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Karikaturen auf japanischen Holzschnitten 1842 bis 1905

Caricatures on Japanese woodblock prints from 1842 to 1905

Sepp Linhart (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/P16503
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.02.2004
  • Projektende 30.09.2006
  • Bewilligungssumme 139.629 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Andere Geisteswissenschaften (20%); Soziologie (20%); Sprach- und Literaturwissenschaften (60%)

Keywords

    Japanese history, Cultural History, 19th century, Social History, Caricatures, Woodblock Prints

Abstract

Erstellung einer Datenbank mit Karikaturen auf japanischen Holzschnitte der Periode 1842 bis 1905 Die Tenpo-Reformen in den 1840er Jahren zu Ende der japanischen Abschließungsperiode betrafen die Welt der Holzschnitte durch zahlreiche Einschränkungen und Verbote, sie hatten aber auf die Welt der Ukiyo-e vor allem einen nachhaltigen Effekt: Die bisherigen Hauptthemen der Bilder, Kurtisanen und Schauspieler, verloren an Popularität, Karikaturen aller Art von politischen Karikaturen bis zu harmlosen Scherzzeichnungen ohne tiefere Bedeutung setzten sich als neues Genre (giga) durch. Bis zum Ende der Tokugawa-Zeit blieben Karikaturen ein ungeheuer beliebtes Genre, und auch die Neuerungen der Meiji-Zeit und die autoritäten Meiji-Regierungen sind ein beliebtes Objekt von Karikaturen. Dieses Genre ist bisher von der Ukiyoe-Forschung noch wenig erforscht worden, wozu sicherlich der schwierige Zugang - viele Bilder enthalten viel schwer lesbaren Text, die Texte und Bilder sind so verklausuliert, dass sie nur schwer verständlich sind - beiträgt. Dazu kommt, dass die herkömmlich Ukiyoe-Forschung verständlicherweise ästhetische Kriterien bei der Auswahl ihrer Forschungsobjekte angewandt hat, die die Behandlung von Karikaturen von vorneherein ausschloss. Erst in den letzten zwei Jahrzehnten sind auch die Karikaturen auf ein immer größeres Interesse der Forscher gestoßen, wobei einerseits Subgenres der Karikaturen (Erdbeben-Bilder, Masern-Bilder, Yokohama-Bilder, Ken-Bilder) oder Karikaturen einzelner Künstler (Kuniyoshi, Kyosai, Kiyochika) zusammenfassend darzustellen versucht wurden. Im Zentrum des Projekt steht der Versuch, eine Datenbank von rund 1500 Karikaturen auf kommerziellen Holzschnitten von 1842 bis 1905 zu erstellen, die später ins Internet gestellt und der internationalen Forschung zugänglich gemacht werden soll. Nach Erstellung der Datenbank soll der Frage nachgegangen werden, ob sich aus den Karikaturen ein verändertes politisches Bewusstsein der Stadtbewohner von Edo vor und nach der Meiji- Restauration erkennen lässt. Schließlich sollen die xenophoben Karikaturen aus der Zeit des Sino-Japanischen und Russisch-Japanischen Krieges untersucht werden, in welchen dem Volke von Intellektuellen und Künstlern massive Fremdenfeindlichkeit suggeriert wurde.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%

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