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Die Entwicklung triadischer u.jurassischer Kieselschwämme (Porifera) der Nord-u.Süd-Tethys unter besonderer Berücksichtigung d.Trias-Jura-Grenze.

Development of Triassic and Jurassic siliceous sponges (Porifera) of the Northern and Southern Tethys with special consideration of the Triassic-Jurassic boundary.

Helfried Mostler (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/P12751
  • Förderprogramm Einzelprojekte
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.08.1998
  • Projektende 31.12.2002
  • Bewilligungssumme 111.771 €

Wissenschaftsdisziplinen

Geowissenschaften (100%)

Keywords

    PHYLOGENIE, PIONIERBESIEDELUNG, MASSENAUSSTERBEN, BESIEDELUNGSSTRATEGIEN

Endbericht

Warum sind die Kieselschwämme die primitivsten mehrzelligen Organismen ein in jüngster Zeit so begehrtes Forschungsobjekt? Der rein wissenschaftliche Aspekt liegt darin, wie und mit welcher Strategie diese Tiergruppe den Durchbruch zu den Mehrzellern geschafft hat. Der praktische, pharmazeutisch-medizinische Ansatz dagegen verfolgt die Analyse und Reproduktion der von den Schwämmen entwickelten Immunstoffe. In diesem Projekt wurde die Entwicklung der Kieselschwämme im Erdmittelalter (Trias und Jura) einem Zeitraum von über 90 Millionen Jahren nachgegangen. Dabei hat sich gezeigt, dass einige Großgruppen die Baupläne längst ausgestorbener Vorfahren nochmals neu entwickelt haben. Die Kieselschwämme entpuppten sich selbst nach plötzlichen Veränderungen ihres Lebensraumes als sehr anpassungsfähig. Der rasche Umbau der Meeresräume durch abrupte tektonische Ereignisse (aus dem Erdinnern wirkende Kräfte), hat vor allem durch die Bildung eines starken Reliefs am Meeresgrund , die Kieselschwämme geradezu herausgefordert, die neuen Siedlungsräume zu erobern. Das Angebot von Nischen im rauhen Relief war dabei mitverantwortlich. Im Vergleich zu den bisherigen Forschungsergebnissen sind die Kieselschwämme des Erdmittelalters in fast allen Meeresablagerungen vertreten. Sie fehlen jedoch in extremen Flachwassersedimenten. Ausnahmen sind jene Formen die sich auf Flachwasserverhältnisse spezialisiert haben und den Gezeiten trotzen konnten. Solche Formen wurden aus der Obertrias der Nördlichen Kalkalpen nachgewiesen. In stark abgesunkenen Meeresräumen haben sich hochdiverse und sehr reiche Schwammfaunen entwickelt, die häufig sogar gesteinsbildend werden können. Entgegen bisheriger Meinungen sind die Kieselschwammanhäufungen nicht auf den Oberjura beschränkt, sondern sind sowohl in der Mittel- und Obertrias , als auch im Unteren und Mittleren Jura z.t.gesteinsbildend vertreten. Die von vielen Wissenschaftern angenommenen Krisenzeit an der Wende Trias/Jura hat bei den Kieselschwämmen keine Spuren des Aussterbens hinterlassen. Die sogenannten modernen Schwämme (gemeint sind solche, die sich erst in jüngster geologischer Vergangenheit entwickelt haben) haben iher Wurzeln in der Mitteltrias und gehören zu einer 235 Millionen Jahre alte Gruppe von Kieselschwämmen.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Innsbruck - 100%

Research Output

  • 100 Zitationen
  • 1 Publikationen
Publikationen
  • 2018
    Titel Aspirin Recapitulates Features of Caloric Restriction
    DOI 10.1016/j.celrep.2018.02.024
    Typ Journal Article
    Autor Pietrocola F
    Journal Cell Reports
    Seiten 2395-2407
    Link Publikation

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