Trailist
Trailist - An Open Framework for Supporting Trail-based Information Access
Wissenschaftsdisziplinen
Informatik (100%)
Keywords
-
COMPONENT-BASED OPEN HYPERMEDIA SYSTEM,
USER TRAILS,
COLLABORATIVE WORK,
SOFTWARE AGENTS,
SOCIAL NAVIGATION
Forschungsprojekt P 14006TrailistSiegfried REICH11.10.1999 Benutzer von Informationssystemen, wie beispielsweise dem World-wide Web, sind mit steigenden Informationsmengen konfrontiert. Dadurch werden das Auffinden von relevanter Information sowie das Navigieren in großen Datenmengen immer schwieriger. Das Projekt Trailist nimmt sich dieser Probleme an, indern Navigieren und Auffinden von Information durch Hinweise auf "Spuren" anderer Benutzer unterstützt werden. Den Faden, den der griechische Held Theseus spannt, um aus dem Labyrinth herauszufinden, oder die Kieselsteine, die Hänsel streut, um mit Gretel wieder nach Hause zu finden, sind nur zwei von vielen Beispielen von Benutzerspuren aus dem Alltag. Auch beim Umgang mit Information hinterlassen Benutzer Spuren. Beispielsweise das Lesen eines Dokumentes kann als Indikator für das Interesse an diesem Dokument dienen; das Ausdrucken einer Datei könnte ein Indiz dessen besonderer Wichtigkeit sein; ebenso wie das Weiterleiten eines Dokumentes an einen Kollegen. Diese Spuren, die Benutzer beim Uragang mit Information hinterlassen, werden von Softwareagenten analysiert und das Ergebnis dieser Analyse als Navigationshilfe zur Verfügung gestellt. Benutzer können somit das System unter anderem fragen "wohin sie von hier aus gehen sollen?", "welche Dokumente von anderen Benutzern dieses Knotens noch gelesen werden?", oder auch "wie sind wir zu diesem Schluß gekommen?". Die Privatsphäre spielt dabei eine große Rolle und Forschungen haben gezeigt, daß in vielen Millen eine Verbesserung der Navigation bereits mit anonymen Hinweisen erreicht werden kann (z.B. "andere Benutzer lesen auch noch folgende Dokumente", usw.). Wesentliches Ziel des Projektes Trailist ist es, ein offenes und erweiterbares Framework zur Implementierung "spurenbasierter" Informationssysterne zu entwickeln. Dazu sollen neben dem Framework auch zwei Prototypen programmiert werden, die beispielhaft die Realisierung solcher Anwendungen zeigen. Der erste Prototyp, ein erweiterter Webbrowser, protokolliert automatisch den Verlauf des Navigierens im Internet mit, beispielsweise welche Dokumente gesichtet wurden, welche Dokumente gedruckt wurden, welche Dateien an Kollegen weitergeleitet wurden, wieviel Zeit beim Betrachten eines Dokumentes verbracht wurde, usw. Aufbauend auf diesen Daten schlägt ein Softwareagent andere relevante Dokumente vor oder verweist auf Benutzer mit dimlichen Interessen (falls die Zugriffsrechte dies erlauben). Der zweite Prototyp wird einen persönlichen Softwareagenten implementieren, der beliebige Aktionen eines Benutzers; mit Dokumenten mitprotokolliert. Dadurch sollen Benutzer in die Lage versetzt werden, Dokumente besser aufzufinden. Oft merken sich Benutzer Ereignisse wie "das Dokument wurde an meinem Geburtstag gedruckt" oder "ich habe das Dokument an einen Kollegen weitergeleitet", usw. Aufbauend auf den Spuren, die der Benutzer beim Umgang mit Information hinterläßt, wird der persöliche Agent den Benutzer bei der Informationssuche unterstützen.
- Salzburg Research Forschungsgesellschaft m.b.H. - 100%
- Luc Moreau, King´s College London - Vereinigtes Königreich
Research Output
- 8 Zitationen
- 2 Publikationen
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2020
Titel Cooperative genetic networks drive a mammalian cell state transition DOI 10.1101/2020.03.23.000109 Typ Preprint Autor Lackner A Seiten 2020.03.23.000109 Link Publikation -
2020
Titel NMD is required for timely cell fate transitions by fine-tuning gene expression and controlling translation DOI 10.1101/2020.07.07.180133 Typ Preprint Autor Galimberti E Seiten 2020.07.07.180133 Link Publikation