Reflexive Historische Anthropologie. Biographische Erfahrungen und Wissenschaftspraxis
Self-reflective Historical Anthropology
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Geisteswissenschaften (55%); Andere Sozialwissenschaften (15%); Philosophie, Ethik, Religion (15%); Soziologie (15%)
Keywords
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HISTORISCHE ANTROPOLOGIE,
HIST. ANTHR. DER HIST. ANTHR.,
BIOGRAPHIEFORSCHUNG,
WISSENSCHAFTSGESCHICHTE
Forschungsprojekt P 13837Reflexive Historische AnthropologieMichael MITTERAUER24.01.2000 Eine konsequent betriebene Historische Anthropologie ist stets auch eine Reflexive Historische Anthropologie, die die eigene (kognitive und institutionelle) Wissenschaftspraxis mit den eigenen Forschungsinstrumentarien zu analysieren versucht. Eine solche Historische Anthropologie der Historischen Anthropologie ergibt sich nict nur aus den theoretischen Prämissen der Historischen Anthropologie selbst sondern darüber hinaus aus der aktuellen Wissenschaftsforschung und reflexiven Ansätzen in diversen Geistes- und Sozialwissenschaften; hier wird versucht, Wissenschaft - inkl. Die eigene - in ihren sozialen und kulturellen Gebundenheiten exemplarisch offenzulegen; dabei wird letztlich das durch die Wissenschaft produzierte Wissen als ein je spezifisches Deutungsmodell von Welt, Wirklichkeit, Menschsein, Sozialem, Kulturellem usw. begriffen. In dem hier nun vorgelegten Projekt, das überdies an zahlreiche Vorarbeiten im Arbeitsbereich der Historischen Anthropologie am Institut für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF) anknüpft, wird die historisch- anthropologische Wissenschaftspraxis der letzten drei bis vier Jahrzehnte zum Untersuchungsgegenstand gemacht. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage nach biographischen Erfahrungen historisch-antropologisch orientierter WissenschaftlerInnen als Fokus gesellschaftlicher Strukturen und Prozesse. Zuvorderst wird danach gefragt, inwieweit vier soziokulturell relevanten Kategorien - soziale Herkunft, Geschlecht, Örtlichkeiten und Generation - biographische Erfahrungen der AkteurInnen der historisch-anthropologischen Wissenschaftspraxis geprägt haben und inwieweit infolge auch die historisch-anthropologische Wissenschaftspraxis geprägt haben und inwieweit infolge auch die historisch-anthropologische Wissenschaftspraxis (kognitiv und institutionell) dadurch strukturiert worden ist. Als Quellen dienen uns zuallererst die AkteurInnen historisch anthropologischer Wissenschaftspraxis selbst. In Form einer "gemischten" Interviewmethode (sowohl offene narriative Elemente als auch leitfadenorientiert) sollen ca. dreißig historisch-anthropologisch orientierte WissenschaftlerInnen mehrerer Altersstufen, unterschiedlichen Geschlechts, aus verschiedenen Disziplinen und europäischen Staaten (u.a. in Ost- und Südosteuropa) interviewt werden, sodann die transkribierten Interviews in einem differenzierten Verfahren, u.a. in Interpretationsgruppen, hinsichtlich der zentralen Fragestellung ausgewertet und in Beziehung gesetzt werden.
- Universität Wien - 100%
- Ada Pellert, Universität Wien , assoziierte:r Forschungspartner:in
- Gerhard Strohmeier, Universität Wien , assoziierte:r Forschungspartner:in
Research Output
- 670 Zitationen
- 1 Publikationen
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2011
Titel Germline mutations in BAP1 predispose to melanocytic tumors DOI 10.1038/ng.910 Typ Journal Article Autor Wiesner T Journal Nature Genetics Seiten 1018-1021 Link Publikation