Synthesis and reactivity of new diplatinum (III) complexes
Synthesis and reactivity of new diplatinum (III) complexes
Wissenschaftsdisziplinen
Chemie (100%)
Keywords
-
Platinum complexes,
Guanine-specific metal binding,
Metal-Metal bonds,
Interligand interactions,
Model nucleobases
Die Forschung im Bereich der Bioanorganischen Chemie wurde erheblich durch den weltweiten klinischen Einsatz des tumorhemmenden Wirkstoffes Cisplatin stimuliert. Ein beachtlicher Fortschritt im Bereich der Platinchemie wurde mit der Synthese kinetisch inerter Platin(IV) Verbindungen erzielt. Schon sehr frühzeitig nach der Entdeckung der tumorhemmenden Aktivität von Cisplatin war bekannt, das die DNA ein kritisches Ziel für Platinverbindungen darstellt und dass die gebildeten Platin-DNA Addukte für den zytotoxischen Effekt verantwortlich zeichnen. Die genaue Kenntnis der Reaktionen zwischen Platinkomplexen und DNA- Modellnukleobasen ist von entscheidender Bedeutung zur Beurteilung der Wechselwirkungen dieser Verbindungen mit Nukleinsäuren. Im Hinblick auf Diplatin(III) Komplexe war die Entdeckung der sogenannten tumorhemmenden "platinum blues" sehr hilfreich und führte zur Entwicklung von Platin(III)-Verbindungen. Es hat sich herausgestellt, dass einige der Diplatin(III) Komplexe die Guanin Nukleobase selektiv am Stickstoff N(7) angreifen. Daher ist es von großer Bedeutung, die Reaktivität der Diplatin(III)-Verbindungen gegenüber den vier Nukleobasen zu untersuchen. Die Synthese und die Evaluierung der Reaktivität neuer Platin Komplexe mit ungewöhnlichen Oxidationszahlen ist daher das zentrale Anliegen des vorliegenden Antrages. Im Detail sollen besonders die folgenden Punkte im Einklang mit dem Projekt bearbeitet werden: 1) Synthese und Charakterisierung neuartiger Diplatin(III) Komplexe; 2) Untersuchung der Ligandenaustausch- und Redoxreaktionen der neuen Diplatin(III) Komplexe, die im Rahmen des Projektes hergestellt werden sollen. Insbesondere soll die Reaktion mit Guanin und dem Guanosinderivat 5`- dGMP untersucht werden; Die im Rahmen des Projektes erhaltenen Ergebnisse sollen erheblich zu einem besseren Verständnis des Wirkmechanismus metallhaltiger, tumorhemmender Wirkstoffe beitragen und so die Synthese neuer Verbindungen im Kampf gegen den Krebs ermöglichen.
- Universität Wien - 100%
- Bernhard Klaus Keppler, Universität Wien , assoziierte:r Forschungspartner:in