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Entwicklung von Substitutionspharmaka bei Drogenabhängigkeit

Substitution drug development for drug dependence treatment

Gerald Zernig (ORCID: 0000-0002-1247-1024)
  • Grant-DOI 10.55776/P16394
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.06.2003
  • Projektende 31.05.2007
  • Bewilligungssumme 237.783 €

Wissenschaftsdisziplinen

Gesundheitswissenschaften (70%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (30%)

Keywords

    Substitution Therapy, Abuse, Dependence, Heroin, Cocaine, Alcohol

Abstract Endbericht

Zur Behandlung von Drogenabhängigen hat sich die sogenannte Substitutionstherapie, d.h. die therapeutische Verabreichung von mu-Opioid-Rezeptor-Agonisten mit moderater intrinsischer Aktivität (z.B. Buprenorphin) bis beträchtlicher intrinsischer Aktivität (z.B. Methadon, Morphin, Heroin) als viel erfolgreicher erwiesen als die Gabe eines einfachen Opioidantagonisten wie Naltrexon. Damit haben die Drogenbehandlungsstellen pragmatisch anerkannt, daß der Drogenkranke in den Anfangsphasen seiner Rekonvaleszenz ein Pharmakotherapeutikum benötigt, das im Wesentlichen dieselben intrinsischen Stimuli vermittelt wie das vorher von ihm gebrauchte Suchtmittel. Wenn diesem initialen Bedarf nicht Rechnung getragen wird, bricht der rekonvaleszente Drogenkranke die Therapie meist ab und ist weiteren therapeutischen Interventionen wie Psychotherapie und soziopsychiatrischer Rehabilitation nicht mehr zugänglich. Im beantragten Substanzentwicklungsprojekt sollen Pharmaka der Cinnamoylcodeinon-Serie synthetisiert und in neurochemischen und verhaltenspharmakologischen Experimenten auf ihre Fähigkeit untersucht werden, (i) ausreichend positive Verstärkungseffekte zu produzieren, um vom Patienten angenommen zu werden, (ii) diese positiven Verstärkungseffekte über eine ausreichend lange Zeitspanne zu vermitteln, um die Patientencompliance zu sichern, (iii) die Verstärkungseffekte von zusätzlich konsumierten Suchtmitteln wie Heroin, Kokain oder Alkohol zu blockieren, um Drogenbeschaffungs- und -konsumverhalten zu löschen und (iv) den Drogenkranken vor einer tödlichen Heroin- oder Morphin-Dosis zu schützen. In allen diesen Eigenschaften sollen die neuentwickelten Substanzen den derzeit verfügbaren Pharmakotherapeutika Methadon und Buprenorphin deutlich überlegen sein. Ein klinisches Team wird uns helfen, (a) die vorklinischen Daten des vorliegenden Projektes im Hinblick auf ihre klinische Brauchbarkeit zu beurteilen und (b) und den/die vielversprechendste/n Substanz/en klinisch zu prüfen.

Zur Behandlung von Drogenabhängigen hat sich die sogenannte Substitutionstherapie, d.h. die therapeutische Verabreichung von mu-Opioid-Rezeptor-Agonisten mit moderater intrinsischer Aktivität (z.B. Buprenorphin) bis beträchtlicher intrinsischer Aktivität (z.B. Methadon, Morphin, Heroin) als viel erfolgreicher erwiesen als die Gabe eines einfachen Opioidantagonisten wie Naltrexon. Damit haben die Drogenbehandlungsstellen pragmatisch anerkannt, daß der Drogenkranke in den Anfangsphasen seiner Rekonvaleszenz ein Pharmakotherapeutikum benötigt, das im Wesentlichen dieselben intrinsischen Stimuli vermittelt wie das vorher von ihm gebrauchte Suchtmittel. Wenn diesem initialen Bedarf nicht Rechnung getragen wird, bricht der rekonvaleszente Drogenkranke die Therapie meist ab und ist weiteren therapeutischen Interventionen wie Psychotherapie und soziopsychiatrischer Rehabilitation nicht mehr zugänglich. Im beantragten Substanzentwicklungsprojekt sollen Pharmaka der Cinnamoylcodeinon-Serie synthetisiert und in neurochemischen und verhaltenspharmakologischen Experimenten auf ihre Fähigkeit untersucht werden, (i) ausreichend positive Verstärkungseffekte zu produzieren, um vom Patienten angenommen zu werden, (ii) diese positiven Verstärkungseffekte über eine ausreichend lange Zeitspanne zu vermitteln, um die Patientencompliance zu sichern, (iii) die Verstärkungseffekte von zusätzlich konsumierten Suchtmitteln wie Heroin, Kokain oder Alkohol zu blockieren, um Drogenbeschaffungs- und -konsumverhalten zu löschen und (iv) den Drogenkranken vor einer tödlichen Heroin- oder Morphin-Dosis zu schützen. In allen diesen Eigenschaften sollen die neuentwickelten Substanzen den derzeit verfügbaren Pharmakotherapeutika Methadon und Buprenorphin deutlich überlegen sein. Ein klinisches Team wird uns helfen, (a) die vorklinischen Daten des vorliegenden Projektes im Hinblick auf ihre klinische Brauchbarkeit zu beurteilen und (b) und den/die vielversprechendste/n Substanz/en klinisch zu prüfen.

Forschungsstätte(n)
  • Medizinische Universität Innsbruck - 100%
Internationale Projektbeteiligte
  • Stephen Husbands, University of Bath - Vereinigtes Königreich

Research Output

  • 167 Zitationen
  • 5 Publikationen
Publikationen
  • 2007
    Titel Differential effects of intravenous R,S-(±)-3,4-methylenedioxymethamphetamine (MDMA, Ecstasy) and its S(+)- and R(-)-enantiomers on dopamine transmission and extracellular signal regulated kinase phosphorylation (pERK) in the rat nucleus accumbens sh
    DOI 10.1111/j.1471-4159.2007.04451.x
    Typ Journal Article
    Autor Acquas E
    Journal Journal of Neurochemistry
    Seiten 121-132
    Link Publikation
  • 2006
    Titel Peri-Response Pharmacokinetics of Remifentanil during a Self-Administration Session Indicates That Neither Blood nor Brain Levels Are Titrated
    DOI 10.1196/annals.1369.050
    Typ Journal Article
    Autor Crespo J
    Journal Annals of the New York Academy of Sciences
    Seiten 497-504
  • 2005
    Titel Simultaneous intra-accumbens remifentanil and dopamine kinetics suggest that neither determines within-session operant responding
    DOI 10.1007/s00213-005-0180-7
    Typ Journal Article
    Autor Crespo J
    Journal Psychopharmacology
    Seiten 201-209
  • 2008
    Titel A randomized trial of short psychotherapy versus sustained-release bupropion for smoking cessation
    DOI 10.1111/j.1360-0443.2008.02348.x
    Typ Journal Article
    Autor Zernig G
    Journal Addiction
    Seiten 2024-2031
  • 2003
    Titel Do vertical shifts in dose-response rate-relationships in operant conditioning procedures indicate “sensitization” to “drug wanting”?
    DOI 10.1007/s00213-003-1601-0
    Typ Journal Article
    Autor Zernig G
    Journal Psychopharmacology
    Seiten 349-351

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