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Biografien Tibetischer Kostbarpillen

Biographies of Tibetan Precious Pills

Barbara Gerke (ORCID: 0000-0002-5271-8394)
  • Grant-DOI 10.55776/M1870
  • Förderprogramm Lise Meitner
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.12.2015
  • Projektende 30.04.2018
  • Bewilligungssumme 159.620 €
  • Projekt-Website

Wissenschaftsdisziplinen

Soziologie (25%); Sprach- und Literaturwissenschaften (75%)

Keywords

    Tibetan Medicine, History of recipes, Precious Pills, The social life of things, Mercury in Asian medicines, Biographies of medicines

Abstract Endbericht

Tibetische Juwelenpillen (rin chen ril bu) stellen das höchste Gut in der tibetischen Pharmakologie dar. Sie haben einen außerordentlichen medizinischen, sozialen, politischen, wirtschaftlichen und religiösen Einfluss in der tibetischen Gesellschaft, und darüber hinaus. Sie werden verschrieben, gehandelt, verschenkt, getragen und inzwischen weltweit konsumiert. Sie gelten als die stärksten Heilmittel gegen schwerste Erkrankungen, finden aber auch Anwendung als verjüngende Tonika, in der Ersten Hilfe und als Schutzamulette (z.B. während der SARS- Epidemie). Wegen ihres Blei- und Quecksilbersulfidgehaltes sind sie auch umstritten vielen Patienten ist jedoch nicht bewusst, dass die Pillen verarbeitete Schwermetalle enthalten. Aufgrund ihrer wertvollen Inhaltsstoffe wie z.B. Gold, Silber, Saphire, Türkise und Perlen sind Juwelenpillen teurer als andere tibetische Pillen. Als (un)kontrollierte Nahrungsergänzungsmittel haben sie Nischen in der Komplementärmedizin auf globalen Märkten gefunden. Allerdings werden ihre Inhaltstoffe und Rezepturen oft geheim gehalten, nur wenig ist über ihre Herkunft bekannt. Was geschieht, wenn solche Vielstoffpräparate aus einer medizinethnologischen theoretischen Perspektive untersucht werden, die auf Ansätzen über Objektbiographien basiert (Appadurai 1986, Kopytoff 1986)? Und was geschieht, wenn dieser Biographie-Ansatz erweitert und die Textgeschichten dieser Heilmittel als Teil der heutigen gelebten Praxis verstanden wird wenn beispielsweise aus dem 12. Jahrhundert stammende Rezepte noch heute verwendet werden? Dieses Projekt geht über Kopytoffs Ansatz zu Objektbiographien, der sich hauptsächlich auf kommodifizierte materielle Objekte bezieht, hinaus. Es kombiniert Übersetzungen und Textanalyse mit Ethnographie, um die Biographien von drei der acht Kostbarpillen, die die tibetische Pharmaindustrie heute in Indien produziert, zu skizzieren. Dafür werden historische Rezepte aus dem Tibetischen übersetzt und analysiert, ihrer soziale, politische, religiöse und wirtschaftliche Bedeutung untersucht und ihr moderner therapeutischer Einsatz ethnographisch erforscht. Dieses interdisziplinäre Projekt von Tibetologie und Medizinethnologie wird am Institut für Südasien, Tibet- und Buddhismuskunde an der Universität Wien angebunden werden. Rezepte in Medizintexten werden als literarische Form verstanden, die den Austausch von medizinischem Wissen vermitteln (Nappi 2009). Übersetzungen von Rezepten und deren Analyse werden Aufschluss darüber geben, welche therapeutische, religiöse und politische Bedeutung tibetische Medizinautoren den Juwelenpillen in verschiedenen historischen Epochen gaben. Feldforschungen werden in Indien durchgeführt, wo langfristige Forschungskontakte bereits vorhanden sind. Interviews mit Pharmakologen und Ärzten werden im Mittelpunkt stehen, um herauszufinden, welche der historischen Rezeptwerke in verschiedenen Heilmitteln noch verwendet und wie diese Rezepte heute interpretiert und substituiert werden. Diese Studie ist von aktueller Bedeutung, da sie eine beträchtliche Datenmenge und neue Analysen für die Debatte über Toxizität in den asiatischen Medizintraditionen liefern wird. Die Verbreitung der Ergebnisse durch Open-Access und Peer-Review Publikationen sowie eine eigenen Projekt-Webseite wird Ärzten, Patienten, Entscheidungsträgern und anderen Akteuren ermöglichen, fundiertere Entscheidungen über die Verwendung von Juwelenpillen zu treffen.

