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Non-Dualismus und die Folgen für die Kognitionswissenschaft

Non-Dualism and its Implications for Cognitive Science

Andrea Christoph-Gaugusch (ORCID: )
  • Grant-DOI 10.55776/J2298
  • Förderprogramm Erwin Schrödinger
  • Status beendet
  • Projektbeginn 01.02.2004
  • Projektende 31.07.2004
  • Bewilligungssumme 34.300 €

Wissenschaftsdisziplinen

Kunstwissenschaften (15%); Philosophie, Ethik, Religion (50%); Psychologie (35%)

Keywords

    Non-Dualism, Percepts And Concepts, Orality Versus Literacy, Embedded Cognition, Realism Of Names, Virtual Reality

Abstract

Das Projekt gliedert sich in drei Teile, einen philosophisch-analytischen, einen empirisch-experimentellen sowie einen virtuell-künstlerischen. Zunächst geht es, im Sinne der Advaita-Vedanta-Tradition darum, einen Mittelweg zwischen den extremen erkenntnistheoretischen Positionen des "Realismus" sowie des "Idealismus/Konstruktivismus" zu finden, mit dem Ziel, die diesen Ansätzen inhärente Trennung zwischen "Subjekt" und "Objekt" zu überwinden. Der dualistische Denkansatz (im Sinne der a-priori-Trennung zwischen Subjekt und Objekt, Erkennender und Erkanntes etc.) wird rekonstruiert, wobei Ludwig Wittgensteins Spätphilosophie herangezogen wird, um den Dualismus "Sprache" versus "Welt" zu hinterfragen. Hierbei wird sich zeigen, dass die, auf den ersten Blick absurde Ansicht, dass Sprache nicht nur zum Bezeichnen von "Welt" dient, sondern vielmehr "Sprache" und "Welt" eine untrennbare Einheit bilden, logisch untermauert werden kann. Der fundamentale Unterschied zwischen gesprochener Sprache ("Sprachspielen") und geschriebener Sprache steht im Fokus der Aufmerksamkeit. Des weiteren werden Jean Piagets Untersuchungen zum "Realismus der Namen" herangezogen, um zu zeigen, dass Kinder von einen "a-dualen" Zustand Schritt für Schritt in eine duale Weltsicht übergleiten, wobei dieser Vorgang mit dem Übergang von der "gesprochenen" zur "geschriebenen" Sprache korrelieren könnte. Diese Theorie wird schliesslich experimentell zu testen sein. Aus non-dualistischer Ansicht ist anzunehmen, dass ein Objekt zunächst im Zuge eines intersubjektiven Sprachspiels als "X" konstruiert wird und erst in einem zweiten Schritt als dieses "X" wahrgenommen wird. Auch dies lässt sich experimentell belegen, indem der Übergang vom kindlichen Begreifen eines Objekts hin zum Dualismus (Innen versus Aussen) nachgezeichnet wird. Schliesslich wird die Reflexion über das Konstruieren "virtueller Welten" sowie über virtuell erzeugte Kunst einen weiteren Zugang zu einem nicht-dualistischen Weltbild eröffnen, in welchem Subjekt und Objekt als untrennbare Einheit erscheinen.

Forschungsstätte(n)
  • Indiana University Bloomington - 100%
  • Universität Wien - 10%

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