Die Allotransplantation von unterschiedlichen Gewebekomponenten in einem Transplantat (composite tissue
allotransplantation, CTA) stellt eine sich neu entwickelnde Behandlungsmöglichkeit für komplexe Gewebedefekte
dar. Jedoch liegt die Hauptproblematik dieses Transplantationsverfahrens unverändert in der Notwendigkeit einer
lebenslangen Immunosuppression - und der damit assoziierten Nebenwirkungen, wie Malignome, opportunistische
Infektionen und Organtoxizität.
Ein Ziel der CTA-Forschung liegt in der Reduktion und Optimierung der immunosuppressiven Therapie, wobei
langfristig gesehen, die Allotransplantation ohne Immunosuppression angestrebt werden sollte.
Im Rahmen dieses Forschungsprojektes sollen die molekularen Mechanismen, die für die starke Immunantwort
gegen Bestandteile der Haut verantwortlich sind, mittels Genexpressionsanalysen untersucht werden. Durch die
Microarray-Technologie können Gene, die die unterschiedlichen Stadien der Transplantatabstossung beeinflussen
und regulieren, identifiziert werden. Der Nachweis unterschiedlicher Genexpressionsmuster könnte eine frühe
Diagnose der Abstossung ermöglichen und vor allem dabei helfen, neue immunosuppressive Protokolle zu
entwickeln oder zu optimieren.