Das zweijährige Projekt konzentrierte sich auf Biographien zeitgenössischer tibetischer Juwelenpillen und deren Sozialgeschichte. Juwelenpillen repräsentieren einen besonderen Teil der tibetischen Medizin, auch bekannt als Sowa Rigpa (Die Wissenschaft vom Heilen). Sie gelten als besonders wertvoll, weil sie eine Vielzahl von Edelsteinen und Halbedelsteinen (Perlen, Türkise, Korallen, Rubine, usw.) und Metallen enthalten. Basierend auf einer ethnographischen Analyse der derzeit in Indien hergestellten gebräuchlichsten Juwelenpillen und auf einer Studie ihrer jeweiligen Rezepturen in tibetischen Medizintexten, konnten mehrere wichtige Schlüsselergebnisse erzielt werden. Juwelenpillen bestehen aus heterogenen Rezepturen (mit 25 bis 150 Bestandteilen pflanzlichen, tierischen, metallischen und mineralischen Ursprungs), die aus verschiedenen historischen Kontexten und Quellen stammen und zumindest in textueller Hinsicht nicht als homogene Gruppe behandelt werden sollten. Erst in jüngerer Zeit, insbesondere seit Beginn der pharmazeutischen Industrialisierung tibetischer Medizin in den 1990er Jahren, wurden sie als kohäsive Arzneimittelgruppe präsentiert. Die große Popularität von Juwelenpillen lässt sich primär durch die Kombination ihrer zugeschriebenen therapeutischen und verjüngenden Aspekte erklären. Um das Wesen tibetischer Rezepturen und ihrer Biographien umfassend zu verstehen, wurden sie im Projekt als ein eigenständiges Genre betrachtet und hinsichtlich ihrer Autorenschaft, Intertextualität, Namensgebungen und ihres Produktdesigns analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass während des Herstellungsprozesses der Pillen eine gewisse Flexibilität in der Zusammensetzung der Rezeptur möglich ist. Die textbezogene und ethnographische Analyse zeigt, dass diese Art von Rezepturdesign eine Herausforderung darstellt, um Rezepturen und deren Inhaltsstoffe in einer Pharmakopöe zu standardisieren und zu kodifizieren. Eine standartisierte Pharmakopöe zu erstellen ist derzeit in Indien für vier medizinische Traditionen vorgeschrieben (Ayurveda, Unani, Siddha und Homöopathie) und wird für Sowa Rigpa höchstwahrscheinlich in naher Zukunft auch relevant werden. Die Art und Weise der Standardisierung von Rezepturen wird die Zukunft der Sowa Rigpa- Industrie in Asien mitbestimmen. Die vorliegenden Projekterkenntnisse thematisieren nicht nur die durch eine solche Standardisierung auftretenden Probleme, sondern auch die Gefahr des damit einhergehenden Verlustes medizinischen Wissens. Die moderne Kommerzialisierung von Juwelenpillen in der VR China als Teil eines Multimillionen-Dollar- Geschäfts mit tibetischer Medizin, unterscheidet sich stark von der in Indien, wo Juwelenpillen als ein Teil der tibetischen Identität wahrgenommen werden. Das Projekt hat deutlich gemacht, dass die in der VR China genutzten Juwelenpillenbroschüren sich hauptsächlich an chinesischsprachige Patienten und Konsumenten richten und Sowa Rigpa- spezifische Terminologie und Krankheitsätiologien weitestgehend ausschließen. In Indien werden dagegen Elemente aus dem Buddhismus und der tibetischen Identität in die Präsentation und Verpackungen von Juwelenpillen integriert. Beide Strategien dienen auf jeweils unterschiedliche Weise der Kommerzialisierung der Pillen. Die Projektergebnisse zeigen auch, dass der freie Verkauf von Juwelenpillen leicht zu deren Missbrauch führen kann. Warnungen über mögliche Toxiziät und Aufrufe, Juwelenpillen nur rezeptpflichtig zu nutzen, werden in Broschüren und online zwar erwähnt, aber in der Praxis oft nicht umgesetzt. Die Ergebnisse deuten auch darauf hin, dass die auf finanziellen Gewinn ausgerichtete Kommerzialisierung von Juwelenpillen den therapeutischen Zweck dieser Pillen als wirkungsvolle Medikamente untergräbt und zu ihrer übermäßigen Verwendung führen kann. Uninformierte Verbraucher außerhalb des tibetischen Kulturkreises, die Juwelenpillen online oder über den Ladentisch kaufen und entweder als Stärkungsmittel, Ergänzungsmittel oder zur Selbstmedikation verwenden, können deren Wirkungen leicht unterschätzen. Die open-access Publikationen des Projekts und eine Austellung am Institut für Südasien-, Tibet- und Buddhismuskunde stellen Forschern und Interessierten zugängliche und relevante Informationen bereit.

Forschungsstätte(n)
  • Universität Wien - 100%

Research Output

  • 32 Zitationen
  • 5 Publikationen
Publikationen
  • 2016
    Titel Naming and forgetting: Sowa Rigpa and the territory of Asian medical systems
    DOI 10.17157/mat.3.2.350
    Typ Journal Article
    Autor Craig S
    Journal Medicine Anthropology Theory
    Link Publikation
  • 2020
    Titel Sowa Rigpa Humanitarianism: Local Logics of Care within a Global Politics of Compassion
    DOI 10.1111/maq.12561
    Typ Journal Article
    Autor Craig S
    Journal Medical Anthropology Quarterly
    Seiten 174-191
  • 2017
    Titel 61. The Final Doubt and the Entrustment of Tibetan Medical Knowledge
    DOI 10.7312/salg17994-063
    Typ Book Chapter
    Autor Gerke B
    Verlag Columbia University Press
    Seiten 593-601
  • 2017
    Titel 60.Jewels in Medicines: On the Processing and Efficacy of Precious Pills According to the Four Treatises
    DOI 10.7312/salg17994-062
    Typ Book Chapter
    Autor Gerke B
    Verlag Columbia University Press
    Seiten 583-592
  • 2017
    Titel Tibetan Precious Pills as Therapeutics and Rejuvenating Longevity Tonics
    DOI 10.18732/hssa.v5i2.15
    Typ Journal Article
    Autor Gerke B
    Journal History of Science in South Asia
    Seiten 204-233
    Link Publikation

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