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Gesamtausgabe Ferdinand Ebner

Ferdinand Ebner Edition

Heinrich Schmidinger (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/P15927
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.09.2002
  • Projektende 30.09.2005
  • Bewilligungssumme 139.602 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Andere Geisteswissenschaften (25%); Philosophie, Ethik, Religion (50%); Sprach- und Literaturwissenschaften (25%)

Keywords

    Dialogphilosophie, Sprachphilosophie, Theologie, Österreichische Kulturgeschichte

Abstract

I. Projektbeschreibung: Gegenstand des Projektes ist der gesamte handschriftliche Nachlaß Ferdinand Ebners (1882-1931), der sich am Brenner-Archiv in Innsbruck befindet. Der Nachlaß mit ca 1800 Signaturnummern beinhaltet Ebners philosophische Werke, seine Tage- und Notizbücher und eine umfangreiche Korrespondenz. Unter den philosophischen Werken befindet sich das Hauptwerk "Das Wort und die geistigen Realitäten. Pneumatologische Fragmente", in dem Ebner eine neue Form von Anthropologie entwickelt, die auf einem dialogisch geprägten Verständnis des Menschen basiert. II. Problemstellung/Stand der Forschung: Die bisher umfangreichste Ausgabe der Schriften Ferdinand Ebners wurde 1963-65 von Franz Seyr herausgegeben und ist inzwischen vergriffen. Das Hauptwerk erschien erstmals 1921 im Brenner-Verlag und wurde seither von verschiedenen Verlagen mehrmals aufgelegt. Inzwischen sind auch diese Auflagen vergriffen, sodaß am deutschen Buchmarkt derzeit kein Werk von Ferdinand Ebner erhältlich ist. Von der Universität Trient initiiert erschien 1998 eine Übersetzung der "Pneumatologischen Fragmente" ins Italienische, der eine Reihe von Monographien über Ebner folgten. Die Editionslage zeigt, daß der Schwerpunkt der Ebner-Forschung sich derzeit nicht in Österreich, sondern in Italien befindet. Da die Seyr-Ausgabe nur eine Auswahl aus dem Gesamtwerk Ebners darstellt und nicht historisch-kritisch bearbeitet ist, kann die vollständige Transkription und Kommentierung der Quelltexte nicht nur die bisher vernachlässigten Schriften Ebners der wissenschaftlichen Forschung zugänglich machen, sondern auch auf jene Aspekte aufmerksam machen, die aufgrund einer fehlenden kritischen Bearbeitung in den vorhandenen Publikationen noch nicht berücksichtigt wurden. Ein erster Schritt in diese Richtung war das sogenannte "Mühlauer Tagebuch", das 2001 im Böhlau-Verlag erschien. Für die textkritische Bearbeitung und Veröffentlichung des Hauptwerkes, sowie wichtiger Teile des Früh- und Spätwerks wurden in den vergangenen beiden Jahren die notwendigen Vorarbeiten geleistet. Zur Verfügung stehen sämtliche Fassungen der "Fragmente", der Briefwechsel und die Tagebücher, beide aus dem für die Kommentierung relevanten Zeitraum von 1915-1919. III. Projektziele: Längerfristiges Ziel des Projektes ist eine maschinenlesbare Ausgabe des Nachlasses von Ferdinand Ebner, bestehend aus Transkriptionen seines gesamten veröffentlichten und unveröffentlichten Werkes, sowie seiner Tagebücher, Korrespondenzen und Lebenszeugnisse. Zu dieser Ausgabe soll ein Kommentar erstellt werden. Darüber hinaus ist die Veröffentlichung wichtiger Texte in Buchform beabsichtigt. IV: Gewählte Methodik, Zeit- und Arbeitspläne: Für die Transkription und Kommentierung des Nachlasses wird das sich bei anderen Editionsprojekten bewährte Programm "Folio Views" verwendet, mit dem große Datenmengen übersichtlich dargestellt werden können. Im Zuge der bisherigen Arbeiten wurde eine Struktur für die Datenbank entwickelt, in die die transkribierten Texte und der Kommentar eingebaut werden können. Für den Projektzeitraum von drei Jahren sind in den ersten beiden Jahren die textkritische Bearbeitung, Kommentierung und Veröffentlichung des Hauptwerkes sowie der Tagebücher von 1916/17/18 vorgesehen. Im zweiten und dritten Jahr ist die Bearbeitung und Publikation von zum Teil noch nie erschienenen Texten aus dem Früh- und Spätwerk Ebners geplant. Weiters wird über den gesamten Zeitraum hindurch der Briefwechsel Ebners mit Luise Karpischek bearbeitet und herausgegeben. Mit der Philosophischen Fakultät der Universität Trient wurde eine Kooperation vereinbart.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Salzburg - 100%

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