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Regesten Maximilian I.

Abstracts of Maximilian I.

Hermann Wiesflecker (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/P14157
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.02.2000
  • Projektende 31.01.2003
  • Bewilligungssumme 7.631 €

Wissenschaftsdisziplinen

Geschichte, Archäologie (100%)

Keywords

    QUELLENEDITION, REGESTA IMPERII XIV, SPÄTMITTELALTER

Abstract Endbericht

Forschungsprojekt P 14157Regesten Maximilians I.Hermann WIESFLECKER24.01.2000 Bei den Maximilian-Regesten wie bei den Regesta Imperii überhaupt, handelt es sich um Grundlagenforschung zur Geschichte Österreichs, des Reiches und Europas. Aufgrund von in allen großen österreichischen, deutschen und europäischen Archiven gesammelten Quellen erstellen die einzelnen Regestenbände das Grundgerüst der österreichischen, deutschen und europäischen Geschichte in der Regierungszeit Maximilians I. (1493-1519). Die Edition geschieht nach den Methoden moderner Regestenarbeit, wobei jedes einzelne Regest unter dem jeweiligen Datum den wesentlichen Quelleninhalt samt kritischem wissenschaftlichen Apparat (Angabe der Überlieferung, einschlägige Literatur, Anmerkungen zum Inhalt, zur Echtheit u. a. m.) bringt. Der 1990 erschienene erste Band "Regesta Imperii XIV: Ausgewählte Regesten des Kaiserreichs unter Maximilian I. 1493-1519" umfaßt für die Jahre 1493-1495 auf 468 Quartseiten 3680 derartiger Regesten, der 1993 erschienene zweite Band für die Jahre 1496-1498 auf 763 Quartseiten 5350 Regesten und der 1996 (l. Teil) und 1998 (2. Teil) erschienene dritte Band für die Jahre 1499-1501 auf 1149 Quartseiten 6.840 Regesten; ebenfalls 1996 erschienen ist das Register der Personen- und Ortsnamen zum ersten Band (109 Quartseiten). Mit diesen drei Bänden wurden für die ersten neun Alleinregierungsjahre Maximilians I. von 1493-1501 in zehn Arbeitsjahren auf insgesamt 2380 Quartseiten nicht ganz 16000 Regesten ediert, womit ein Drittel des Gesamtunternehmens fertig ist. Ort der Forschung ist das Archiv der Universität Graz, wo die Maximilian-Regesten zwei Arbeitsräume besitzen. Neben dem wissenschaftlichen Apparat befindet sich dort die Sammlung der rund 40.000 maschinschriftlichen Regesten für die gesamte Regierungszeit Maximilians I., welche neben Fotokopien, Xeroxkopien und Mikroverfilmungen von Urkunden, Akten etc. den Grundstock für die fortlaufende Edition bilden. Zur Zeit laufen die Arbeiten am vierten Band der Regesten, der die Jahre 1502-1504 umfassen wird, und die Arbeiten am Register der Personen und Ortsnamen für den zweiten Band. Die Sammlung der Maximilian-Regesten steht wie bisher auch weiterhin allen inn- und ausländischen Interessenten zur Benützung in unseren Grazer Arbeitsräumen offen. Kleinere wissenschaftliche Anfragen können auch über Frau Ass.-Prof. Dr. Ingeborg Wiesflecker-Friedhuber per Post (Universität Graz, Institut für Geschichte, Abteilung für Österreichische Geschichte, Heinrichstraße 26, A-8010 Graz) oder per e-mail (ingeborg.wiesflecker@kfunigraz.ac.at) bzw. über Dr. Manfred Hollegger (c/o Universität Graz, Universitätsarchiv, Universitätsplatz 3, A-8010 Graz bzw. manfred.hollegger@kfunigraz.ac.at) an das Unternehmen gerichtet werden.

Die Maximilian-Regesten enthalten Grundlagenforschung zur Geschichte Österreichs, des Reiches und Europas während der Regierungszeit Maximilians I. (1493-1519); sie bilden den Abschluß des wissenschaftlichen Unternehmens zur Neubearbeitung der Regesta Imperii, das in Zusammenarbeit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Wissenschaften und Literatur zu Mainz durchgeführt wird. Entsprechend den Grunsätzen der Regesta Imperii (Grundgerüst aller Quellen zur Geschichte von Kaiser und Reich) werden alle Quellengattungen bearbeitet: Urkunden, Akten, die Serien der Register- und Kammerbücher, politische Briefwechsel mit allen europäischen Mächten, Gesandtschaftsberichte, zeitgenössische erzählende Quellen, politische Propaganda etc. Dieses Dokumentenmaterial stammt aus allen größeren österreichischen, deutschen und europäischen Archiven. Diese weithin neuen Quellen, die in 50-jähriger Arbeit gesammelt und bearbeitet wurden, so daß bereits ein Grundstock von rund 40.000 Regesten vorliegt, bilden die Grundlage zu einer neuen und ganzheitlichen Sicht der österreichischen, deutschen und europäischen Geschichte an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit. Über 80% dieses Materials sind insofern neu, als sie bisher in keiner Form, weder als Volltexte noch in Regestenform, gedruckt wurden. Den Hauptinhalt der bisher erschienenen vier Bände mit insgesamt rund 20.000 Regesten bilden die außen- und innenpolitischen Ereignisse der Jahre 1493-1504. Im Innern sind dies vor allem die Reichsreform, die österreichischen Verwaltungsreformen, die Entwicklung des frühmodernen Staates und die aufbrechenden großen sozialen und religiösen Bewegungen. In der Außenpolitik dokumentieren die Bände die Verflechtungen und Kämpfe der europäischen Mächte und den allmählichen Aufstieg des Hauses Österreich zur europäischen Großmacht. Größte Aufmerksamkeit wurde auch den Quellen zur Rechts-, Sozial-, Wirtschafts- und Alltagsgeschichte sowie zur Kultur- und Geistesgeschichte zugewendet. Aufgrund dieser reichhaltigen Quellenpublikation wird erstmals ein verläßliches Bild des politischen und geistigen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens an der Zeitenwende um 1500 möglich. Außerdem werden dadurch wenigstens unsere wichtigeren Geschichtsquellen gegen die unabsehbaren Möglichkeiten des Verlustes und der Vernichtung gesichert. Um die Benützung unserer Quellen zu erleichtern, laufen Vorbereitungen, die Regestenbände auch im Internet zugänglich zu machen.

Forschungsstätte(n)
  • Bundesland Steiermark - 100%

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