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Diskurse des Sozialen Wandels in internationalen Grrrls Zines

Discourses of social change in international grrrls zines

Elke Zobl (ORCID: 0009-0003-5153-0212)
  • Grant-DOI 10.55776/J2377
  • Förderprogramm Erwin Schrödinger
  • Status beendet
  • Projektbeginn 09.03.2004
  • Projektende 09.03.2006
  • Bewilligungssumme 60.800 €

Wissenschaftsdisziplinen

Andere Geisteswissenschaften (20%); Medien- und Kommunikationswissenschaften (40%); Rechtswissenschaften (40%)

Keywords

    Feminist media studies, Cultural studies, Social change, Cultural resistance, Alternative media, Youth research

Abstract

Seit dem 18. Jahrhundert haben Frauen ihre eigenen Medien geschaffen, um Widerstand gegen ein limitierendes Bild der Frau zu leisten und um, unter anderem, das Recht zu waehlen und zu studieren einzufordern. Diese selbst- produzierten Medien haben deshalb eine entscheidende Rolle in der Frauenbewegung gespielt. Gegenwaertige Grrrl Zines - unabhaengige Magazine von und fuer Maedchen und Frauen - setzen diese Tradition des Widerstands gegen die Diskrimierung der Frauen und das patriarchale Machtgefuege fort. Sie bieten eine Plattform fuer Frauen, um Gedanken, Kritik, Wut, und Spass frei auszudruecken, Stimmen, die oft im gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurs unbeachtet bleiben. Zines bieten ein reiches Archiv fuer soziale, kulturelle und politische Analysen, aber sind bisher kaum in Bibliotheken gesammelt oder wissenschaftlich behandelt worden. Daher zielt diese qualitative Medienanalyse auf eine Dokumentation und Untersuchung dieser Primaerdokumente ab. Eine ethnographisch inhaltliche Analyse dreier interkultureller Fallstudien ueber Themen, die vermehrt in internationalen Grrrl Zines diskutiert werden - alternative Sichtweisen von Mutter- und Elternschaft, Gewalt gegen Frauen und Queer und Transgender Themen - und Interviews mit deren Herausgeberinnen werden beispielhaft Diskurse des sozialen Wandels offenlegen. Meine Hypothese ist, dass als Teil der globalen Frauenbewegung die Herausgeberinnen von Zines eine aktive, widerstaendige Gemeinschaft bilden und neue Ideen zur Gesellschaftsveraenderung verfolgen und ausdruecken. Als Mitglieder dieser Gesellschaft und als WissenschaftlerInnen interessiert an sozialem Wandel, muessen wir auf diese komplexen und diversen Stimmen, die die Themen von Morgen und ein Modell fuer aktive kulturelle Produktion praesentieren, hoeren. Denn nur wenn wir die Gedanken und Erfahrungen der jungen Frauen von heute kennen, koennen wir deren kulturelle und soziale Einschraenkungen aendern und neue, frauenfoerdernde Gesetze entwickeln.

Forschungsstätte(n)
  • University of California San Diego - 100%
  • Akademie der bildenden Künste Wien - 10%

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