Entwicklung von Substitutionspharmaka bei Drogenabhängigkeit
Substitution drug development for drug dependence treatment
Wissenschaftsdisziplinen
Gesundheitswissenschaften (70%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (30%)
Keywords
-
Substitution Therapy,
Abuse,
Dependence,
Heroin,
Cocaine,
Alcohol
Zur Behandlung von Drogenabhängigen hat sich die sogenannte Substitutionstherapie, d.h. die therapeutische Verabreichung von mu-Opioid-Rezeptor-Agonisten mit moderater intrinsischer Aktivität (z.B. Buprenorphin) bis beträchtlicher intrinsischer Aktivität (z.B. Methadon, Morphin, Heroin) als viel erfolgreicher erwiesen als die Gabe eines einfachen Opioidantagonisten wie Naltrexon. Damit haben die Drogenbehandlungsstellen pragmatisch anerkannt, daß der Drogenkranke in den Anfangsphasen seiner Rekonvaleszenz ein Pharmakotherapeutikum benötigt, das im Wesentlichen dieselben intrinsischen Stimuli vermittelt wie das vorher von ihm gebrauchte Suchtmittel. Wenn diesem initialen Bedarf nicht Rechnung getragen wird, bricht der rekonvaleszente Drogenkranke die Therapie meist ab und ist weiteren therapeutischen Interventionen wie Psychotherapie und soziopsychiatrischer Rehabilitation nicht mehr zugänglich. Im beantragten Substanzentwicklungsprojekt sollen Pharmaka der Cinnamoylcodeinon-Serie synthetisiert und in neurochemischen und verhaltenspharmakologischen Experimenten auf ihre Fähigkeit untersucht werden, (i) ausreichend positive Verstärkungseffekte zu produzieren, um vom Patienten angenommen zu werden, (ii) diese positiven Verstärkungseffekte über eine ausreichend lange Zeitspanne zu vermitteln, um die Patientencompliance zu sichern, (iii) die Verstärkungseffekte von zusätzlich konsumierten Suchtmitteln wie Heroin, Kokain oder Alkohol zu blockieren, um Drogenbeschaffungs- und -konsumverhalten zu löschen und (iv) den Drogenkranken vor einer tödlichen Heroin- oder Morphin-Dosis zu schützen. In allen diesen Eigenschaften sollen die neuentwickelten Substanzen den derzeit verfügbaren Pharmakotherapeutika Methadon und Buprenorphin deutlich überlegen sein. Ein klinisches Team wird uns helfen, (a) die vorklinischen Daten des vorliegenden Projektes im Hinblick auf ihre klinische Brauchbarkeit zu beurteilen und (b) und den/die vielversprechendste/n Substanz/en klinisch zu prüfen.
Zur Behandlung von Drogenabhängigen hat sich die sogenannte Substitutionstherapie, d.h. die therapeutische Verabreichung von mu-Opioid-Rezeptor-Agonisten mit moderater intrinsischer Aktivität (z.B. Buprenorphin) bis beträchtlicher intrinsischer Aktivität (z.B. Methadon, Morphin, Heroin) als viel erfolgreicher erwiesen als die Gabe eines einfachen Opioidantagonisten wie Naltrexon. Damit haben die Drogenbehandlungsstellen pragmatisch anerkannt, daß der Drogenkranke in den Anfangsphasen seiner Rekonvaleszenz ein Pharmakotherapeutikum benötigt, das im Wesentlichen dieselben intrinsischen Stimuli vermittelt wie das vorher von ihm gebrauchte Suchtmittel. Wenn diesem initialen Bedarf nicht Rechnung getragen wird, bricht der rekonvaleszente Drogenkranke die Therapie meist ab und ist weiteren therapeutischen Interventionen wie Psychotherapie und soziopsychiatrischer Rehabilitation nicht mehr zugänglich. Im beantragten Substanzentwicklungsprojekt sollen Pharmaka der Cinnamoylcodeinon-Serie synthetisiert und in neurochemischen und verhaltenspharmakologischen Experimenten auf ihre Fähigkeit untersucht werden, (i) ausreichend positive Verstärkungseffekte zu produzieren, um vom Patienten angenommen zu werden, (ii) diese positiven Verstärkungseffekte über eine ausreichend lange Zeitspanne zu vermitteln, um die Patientencompliance zu sichern, (iii) die Verstärkungseffekte von zusätzlich konsumierten Suchtmitteln wie Heroin, Kokain oder Alkohol zu blockieren, um Drogenbeschaffungs- und -konsumverhalten zu löschen und (iv) den Drogenkranken vor einer tödlichen Heroin- oder Morphin-Dosis zu schützen. In allen diesen Eigenschaften sollen die neuentwickelten Substanzen den derzeit verfügbaren Pharmakotherapeutika Methadon und Buprenorphin deutlich überlegen sein. Ein klinisches Team wird uns helfen, (a) die vorklinischen Daten des vorliegenden Projektes im Hinblick auf ihre klinische Brauchbarkeit zu beurteilen und (b) und den/die vielversprechendste/n Substanz/en klinisch zu prüfen.
- Stephen Husbands, University of Bath - Vereinigtes Königreich
Research Output
- 167 Zitationen
- 5 Publikationen
-
2007
Titel Differential effects of intravenous R,S-(±)-3,4-methylenedioxymethamphetamine (MDMA, Ecstasy) and its S(+)- and R(-)-enantiomers on dopamine transmission and extracellular signal regulated kinase phosphorylation (pERK) in the rat nucleus accumbens sh DOI 10.1111/j.1471-4159.2007.04451.x Typ Journal Article Autor Acquas E Journal Journal of Neurochemistry Seiten 121-132 Link Publikation -
2006
Titel Peri-Response Pharmacokinetics of Remifentanil during a Self-Administration Session Indicates That Neither Blood nor Brain Levels Are Titrated DOI 10.1196/annals.1369.050 Typ Journal Article Autor Crespo J Journal Annals of the New York Academy of Sciences Seiten 497-504 -
2005
Titel Simultaneous intra-accumbens remifentanil and dopamine kinetics suggest that neither determines within-session operant responding DOI 10.1007/s00213-005-0180-7 Typ Journal Article Autor Crespo J Journal Psychopharmacology Seiten 201-209 -
2008
Titel A randomized trial of short psychotherapy versus sustained-release bupropion for smoking cessation DOI 10.1111/j.1360-0443.2008.02348.x Typ Journal Article Autor Zernig G Journal Addiction Seiten 2024-2031 -
2003
Titel Do vertical shifts in dose-response rate-relationships in operant conditioning procedures indicate “sensitization” to “drug wanting”? DOI 10.1007/s00213-003-1601-0 Typ Journal Article Autor Zernig G Journal Psychopharmacology Seiten 349-351