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Regulatorische T Zellen bei chronischen Infektionen

Regulatory T cells in chronic viral infections

Christoph Ammann (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/J2503
  • Förderprogramm Erwin Schrödinger
  • Status beendet
  • Projektbeginn 19.09.2005
  • Projektende 19.09.2007
  • Bewilligungssumme 58.900 €

Wissenschaftsdisziplinen

Gesundheitswissenschaften (40%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (60%)

Keywords

    Regulatory T Cells, Chronic Viral Infection, Cytotoxic T Lymphocytes, Memory T Cells, Antigen Specificity Of Regulatory Tcells

Abstract

Regulatorische T Zellen (Treg) sind Zellen des Immunsystems, deren Aufgabe das Verhindern von ungewollten oder übertriebenen Immunantworten ist. Dies wird unter anderem dadurch erreicht, dass zytotoxische T Zellen (CTL, engl. Cytotoxic T Lymphocytes) in ihrer Funktion unterdrückt werden, wodurch infizierte Zellen nicht zerstört werden. Heute sind mehrere Arten von Treg Zellen bekannt, die sich in ihrem Aufgabengebiet unterscheiden. So sind "klassische" Treg Zellen z.B. für die Prävention von Autoimmunerkrankungen verantwortlich, eine zweite Gruppe unterdrückt die Immunantwort gegen nützliche Keime des Verdauungssystems. Verschiedene Viren machen sich die Fähigkeiten von Treg Zellen zu Nutze und ermöglichen somit das langzeitige Überleben im Körper (chronische Infektion). Solch ein Mechanismus ist unter anderem für das humane Retrovirus HIV bekannt. Um die Interaktionen von Treg Zellen mit CTL genau zu charakterisieren, ist ein Mausmodell entwickelt worden. Das entsprechende Virus heißt Friend Virus (FV), eine Infektion führt in der permissiven Maus zu Leukämie, in anderen Mausstämmen kommt es zu einer chronischen Infektion ohne Ausbruch einer Krankheit. Dies wird, zumindest teilweise, durch das induzieren von Treg Zellen erreicht. In einem ersten Schritt wird im Laufe der Studie die Frage geklärt, ob die entstandenen Treg Zellen ihre Wirkung spezifisch auf FV erkennende CTL ausüben. Die unterdrückende Wirkung von Treg Zellen wird durch Zellkontakt ausgeübt, die beteiligten Moleküle sind für die Interaktion mit CTL derzeit nicht bekannt. In einem zweiten Schritt werden diese charakterisiert. Drittens wird der Frage nachgegangen, ob neben naiven T Zellen auch sog. memory T Zellen, welche nach dem Verschwinden eines Fremdkörpers aus dem Blut noch für Jahre weiter präsent sind der Regulation durch Treg Zellen unterliegen. Die gewonnenen Erkenntnisse tragen zum Verständnis der Vorgänge bei chronischen Erkrankungen bei, eine Unterbindung dieser könnte ein wichtiger Therapieansatz zum Beispiel bei HIV und Hepatitis C sein. Weltweit sind über 250 Millionen Menschen von einer chronischen Infektion mit HIV oder dem Hepatitis C Virus betroffen, beide Erkrankungen gelten zur Zeit als unheilbar.

Forschungsstätte(n)
  • Medizinische Universität Innsbruck - 10%
  • National Institutes of Health - 100%

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