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Florenski und die russische Philosophie der Religion

Florensky and the Nature of Russian Religious Philosophy

Clemena Antonova (ORCID: 0000-0002-1526-7467)
  • Grant-DOI 10.55776/M1264
  • Förderprogramm Lise Meitner
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.06.2011
  • Projektende 31.05.2013
  • Bewilligungssumme 128.120 €

Wissenschaftsdisziplinen

Andere Sozialwissenschaften (15%); Kunstwissenschaften (10%); Philosophie, Ethik, Religion (50%); Sprach- und Literaturwissenschaften (25%)

Keywords

    Religious - Secular Reason, Florensky, Religion - Modernity

Abstract

Mit meiner Bewerbung um ein Lise-Meitner-Stipendium verfolge ich die Absicht, mich in die Arbeit des am Wiener Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) angesiedelten Forschungsschwerpunkts ?Religion und Säkularismus` einzubringen. Das Projekt wird von Prof. Dr. Charles Taylor geleitet, einem der bedeutendsten Philosophen der Gegenwart. Ich bin davon überzeugt, dass ich einen wichtigen Beitrag zur laufenden Arbeit am IWM leisten kann, indem ich ein wenig bekanntes Modell der Beziehung zwischen Religion und Säkularismus ins Blickfeld rücke, welches von der russischen Religionsphilosophie, insbesondere in den Schriften ihres Hauptvertreters Pavel Florensky (1882- 1937), entwickelt wurde. Im Zentrum des russischen religiösen Denkens steht, wie ich zeigen werde, der bewusste Versuch, die in der Kultur des Westens bestehende Kluft zwischen Religiösem und Säkularem zu überwinden. In dieser Hinsicht weicht das russische Modell grundsätzlich ab vom herrschenden, westlichen Paradigma. Meines Wissens ist bislang noch kein Versuch unternommen worden, das russische Material im Zusammenhang mit zeitgenössischen Debatten zur religiösen und säkularen Vernunft zu untersuchen. Dabei enthält das russische Modell, obschon es spezifisch ist für die russische Kultur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, Elemente, die sich als nützlich erweisen könnten für den Umgang mit zeitgenössischen nichtwestlichen Gesellschaften. Letztlich kann der vorliegende Antrag dazu beitragen, einige der gängigsten Annahmen über den Charakter von Modernität zu überdenken. Dies könnte konkrete Auswirkungen darauf haben, wie wir mit Problemen der Modernität in der Gegenwart umgehen. Meine Arbeit am IWM soll sich in drei miteinander verbundenen Schritten entwickeln: 1. Die ersten ungefähr acht Monate dienen der Untersuchung des russischen Materials: diverser Werke über und von Florensky sowie der grundlegenden Schriften der russischen Religionsphilosophie. 2. In den zweiten acht Monaten mache ich mich vertraut mit den wichtigsten Arbeiten der letzten Jahre zu den Themen Religion und Säkularismus. 3. Im Laufe der letzten acht Monate möchte ich die Forschung der vorangehenden Arbeitsschritte in einem Buch zusammenführen. Am Ende des Zeitraums sollte ich so weit sein, eine erste Fassung des Buchmanuskripts einzureichen.

Forschungsstätte(n)
  • Institut für die Wissenschaften vom Menschen - 100%

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