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Jüdisches Leben im ostgalizischen Dreieck, 1860-1939

Jewish Life in the Eastern Galician Triangle, 1860-1939

Svjatoslav Pacholkiv (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/J3838
  • Förderprogramm Erwin Schrödinger
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.04.2017
  • Projektende 30.06.2020
  • Bewilligungssumme 159.910 €

Wissenschaftsdisziplinen

Andere Geisteswissenschaften (10%); Geschichte, Archäologie (80%); Sprach- und Literaturwissenschaften (10%)

Keywords

    Jews, Eastern Galicia, Ukrainians, Mutual relations, Poles, Mutual perceptions

Abstract Endbericht

Als ostgalizisches Dreieck ging jene ethnisch wie religiös heterogene Bevölkerung in die Geschichte ein, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts 49 östliche Bezirke des habsburgischen Kronlandes Galizien bewohnte. Ihre Erforschung wirft daher Fragen auf, die auch für aktuelle Gesellschaften höchst relevant sind: Welche sozialen wie individuellen Voraussetzungen bedingten ein dauerhaftes friedliches Nebeneinander, wie entstanden und manifestierten sich interkulturelle Konflikte, insbesondere die unterschiedlichen Formen von Judenfeindlichkeit, und welche Lösungsstrategien wurden gefunden? Während der behandelten acht Jahrzehnte umfasste die Bevölkerung Galiziens drei bis fünfeinhalb Millionen Menschen, 60 bis 66% griechisch-katholische Ukrainer, 20 bis 30% römisch-katholische Polen und zehn bis 13% Juden. Hinzu kamen kleine deutsche und armenische Einsprengsel. Das Projekt untersucht das Leben ostgalizischer Juden mit ihren ukrainischen und polnischen Nachbarn in verschiedenen sozialen Räumen in den Dörfern, kleineren wie größeren Städten und im Industriegebiet Boryslaw. Dafür werden auf der einen Seite Bevölkerungs- und Wirtschaftsstatistiken, Verwaltungs-, Polizei- und Gerichtsakten herangezogen. Auf der anderen Seite sind es Ego-Dokumente (Briefe, Tagebücher, Erinnerungen) und zeitgenössische literarische Texte, die alle drei Volksgruppen, aber auch bestimmte Orte, gesellschaftliche Milieus, individuelle Frauen- und Männerperspektiven repräsentieren. Sichtweisen und Wahrnehmungen einzelner Menschen werden sowohl einander als auch bezifferbaren Parametern kritisch gegenübergestellt. Durch diese Bündelung des Subjektiven und Objektiven, des Individuellen und Kollektiven werden die Formen des Zusammenlebens in den jeweiligen sozialen Räumen und unter den jeweiligen politischen und staatsrechtlichen Rahmenbedingungen verdeutlicht. Bis 1918 gehörte Ostgalizien der als Vielvölkerstaat definierten österreichischen Hälfte der Habsburgermonarchie an. Zwischen 1918 und 1939 lebten die galizischen Juden mit ihren ukrainischen und polnischen Nachbarn im polnischen Nationalstaat, dessen Gesamtbevölkerung allerdings zu einem Drittel aus Minderheiten bestand. Die unterschiedlichen Lebenswelten werden mit dem übergeordneten Begriff Kultur erschlossen. Sie umfasst symbolische Ordnungen mit ihren Normen und Werten, Erfahrungen, Wahrnehmungs-, Denk- und Verarbeitungsweisen, die sich schließlich im Verhalten äußern. Kultur umfasst aber auch die unmittelbare Umwelt der Menschen, ihre wirtschaftliche und soziale Lage und ihre Lebensverhältnisse. Durch die Verbindung des lebensweltlichen Ansatzes und der sozialhistorischen Perspektive, durch die Überkreuzung unterschiedlicher Sicht- und Wahrnehmungsweisen werden Schieflagen und Blickverengungen vermieden. Wie auch in heutigen Gesellschaften lebten die Akteure des ostgalizischen Völkerdreiecks in ihren drei Parallelwelten. Interkulturelle Kommunikation kam nur an bestimmten sozialen Orten zustande. Deshalb haben wir hier meist mit drei voneinander isolierten historischen Narrativen zu tun. Das Projekt wirkt dieser Zerstückelung entgegen, indem es vor allem durch den gemeinsamen sozialhistorischen Kontext eine Annäherung an das Ganze ermöglicht. In diesem Kontext werden die drei ethnisch-kulturellen Gemeinschaften und ihre sozialen Schichten im Laufe der behandelten acht Jahrzehnte miteinander verglichen.

