Reorganisation der Motorfunktion nach subkortikaler Ischämie
Motor recovery from subcortial ischemic disease and its facilitation studied by functional MRI (fMRI)
Wissenschaftsdisziplinen
Gesundheitswissenschaften (40%); Klinische Medizin (20%); Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (40%)
Keywords
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Functional Magnetic Resonance Imaging,
Ischaemic White Matter Disease,
Rehabilitation,
Gait Disturbance,
Functional Brain Reorganization,
Motor Function
Zusammenfassung: Unter Einsatz funktioneller Magnetresonanztomographie des Gehirns (fMRT) sollen in einer Verlaufsstudie Einblicke in neurophysiologische Grundlagen erfolgreicher Rehabilitation nach Störungen der Gangfunktion durch subkortikale ischämische Schlaganfälle gewonnen werden. Hintergrund: Die Kleingefäßerkrankung des Gehirns manifestiert sich in lakunären Schlag-anfällen und Marklagerveränderungen und stellt eine häufige Ursache für körperliche Behinderung in höherem Alter dar. Derartige Gewebsveränderungen sind insbesondere auch mit Gangstörungen vergesellschaftet. Obwohl der Aufrechterhaltung von Mobilität eine zentrale Bedeutung in der Wahrung von Unabhängigkeit im Alterungsprozess zukommt, sind die zugrundeliegenden zentralen Mechanismen der Gangkontrolle weitgehend ungeklärt. Andererseits ist die klinische Beurteilung der Effektivität rehabilitativer Maßnahmen nach Schlaganfällen wenig objektiv und erlaubt zudem keine exakten Rückschlüsse auf Ursachen motorischer Funktionsverbesserung. Bisherige Studien legen jedoch nahe, daß Vorgänge kortikaler Reorganisation die funktionellen Auswirkungen von Schädigungen des Gehirns zu limitieren vermögen ("neuronale Plastizität"). Die Methode der fMRT erlaubt nun, jene Gehirnareale darzustellen, die während der Ausübung motorischer Aufgaben aktiviert werden. Methoden: Dies soll genutzt werden, um anhand eines speziellen fMRT-Paradigmas (a) Unterschiede in Mechanismen neuronaler Kontrolle von Motorfunktionen zwischen jungen und älteren Individuen und (b) deren Veränderungen im Rahmen erfolgreicher Rehabilitation bei Personen mit Gangstörungen nach subkortikalem Schlaganfall zu untersuchen. Ausblick: Die geplanten Studien versprechen einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung neurobiologischer und neurophysiologischer Konzepte erfolgreicher Rehabilitation bei Gangstörungen zu leisten, wobei auch die praktische Einsetzbarkeit der fMRT als objektive Methode zur Beurteilung der Effektivität derartiger Maßnahmen demonstriert werden soll.
- Oxford Centre for Functional Magnetic Resonance Imaging of the Brain - 100%
- Medizinische Universität Graz - 10%