Subzelluläre Lokalisierung von SK Kanälen im ZNS
Subcellular localization of SK channels in rodent brain
Wissenschaftsdisziplinen
Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (100%)
Keywords
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Calcium-Activated Potassium Channels,
Sequence-Directed Antisera,
Immunohistochemistry,
Confocal Immunofluorescence,
Ultrastructural Analysis,
Electron Microscopy
SK-Kanäle (SK1, SK2 und SK3) sind eine Gruppe Kalzium-aktivierter Kaliumkanäle. Elektrophysiologische Studien zeigten eine Beteiligung von SK-Kanälen an der Kontrolle der elektrischen Erregbarkeit von Nerven- und Muskelzellen. Hinsichtlich ihrer pharmakologischen Bedeutung und ihrer ultra-strukturellen Lokalisierung im zentralen Nervensystem sind sie jedoch weitgehend unerforscht. Am Institut für Biochemische Pharmakologie der Universität Innsbruck wurden Antiseren gegen alle Kanal- Isoformen generiert und charakterisiert. Erst kürzlich etablierten wir das generelle Verteilungsmuster für alle SK- Kanal Isoformen. Funktionelle Studien - unter Kontrolle der Genexpression - konnten bisher nur für den SK3 Kanal durchgeführt werden (Science 289:1942-1946, 2000). Dabei zeigte sich ein Zusammenhang zwischen der SK3 Expression und der Wehentätigkeit sowie der Atmungsregulation. SK-Kanäle könnten deshalb therapeutische Angriffspunkte zur Behandlung von Atmungsstörungen (wie etwa dem Aussetzen der Atemtätigkeit beim plötzlichen Kindstot) darstellen. Ziel des vorliegenden Projektes ist die elektronenmikroskopische Lokalisierung von SK-Kanälen. Damit soll eine neuroanatomische Grundlage zum Verständnis der Kanalfunktion geschaffen werden. Entsprechende Detektionsmethoden sind am Institut für Anatomie an der Universität Oslo etabliert. An dieser Forschungsabteilung soll die Zelltyp-spezifische Expression von SK-Kanälen, deren subzelluläre Lokalisierung und deren Kopplung mit anderen Ionenkanälen (wie beispielsweise den spannungsaktivierten Kalziumkanälen) untersucht werden.
- University of Oslo - 100%
- Medizinische Universität Innsbruck - 10%