Menschliche Lebensformen nach Aristoteleskommentaren
Human life manifestations according to Aristotle commentaries
Wissenschaftsdisziplinen
Philosophie, Ethik, Religion (100%)
Keywords
-
HISTORY OF PHILOSOPHY,
MEDIEVAL SCIENCE,
HISTORY OF PHILOSOPHICAL ANTHROPOLOGY,
THE IDEA OF MAN
Forschungsprojekt P 14652Menschliche Lebensformen nach AristoteleskommentarenTheodor W. KÖHLER26.06.2000 Dem hochscholastischen philosophischen Erkenntnisbemühen um den Menschen kommt in der Geschichte des abendländischen Strebens nach einem wissenschaftlich fundierten Selbstverständnis des Menschen eine Schlüsselrolle zu. Während Einzelaspekte -insbesondere die maßgebendsten Lehrmeinungen der Hochscholastik - bereits recht gut ausgeleuchtet sind, ist die systematische Erforschung des Diskurses auf breitestmöglicher Quellenbasis von der Forschung vernachlässigt worden. Dank zweier nunmehr abgeschlossener Vorgängerprojekte ist diese gravierende Forschungslücke neuerdings teilweise geschlossen. Die theoretische Basis des Diskurses ist jetzt im wesentlichen dokumentiert; die Publikation der Ergebnisse steht unmittelbar bevor. Die in diesem Rahmen durchgeführten Materialsammlungen und Untersuchungen stellen zugleich Vorarbeiten für eine Auseinandersetzung mit konkreten Inhalten des Diskurses dar. Diese, bildet naturgemäß den nächsten Schritt, der nun in Angriff genommen werden kann. Ziel des beantragten Projektes ist es, einen ersten Schritt zu tun in Richtung auf das Ziel, die vielfältigen Strömungen im Denken jener Epoche hinsichtlich der genannten Thematik anhand der großenteils ungedruckten Quellenzeugnisse zu erfassen, darzustellen und in ihren geistesgeschichtlichen Zusammenhang einzuordnen Hierfür ins Auge gefaßt ist zunächst die Bestimmung und philosophische Untersuchung konkreter Erscheinungsweisen des spezifisch Menschlichen aus der Sicht von Magistri des Untersuchungszeitraumes.- Gattungsmäßig eingegrenzt wird der Projektgegenstand durch eine Beschränkung auf eine systematische Untersuchung der Aristoteleskommentierung. Dabei ist die Entwicklung einerseits historisch-chronologisch unter dem Aspekt ihrer Vorgeschichte und ihres Verlaufs, andrerseits, systematisch angesichts der Frage nach ihrer Fruchtbarkeit für das philosophische Denken der folgenden Jahrhunderte bis in unsere Gegenwart hinein zu beleuchten. Vor dem Hintergrund der Aktualität, die die Frage nach dem spezifisch Menschlichen in der gegenwärtigen bioethnischen Diskussion gewonnen hat, wird die Dringlichkeit des Desiderats deutlich, dem das Vorhaben gewidmet ist.
- Universität Salzburg - 100%