Das ostgalizische ukrainisch-polnisch-jüdische Dreieck formierte sich seit dem 13. Jahrhundert, geprägt durch die feudale Gesellschaft. Ethnisch-religiöse Zuordnungen entsprachen den sozialen: der vorwiegend polnische römisch-katholische Adel, die zumeist ukrainischen Bauern ostchristlichen Ritus, jüdische Vermittler zwischen der Grundherren- und der Bauernschicht sowie zwischen Stadt und Land. Auf der individuellen Ebene wurden diese kulturellen und sozialen Muster von Generation zu Generation weitervererbt und wieder gelebt. Das Projekt befasst sich mit der Periode der intensivsten Veränderungen dieses Dreiecks zwischen 1860 und 1939. Individuell deutete sich für Männer wie für Frauen der Übergang von zyklisch wiederholbaren zu offenen Lebensläufen an. Strukturell geriet die traditionelle an Grundbesitz gebundene soziale Hierarchie unter den Druck des Beweglichen - des Kapitals und des Wissens. Gesellschaftlich gewannen Vorstellungen von moderner Nation oder Klassengesellschaft gegenüber den alten Zuordnungen zunehmend an Bedeutung. Parallel zu und aus den traditionellen gesellschaftlichen Strukturen bildeten sich neuartige Gefüge heraus. Politisch-rechtlich waren die bürgerliche Gleichberechtigung in den 1860er und der Übergang vom Vielvölkerstaat der Habsburger zum polnischen Nationalstaat nach 1918 bestimmend. Der Einfluss dieser Transformationen auf interkulturelle Koexistenz wurde hinsichtlich ihrer individuellen, strukturellen und politisch-rechtlichen Ebenen untersucht. Zur Auswertung kamen Selbstzeugnisse und Biographien; Polizei- und Gerichtsbestände, Akten der politischen Verwaltung; Dokumente diverser Wirtschaftsgesellschaften und zahlreicher zivilgesellschaftlicher Vereine. Zeitgenössische Belletristik trug zum Verständnis geistiger Strömungen wie der emotionalen und psychologischen Sphäre der untersuchten Epoche bei. Bei der Quellenauswahl wurden außer ethnisch-religiösen auch lokal-, sozial-, berufs- und geschlechterspezifische Perspektiven berücksichtigt. Zivilrechtliche Konfliktfälle, Kriminaldelikte und politische Tendenzen wurden am Beispiel des Kreisgerichts Stanislau wie einiger Bezirksgerichte vor und nach 1918 untersucht. Einerseits macht sich der Anstieg des gesellschaftlichen Konfliktpotentials zwischen beiden Weltkriegen bemerkbar. Bestimmend zeigt sich dabei die präventiv-repressive Haltung des jungen Nationalstaates gegenüber der mehrheitlich nichtpolnischen Bevölkerung Ostgaliziens, was wiederum radikale Stimmungen in dieser Bevölkerung begünstigte. Nicht zufällig hatten etwa lokale Zellen der Kommunistischen Partei vor allem ukrainische und jüdische Mitgliedschaft. Andererseits gibt es zahlreiche Fallbeispiele kulturübergreifender Kooperationen im alltäglichen Überlebenskampf der Dorf- und Kleinstadtbewohner. Um das allen drei Teilgesellschaften gemeinsame Thema der Arbeitsmigration entwickelte sich 1928-1939 eine erfolgreiche institutionalisierte Kooperation. Durch Veränderungen in der Berufs- und Sozialstruktur entstanden neue Felder interkultureller Kontakte, im Projekt anhand der künstlerischen und medizinischen Milieus dargestellt. Solange die dafür notwendigen politisch-rechtlichen Rahmenbedingungen bestanden, besaßen besagte drei Teilgesellschaften, bei allen Spannungen und Konflikten, bis 1939 ein Potential zur Fortsetzung des friedlichen Zusammenlebens.

Forschungsstätte(n)
  • University of Rzeszow - 100%
Internationale Projektbeteiligte
  • Semion Goldin, The Hebrew University of Jerusalem - Israel
  • Yaroslav Hrytsak, Ukrainian Catholic University - Ukraine

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