Photodynamische Diagnose von Hirntumoren
Photodynamic intraoperative diagnosis of braintumors
Wissenschaftsdisziplinen
Klinische Medizin (100%)
Keywords
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PHOTODYNAMIC DIAGNOSIS,
BRAIN TUMORS,
PHOTOSENSITIZER,
FLUOROSCENCE,
PHOTODYNAMIC THERAPY,
MTHPC
Zielsetzung: In diesem Projekt sollen die fluoreszierenden Eigenschaften von Photosensitiser, welche im Rahmen der photodynamischen Therapie eingesetzt werden, zur intraoperativen Diagnose PDD) von Hirntumoren verwendet werden. Dadurch wird die operative Orientierung erleichtert und der Tumor kann radikaler entfernt werden, ein Faktor, welcher für die Überlebensprognose der Betroffenen große Bedeutung besitzt. So besitzt die Photodynamische Diagnose (PDD) das Potential, in Zukunft auch teilweise die Neuronavigation in der Tumorchirurgie zu ersetzen. Einleitung: Die Überlebenszeit von Patienten mit malignen Hirntumoren liegt trotz Einsatz aller verfügbaren Behandlungsmethoden bei 15 Monaten. Die vollständige Resektion von Hirntumoren (Gliomen) ist, bedingt durch ihr infiltrierendes Wachstum und durch die geringe Differenzierung vom normalen Hirngewebe, kaum möglich. Durch die selektive Speicherung von Photosensibilisatoren im Tumorgewebe und deren fluoreszierenden Eigenschaften, kann der Tumor bez. die Tumorränder nach entsprechender Anregung sichtbar gemacht werden. Durch nachfolgende Anregung von hochenergetischem Licht wird entsprechend der Wellenlänge, entweder eine Fluoreszenz oder Zytotoxität induziert. Dadurch kann der Tumor einerseits sichtbar gemacht, als auch behandelt werden.( "Sehen und behandeln"). Methodik: Patienten werden nach Einwilligung 4 Tage vor der Operation mit einem Photosensitiser sensibilisiert. Eine Xenonlichtquelle wird nach Kraniotomie intraoperativ zur Fluoreszenz Anregung und damit zur Diagnostik verwendet. Die Fluoreszenz wird von einer 3-Chip target integrierten Restlicht-CCD-Farbkamera integral erfaßt und nach Verarbeitung des Signals in einem PC auf einem hochauflösenden Monitor zur Ansicht gebracht. Die Einkoppelung in ein Operationsmikroskop erlaubt eine mikrochirurgische Resektion "on-line". Ein weiterer Teil des Fluoreszenzsignals wird über zusätzliche Glasfiberfasern in einen Spektralphotometer geleitet, um die Photosensitiser-spezifiasche Fluoreszenz nachzuweisen. Durch die geplante Neuentwicklung dieser Spektralanalyse ist eine on-line Messung möglich. Ein ähnliches Konzept wird in ersten Ansätzen in der Urologie, Pulmologie und Dermatologie angewandt. Die Universitätsklinik für Neurochirurgie Innsbruck ist mit 1983 in der Entwicklung und Erforschung der photodynamischen Therapie engagiert, und ist europaweit führend, als auch international anerkannt.
Research Output
- 79 Zitationen
- 3 Publikationen
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2007
Titel In Vitro Investigation on the pH Dependence of the Absorption and Fluorescence Properties of the Photosensitizer mTHPC¶ DOI 10.1562/0031-8655(2002)0750335iviotp2.0.co2 Typ Journal Article Autor Zimmermann A Journal Photochemistry and Photobiology Seiten 335-338 -
2002
Titel In Vitro Investigation on the pH Dependence of the Absorption and Fluorescence Properties of the Photosensitizer mTHPC DOI 10.1562/0031-8655(2002)075<0335:iviotp>2.0.co;2 Typ Journal Article Autor Zimmermann A Journal Photochemistry and Photobiology Seiten 335-338 -
2001
Titel mTHPC-mediated Photodynamic Diagnosis of Malignant Brain Tumors DOI 10.1562/0031-8655(2001)074<0611:mmpdom>2.0.co;2 Typ Journal Article Autor Zimmermann A Journal Photochemistry and Photobiology Seiten 611-616