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Historische Ethnographie der Franken (6.-9. Jahrhundert)

Historical Ethnography of the Franks

Walter Pohl (ORCID: 0000-0002-6885-2248)
  • Grant-DOI 10.55776/P13549
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.06.1999
  • Projektende 15.10.2002
  • Bewilligungssumme 118.172 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Geschichte, Archäologie (100%)

Keywords

    FRANKEN, GESCHICHTE 6. BIS 9. JAHRHUNDERT, HISTORISCHE ETHNOGRAPHIE, HISTORIOGRAPHIE, SOZIALE ERINNERUNG, HANDSCHRIFTENÜBERLIEFERUNG

Abstract Endbericht

Die fränkischen Königreiche des 6.-9. Jahrhunderts stellten eine wichtige Stufe in dem langen Prozeß der Herausbildung ethnischer Identitäten in Europa dar. Viele moderne Nationen sind letztlich aus dieser fränkischen Erfahrung entstanden. Doch wer waren die Franken? Fränkische Identität ist viel schwieriger zu begreifen als meist angenommen. Der Begriff Franci konnte eine spezifische ethnische Zugehörigkeit beschreiben, die Einwohner einer Region (der Francia), eine soziale Stellung (die "Freien"), eine breite Bevölkerung von sehr gemischtem Ursprung (die Bewohner der fränkischen Königreiche), oder er konnte sogar in noch weiterem Sinn als Synonym für Germani oder (West)Europäer verwendet werden. Das Ziel Projektes ist es daher, wechselnde Wahrnehmungen und Auffassungen von fränkischer Identität zu untersuchen. Texte, im besonderen historiographische Texte, entwarfen und propagierten diese Identitäten. Das Projekt soll Unterschiede innerhalb einer reichhaltigen und komplexen Tradition fränkischer Historiographie erfassen, die im Dienst der Gegenwart die Vergangenheit umformte. Es bezweckt eine systematische Untersuchung der verschiedenen Erzählungen über Kernelemente fränkischer Identität: Herkunft, Stellung des Königtums, Bedeutung des Namens "Franci", territoriale Gestalt, Beziehungen und Abgrenzungen zu anderen gentes etc. Diese Erzählungen sollen nicht nur zwischen verschiedenen Geschichtswerken verglichen werden (die Historiae des Gregor von Tours, Fredegars Chronik und ihre Fortsetzungen, und der Liber Historiae Francorum), sondern auch zwischen den Textvarianten und unterschiedlichen Rezensionen desselben Textes. Die systematische Analyse von Handschriften fränkischer Historiographie erlaubt wichtige neue Erkenntnisse über den je spezifischen Gebrauch der fränkischen Vergangenheit, wie eine Pilotstudie bereits ergeben hat. Der Vergleich zwischen merowingischen und karolingischen Wahrnehmungen der Franken soll Wandlungen der fränkischen Identität aufzeigen. Unterschiedlich beantwortet wurde, wer die Franken waren, woher sie kamen, und was ihre historische Rolle war. Als Ergebnis können nicht nur neue Einsichten in die Bedeutung fränkischer Identität erwartet werden, sondern auch neue Methoden des Umgangs mit Texten über Ethnizität. Das Projekt kann zudem die Annahme überprüfen, daß Texte ethnische Identitäten nicht nur reflektierten, sondern auch entwerfen und propagieren konnten. Dadurch trägt es zu einer allgemeinen Diskussion über das Wesen ethnischer und sozialer Identitäten bei, deren Bedeutung über das frühmittelalterliche Material hinausgeht, das untersucht wird.

Ziel des Projekts war es, ethnische Prozesse in den fränkischen Reichen des frühen Mittelalters zu untersuchen. Damals, nach dem Untergang des weströmischen Imperiums, entstand die spezifische Rolle ethnischer Identität für die Integration politischer Großverbände in der europäischen Geschichte. Für diese besondere Entwicklung einer ethnischen Legitimation von Herrschaft und der Herausbildung ethnischer Identitäten stellten die fränkischen Königreiche des 6.-9. Jahrhunderts eine wichtige Stufe dar. Aus Teilen und Teilungen eben dieses frühmittelalterlichen fränkischen Reiches entwickelten sich später Frankreich und Deutschland, aber auch andere moderne europäische Nationen sind letztlich aus dieser fränkischen Erfahrung entstanden. Methodischer Ansatzpunkt des Projekts war die Verbindung zweier relativ junger Forschungstraditionen, die mit dem Wissenschaftsstandort Wien eng verbunden sind. Zum einen baute das Projekt auf die Methoden und Ansätze auf, die in den letzten drei Jahrzehnten durch die "Wiener Schule der historischen Ethnographie" entwickelt wurden. Völker und ethnische Identitäten werden hier nicht als objektives Phänomen, sondern als subjektive Erfahrung verstanden und ihre Entstehung nicht als biologisch determinierter, sondern als jeweils besonderer historischer Prozeß betrachtet. Daran schloß der zweite methodische Ansatz des Projekts an. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, welche Rolle Texte, besonders historiographische Texte, für die soziale Konstruktion ethnischer Identität im frühen Mittelalter spielten. Indem die untersuchten Texte nicht nur als einfache Widerspiegelungen ethnischer Ordnungen betrachtet wurden, sondern auch als Medien, in denen diese Identitäten entworfen und propagiert wurden, sollten wechselnde oder auch konkurrierende Wahrnehmungen und Auffassungen fränkischer Identität analysiert werden. Dabei wurden nicht nur verschiedene Geschichtswerke, die in den fränkischen Regna des frühen Mittelalters entstanden, untersucht, sondern die erhaltenen Texte aus dem frühen Mittelalter auch in den verschiedenen Zusammenhängen, in denen sie überliefert und abgeschrieben wurden. Dadurch konnte erkannt werden, wie oft sehr ähnliche Texte und historiographische Traditionen durch ihre verschiedenen Zusammenstellungen und Kontextualisierungen für sehr unterschiedliche Identitätsentwürfe verwendet wurden. Erst mit diesem Schritt war es aber auch möglich, diese verschiedenen Entwürfe als Quellen für konkurrierende Identitätsangebote zu erschließen und den verschiedenen Integrationsbemühungen, die mit dem Frankennamen verbunden werden konnten, auf die Spur zu kommen - und damit auch den dynamischen Prozessen der Herausbildung und Konstruktion fränkischer Identität.

Forschungsstätte(n)
  • Österreichische Akademie der Wissenschaften - 100%
Internationale Projektbeteiligte
  • Hans-Werner Goetz, Universität Hamburg - Deutschland
  • Mayke De Jong, Universiteit Utrecht - Niederlande

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