Fontes Civitatis Ratisponensis (FCR) II
Fontes Civitatis Ratisponensis (FCR) II
Wissenschaftsdisziplinen
Geschichte, Archäologie (70%); Informatik (30%)
Keywords
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HISTORISCHE INFORMATIONSWISSENSCHAFT,
HISTORISCHE DOKUMENTATION,
EDITION,
INFORMATIONSSYSTEME,
MULTIMEDIA,
WORLD-WIDE WEB (WWW)
Das Team des Forschungsprojekts Integrierte Computergestützte Edition (ICE) hat sich zur Aufgabe gesetzt, bewährte Editionstechniken mit rezenten Informationstechnologien und den damit in Zusammenhang stehenden wissenschaftstheoretischen Ansätzen zu kombinieren. Das bedeutet vor allem interdisziplinäre Arbeit sowie Transparenz des Forschungsprozesses durch eine regelbasierte Teilautomatisierung editorischer Tätigkeit und durch Einbindung und Verwaltung von Spezialwissen des Bearbeiters. Als Ziel dieses Projekts gilt die Erweiterung des bestehenden Informationssystems, welches einerseits zur Archivierung historischer Originalquellen und deren inhaltlicher Erschließung dient, andererseits aber auch umfangreiche Hilfsmittel zur Analyse hochstrukturierter Quellen des 15. und 16. Jahrhunderts bereitstellt. Dazu ist es neben der entwickelten Verwaltung von Daten und Wissen zur Unterstützung eines transparenten Dokumentations- und Editionsprozesses (ICE-Methode) notwendig, strukturell-analytische Methoden zu integrieren, um dem Benutzer unmittelbaren Zugriff nicht nur auf die Textgestalt, sondern auch auf die dahinterliegenden Informationen zu ermöglichen. Als Ergebnis entsteht ein integriertes Informationssystem für sämtliche historische Disziplinen, wobei der Computer als Trägermedium der nach einem erweiterten Editionsbegriff bearbeitetem historischen Quellen fungiert. In der Laufzeit der Projektserie hat sich die Computerwelt im Bereich der globalen Vernetzung und deren neuen Möglichkeiten völlig verändert. Ohne die ursprüngliche Projektkonzeption modifizieren zu müssen, bietet sich unter Ausnutzung der Flexibilität des Konzeptes und durch Migration von Informationen aus dem geschilderten Kernsystem die Möglichkeit, ein paralleles multimediales Informationssystem im World-Wide Web(WWW) aufzubauen, das auch dem Nicht-Spezialisten den Zugang zum editierten Material erlaubt. Durch die Entwicklung eines weiteren anwenderorientierten Interfaces zwischen dem Kernsystem und den WWW-Applikationen können drei unterschiedliche Benutzergruppen von den Ergebnissen des Projekts profitieren: der Nicht-Spezialist navigiert über hypermedia-orientierte Standardoberflächen (unter Ausnutzung von Java, Javascript und der Frame- Architektur im Internet oder auf CDROM), der Fortgeschrittene interagiert über ein zu entwickelndes Anwenderinterface mit integriertem Assistenten direkt mit dem Kernsystem und der Spezialist lädt sich Software und freigegebene Module auf seinen Computer herunter oder erwirbt die entsprechende CDROM.
- Universität Graz - 100%
- Gerhard Jaritz, Österreichische Akademie der Wissenschaften , nationale:r Kooperationspartner:in
- Manfred Thaller, Universität Köln - Deutschland
- Peter Denley, Royal Holloway University of London - Vereinigtes Königreich