Mahlers III. Symphonie. Skizzen und kompositorischer Prozess
Mahler´s Third Symphony: Sketches and Compositional Process
Wissenschaftsdisziplinen
Kunstwissenschaften (100%)
Keywords
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Mahler,
Sketches,
Composition,
Process,
Third,
Symphony
Das vorliegende Forschungsvorhaben basiert auf einer autographen Handschrift, in der ein Abschnitt des ersten Satzes aus Gustav Mahlers dritter Symphonie enthalten ist. Diese einer privaten Sammlung angehörende Quelle wurde von der Antragstellerin während der Forschungen im Rahmen ihrer Dissertation an der Universität Ferrara, Italien, entdeckt und identifiziert. Die Antragstellerin verfügt über das exklusive Erlaubnis für das Studium der Handschrift. Eine erste Untersuchung zeigte, dass die Quelle bedeutend ist und einer eingehenden Analyse bedarf. Das Ziel des vorliegenden Forschungsvorhabens besteht darin, eine solche Analyse des entdeckten handschriftlichen Materials durchzuführen sowie die Stellung und Bedeutung der neu entdeckten Quelle im Entstehungsprozess der Symphonie zu bestimmen. Es gibt gewichtige Hinweise dafür, dass die Berücksichtigung der neuen Quelle auch neue Einsichten über die Entwicklung des philosophischen Konzepts, welches dem Werk zugrunde liegt, erbringen kann. Die Forschung soll über die philologische sowie hermeneutische Ebene erfolgen, wobei die Rekonstruktion und Analyse des kompositorischen Prozesses beide methodische Dimensionen miteinander verbindet. Eine zusätzliche Ebene der Untersuchung stellt die Frage nach den strukturellen und tonalen Aspekten dar. Weitere Experten und Expertinnen sollen auf unterschiedliche Weise in die Forschungsarbeit miteinbezogen werden, um die Qualität der Ergebnisse zu maximieren. Auf diese Weise sollen neue Kooperationsgelegenheiten geschaffen werden, von denen auch die gastgebende Institution profitieren wird. Österreich ist das am besten geeignete Land, um ein solches Forschungsvorhaben zu realisieren. Nicht nur verbrachte Mahler hier die meiste Zeit seines Lebens, sondern sind auch die meisten dokumentarischen Quellen in diesem Land aufbewahrt. Es ist ferner vorteilhaft, Werke und Quellen in jenem Kontext zu untersuchen, in dem sie entstanden sind. Das Wirken von zahlreichen MahlerforscherInnen in österreichischen Institutionen stellt schließlich ein weiteres, wichtiges Kriterium für die Verortung des Forschungsvorhabens dar. Eine enge Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Federico Celestini ist ein wesentlicher Punkt in der Verwirklichung des Forschungsvorhabens. Mit ihm besteht seit mehreren Jahren aufgrund seiner Mahlerforschung ein fruchtbarer Austausch von Ideen, aus dem unter anderem die Planung des vorliegenden Vorhabens hervorgegangen ist. Dr. Morten Solvik, renommierter Mahler-Forscher und Leiter des IES Abroad Vienna, hat sich bereit erklärt, mit dem Forschungsprojekt aktiv zu kooperieren. Prof. Dr. Peter Revers und Dr. Reinhold Kubik werden ebenfalls im Laufe der Forschungsarbeit um Kritik und Rat gebeten. Es wäre im Interesse der österreichischen Musikwissenschaft und Mahlerforschung eine solche auf neu entdeckten Quellen basierende Forschung in die eigenen institutionellen Rahmen aufzunehmen.
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