Verwendung metallbeschichteter Kunststoffe als Elektroden in Form von Membranen und MEEs in der organischen Elektrosynthese
Verwendung metallbeschichteter Kunststoffe als Elektroden in Form von Membranen und MEEs in der organischen Elektrosynthese
Wissenschaftsdisziplinen
Chemie (100%)
Keywords
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METALLBESCHICHTETE KUNSTSTOFFE,
MEMBRANEN,
MIKROELEKTRODENENSEMBLE,
HYDRIERUNG,
ELEKTROSYNTHESE
Die Verwendung metallbeschichteter Kunststoffe als Elektroden in elektro-organischen Synthesen ist zu untersuchen. Die Herstellung der Materialien erfolgt durch außenstromlose Metallisierung. Es sollen zum einen mikroporöse Polypropylenfolien einseitig mit Palladium beschichtet werden. Zum anderen sollen Kunststoffpulver verschiedener Korngröße metallisiert und anschließend formgebend verpreßt werden. Die einseitig metallisierte Folie soll als Separator bei Hydrierungen verwendet werden. Der an der Metallseite durch Reduktion von Wasser entwickelte nascierende Wasserstoff gelangt durch Diffusion auf die Rückseite der Elektrode. wo er für Hydrierungen zur Verfügung steht. ,Die Reduktion von Styrol zu Ethylbenzol dient als Testreaktion. Ein Vergleich zur Verwendung reiner Metallelektroden ist zu ziehen. Anschließend sollen verschiedene technisch relevante Hydrierungen durchgeführt werden. Da die Polypropylenfolie mikroporös ist, führt ihre einseitige Metallisierung von der Kunststoffseite betrachtet, zu einem Ensemble versenkter Mikroelektroden. Die Verpressung metallisierter Kunststoffpulver führt zu einem Netzwerk aus "leitenden Bändern", das ebenfalls als Mikroelektrodenensemble (MEE) angesehen werden kann. Aufgrund der speziellen Eigenschaften von MEE`s (geringer Spannungsabfall in der Lösung, geringe kapazitive Aufladung. hemisphärisches Diffusionsprofil ist ein Unterschied in der Produktbildung im Vergleich zu konventioneller Elektroden zu erwarten. Dies soll nach einer eingehenden Charakterisierung der Materialien an geeigneten Elektrosynthesen überprüft werden.
- Technische Universität Graz - 100%
- Jürgen O. Besenhard, Technische Universität Graz , assoziierte:r Forschungspartner:in