Glyzin-Transporter assozierte Proteine
Identification of Accessory Proteins Interact with Glycine Transporters
Wissenschaftsdisziplinen
Medizinisch-theoretische Wissenschaften, Pharmazie (100%)
Keywords
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Glycine,
Transporter,
Protein-Protein Interaction,
Neurotransmission
Das eingereichte Projekt zielt darauf aus, Proteine zu identifizieren, die mit den verschiedenen Isoformen des Glyzin-Transporters assoziert sind. Glyzin ist einerseits einer der wichtigsten inhibitorischen Neurotransmitter in Hirnstamm und Rückenmark, andererseits wirkt es auch als Koagonist am NMDA (N-methyl-D-Aspartat)- Rezeptor im gesamten zentralen Nervensystem. Eine Reihe von Erkankungen, wie zum Beispiel ischämische Zustände, Schlaganfall aber auch Schizophrenie sind mit NMDA-Rezeptoren, und damit auch mit Glyzin, in Zusammenhang gebracht worden. Die extrazelluläre Konzentration von Glyzin wird vor allem durch Glyzin- Transporter kontrolliert, die überschüssiges Glyzin in umliegende Zellen aufnehmen. Neueste Daten weisen darauf hin, dass die Funktion von NMDA-Rezeptoren tatsächlich durch Glyzin-Transporter moduliert werden kann. Zusätzlich zu ihrer Aufgabe, Glyzin aus dem extrazellulären Raum zu entfernen, können Glyzin-Transporter auch eine Kalzium-unabhängige Freisetzung des Neurotransmitters durch Umkehr des Transporters vermitteln. In letzter Zeit gibt es immer mehr Hinweise, dass Neurotransmitter-Rezeptoren, aber auch Transporter, nicht als isolierte Makromoleküle in der Membran von Nervenzellen existieren. Vielmehr weiss man mittlerweise, dass NMDA, aber auch AMPA (alpha-amino-3-hydroxy-5-methyl-isoxazol Propionsäure)-Rezeptoren mit ihrem Carboxy-Terminus mit regulatorischen, aber auch verankernden Proteinen assoziiert sind. Ziel dieser Studie ist es, Proteinen zu identifizieren, die mit den verschiedenen Isoformen des Glyzin-Transporter assoziiert sind. Aufgrund der Topologie des Transporters werden intrazelluläre Bereiche ausgewählt, die zum Beispiel in einer Yeast-Two- Hybrid-Suche eingesetzt werden können. Wenn geeignete Kandidaten-Proteine gefunden wurden, soll ihre Funktion, aber auch ihre Lokalisation in der Nervenzelle näher untersucht werden.
- Medizinische Universität Wien - 10%
- Max-Planck-Gesellschaft - 100%