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Establishing archeomagnetic dating in Austria

Establishing archeomagnetic dating in Austria

Elisabeth Schnepp (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/M787
  • Förderprogramm Lise Meitner
  • Status beendet
  • Projektbeginn 22.03.2004
  • Projektende 22.03.2006
  • Bewilligungssumme 63.460 €

Wissenschaftsdisziplinen

Geowissenschaften (80%); Geschichte, Archäologie (20%)

Keywords

    Geophysics, Archeomagnetism, Dating, Archeology, Earth magnetic field

Abstract

Die Methode der archäomagnetischen Datierung soll in Österreich als naturwissenschaftliches chronologisches Werkzeug für archäologische Untersuchungen der Besiedlung während der vergangenen 4000 Jahre zur Verfügung gestellt werden. Langsame Variationen des Erdmagnetfeldes im Zeitbereich bis zu 100 000 Jahren werden Säkularvariation genannt. Menschliche Artefakte wie Töpferwaren, Öfen oder Feuerstellen können den magnetischen Feldvektor aufzeichnen und bis heute bewahren. Dieses Phänomen wird Archäomagnetismus genannt und es erlaubt dem Wissenschaftler die Geschichte des Erdmagnetfeldes durch die Untersuchung gut datierter archäologischer Strukturen, die aufgeheizt wurden, zu rekonstruieren. Ist die zeitliche Änderung des Erdmagnetfeldes bereits bekannt, so kann eine solche Säkularvariationskurve als Datierungswerkzeug für die Archäologie genutzt werden, indem der in einer nicht datierten, gebrannten archäologischen Struktur gemessene Feldvektor mit der Säkularvariationskurve verglichen wird. Aus historischen Aufzeichnungen des Erdmagnetfeldes ist aber bekannt, daß die Säkularvariation regional unterschiedlich und nicht vorhersagbar ist. Deshalb können Säkularvariationskurven nur über kurze Distanzen von ca. 1000 km verwendet werden. Gut bestimmte Säkularvariationskurven wie die für Frankreich oder Bulgarien sind zu weit von Österreich entfernt gemessen, um die von Archäologen gewünschte Datierungsgenauigkeit zu gewährleisten. Andererseits wurden bereits im Grenzgebiet um Österreich bereits viele gut datierte Fundplätze archäomagnetisch untersucht und stellen einen Datensatz zur Verfügung, der mit einigen Erweiterungen erlauben sollte, archäomagnetische Datierungen für die vergangenen 2000 Jahre in Österreich zu etablieren. Außerdem birgt Österreich ein reichhaltige kulturelles Erbe und archäologische Ausgrabungen fördern regelmäßig Strukturen zutage, die gute Möglichkeiten bieten, das Erdmagnetfeld während der vergangen 4000 Jahre zu studieren, und die Anwendung archäomagnetischer Datierung in Österreich auf diesen Zeitraum auszuweiten.

Forschungsstätte(n)
  • Montanuniversität Leoben - 100%
Nationale Projektbeteiligte
  • Robert Scholger, Montanuniversität Leoben , assoziierte:r Forschungspartner:in

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