Komplement-abhängige HIV-Deposition im Lymphgewebe
Complement-dependent trapping of HIV in lymphoid tissue
Wissenschaftsdisziplinen
Gesundheitswissenschaften (50%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (50%)
Keywords
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HIV,
COMPLEMENT,
FDC,
TRAPPING,
GERMINAL CENTRE,
OPSONIZATION
Forschungsprojekt P 14661Komplement-abhängige HIV-Deposition im LymphgewebeManfred P. DIERICH09.10.2000 Immunhistochemische Untersuchungen von lyrnphatischern Gewebe (LG) zeigte, dass bei HIVpositiven Individuen mehr als 98% der Gesai-ntvirusmenge an follikulär dendritische Zellen (FDC) in germinalen Zentren (GQ gebunden sind. HIV besetzt das FDC-Netzwerk und verwandelt dieses Kornpartiment in ein infektiöses Virusreservoir. Es konnte zwar gezeigt werden, dass die HIV-FDC-Bi ndung Komplernent-abhängig ist, der feinere Mechanismus jedoch blieb ungeklärt. Wir haben untersucht inwieweit Komplement-Rezeptoren (CR) in die Bindung von HI-Virionen einbezogen sind. Wir unternahmen Pilotversuche und benutzten Gefrierschnitte und Zellen des LG von HIV-infizierten Individuen, um mit neutralisierenden Antikörpern (AK) gegen CR und deren Liganden (z.B. die C3 Fragmente iC3b, C3dg) Virus zu "strippen". Diese Versuche zeigten, dass von den CR, die sich in den GC befinden, der CR2 eine zentrale Rolle für das Anheften von HIV auf FDC spielt. In der hier geplanten Studie soll der Mechanismus der HIV-Deposition in LG untersucht werden, wobei der Schwerpunkt auf folgenden Zielen liegen soll: Zuerst., wollen wir untersuchen, inwieweit spezielle Komplement- und Fc-Rezeptoren am Anheften von HIV an FDC in vivo beteiligt sind. Aus infiziertem Gewebe abgelöstes Virus soll anhand , seines Oberflächenphänotyps und seiner Infektiösität charakterisiert werden. Zweitens sollen, Viren in Kultur mit verschiedenen Mustern an Opsoninen generiert und auf ihre Anlagerung an verschiedenen Zellen und ihre Infektionstüchtigkeit getestet werden. Dadurch kann das für Infektiosität günstigste Muster bestimmt und mit dem aus infektiösern Gewebe abgelöstem, Virus verglichen werden. Drittens, es sollen neben den Untersuchungen an humanen Geweben auch Experimente mit Geweben von Schimpansen durchgeführt werden. Dies ist von besonderem Interesse, da diese Tiere fast nie AIDS entwickeln, obwohl eine aktive und persistierende Infektion illit HIV in Schimpansen beobachtet werden kann. Die Resistenzldieser Tiere scheint mit der fehlenden Deposition von HIV in GC zu korrelieren. Deshalb wollen wir die Unterschiede zwischen dein Irnunsystern des Menschen und der Schimpansen vergleichen und dabei den Schwerpunkt auf CR-Ligand Interaktionen im LG legen. Das Ziel dieser Untersuchung ist es, die Mechanismen aufzuklären, die flür die Abwesenheit von HIV auf GC in Schimpansen verantwortlich sind, Lind diese Erkenntnis zu nutzen um die HIV-Anlagerung in humanem LG zu verhindern.
Research Output
- 116 Zitationen
- 4 Publikationen
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2005
Titel Mechanisms promoting dendritic cell-mediated transmission of HIV DOI 10.1016/j.molimm.2004.06.019 Typ Journal Article Autor Wilflingseder D Journal Molecular Immunology Seiten 229-237 -
2005
Titel Complement-opsonized HIV: the free rider on its way to infection DOI 10.1016/j.molimm.2004.06.024 Typ Journal Article Autor Stoiber H Journal Molecular Immunology Seiten 153-160 -
2004
Titel HIV and human complement: inefficient virolysis and effective adherence DOI 10.1016/j.imlet.2004.11.007 Typ Journal Article Autor Bánki Z Journal Immunology Letters Seiten 209-214 -
2001
Titel Complement-dependent control of viral dynamics in pathogenesis of human immunodeficiency virus and simian immunodeficiency virus infection DOI 10.1016/s0161-5890(01)00046-3 Typ Journal Article Autor Kacani L Journal Molecular Immunology Seiten 241-247