Wissenschaftsdisziplinen
Andere Geisteswissenschaften (30%); Soziologie (20%); Sprach- und Literaturwissenschaften (50%)
Keywords
American Literature,
History of the Body,
Feminist Theory,
Cultural Studies
Abstract
Dieses Projekt setzt sich mit der Rolle und Bedeutung des weiblichen Körpers in der amerikanischen Literatur und
Kultur des späten 18. Jh. auseinander und analysiert die Zusammenhänge von Empfindsamkeit, Körperlichkeit,
politischer Repräsentation und geschlechtsspezifischer Identität. Meine Untersuchung der Kehrseite einer
aufgeklärten, rationalen Öffentlichkeit soll zeigen, dass gerade die Betonung der Geschlechtslosigkeit des Geistes
die Konstitution von sexueller Differenz ausmacht. Auf der Grundlage der Methoden der American, Cultural and
Gender Studies ist es das Ziel des Projekts, zu zeigen, wie die Kategorie "Frau" eingesetzt wurde, um den legalen
und politischen Status des weiblichen Subjekts in der neuen Republik zu rechtfertigen. Durch eine Analyse der
epistemologischen Komplexitäten, die den Texten des 18. Jh zugrunde liegen, wird argumentiert, dass das
körperlich verankerte biologische Geschlecht als Ort der Einschreibung des sozialen Geschlechts diente.
Zusätzlich zu einer Analyse früher sentimentaler Romane, wie William H. Brown`s The Power of Sympathy
(1789), Hannah Webster Foster`s The Coquette (1797), Susanna Rowson`s Charlotte Temple (1794) und Charles
Brockden Brown`s Clara Howard (1801) wird meine Studie über sexuelle Differenz Theaterstücke von Royall
Tyler, Mercy Otis Warren und Judith Sargent Murray, unveröffentlichte Manuskripte, Tagebücher, sogenannte
"broadsides", Briefe und Zeitungsartikel heranziehen. Meine Untersuchung der verschiedenen Zusammenhänge der
politischen und sozialen Transformationen im ausgehenden 18. Jh. und der Konstitution eines weiblichen Körpers
und weiblicher körperlicher Empfindungen wird neue Erkenntnisse über die frühere amerikanische Kultur bieten.