von Dauerflächen ist für eine Langzeitstudie gedacht, mit welcher das Wachstum der Arten über mehrere Jahre hinweg beobachtet werden soll. Erst dann wird es möglich sein, den Verlauf der Sukzession anhand von dynamischen Modellen zu simulieren. Das Projekt fügt sich in das Schwerpunktprogramm "Alpiner Raum" (`Eis & Leben`) der Naturwissenschaftlichen Fakultät und des Institutes für Botanik der Universität Innsbruck ein. Es stellt einen Beitrag dar zum Verständnis der Mechanismen, die zu einer erhöhten Ökosystem-Resilienz führen. Neue Theorien und Hypothesen für die Primärsukzession im Hochgebirge sollen damit gewonnen werden.
- Universität Innsbruck - 100%
Research Output
- 239 Zitationen
- 5 Publikationen
-
2014
Titel Mutations in GTPBP3 Cause a Mitochondrial Translation Defect Associated with Hypertrophic Cardiomyopathy, Lactic Acidosis, and Encephalopathy DOI 10.1016/j.ajhg.2014.10.017 Typ Journal Article Autor Kopajtich R Journal The American Journal of Human Genetics Seiten 708-720 Link Publikation -
2011
Titel Can successional species groups be discriminated based on their life history traits? A study from a glacier foreland in the Central Alps DOI 10.1080/17550874.2012.664573 Typ Journal Article Autor Erschbamer B Journal Plant Ecology & Diversity Seiten 341-351 -
2009
Titel Genesis of a soil seed bank on a primary succession in the Central Alps (Ötztal, Austria) DOI 10.1016/j.flora.2008.06.001 Typ Journal Article Autor Marcante S Journal Flora - Morphology, Distribution, Functional Ecology of Plants Seiten 434-444 -
2009
Titel Population dynamics along a primary succession gradient: do alpine species fit into demographic succession theory? DOI 10.1093/aob/mcp047 Typ Journal Article Autor Marcante S Journal Annals of Botany Seiten 1129-1143 Link Publikation -
2010
Titel Demographic Consequences of the Two Reproductive Modes in Poa alpina L. along a Primary Succession Gradient in the Central Alps DOI 10.1657/1938-4246-42.2.227 Typ Journal Article Autor Winkler E Journal Arctic, Antarctic, and Alpine Research Seiten 227-235 Link Publikation