Langzeitveränderungen in der Geochemie von Seen
14500 yr History of Changes in Sediment Geochemistry - The Impact of Climate and Human Activities on Trace Elements and SR Isotopes in Lake Sediments
Wissenschaftsdisziplinen
Andere Naturwissenschaften (25%); Biologie (25%); Geowissenschaften (50%)
Keywords
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GEOCHEMIE,
VERWITTERUNG,
KLIMAÄNDERUNG,
PALÄOÖKOLOGIE,
SEESEDIMENTE,
HOLZÄN & POSTGLAZIAL
Erwin-Schrödinger-Stipendium J 1963Langzeitveränderungen in der Geochemie von SeenKarin Anne KOINIG09.10.2000 Langzeitänderung in der Geochemie sollen in zwei Seesedimentkernen untersucht werden, um den Einfluß von Klimaänderungen und menschlichen Aktivitäten auf Seen zu rekonstruieren. Ein 14500 Jahre alter Kern aus ein dem Flachlandsee und ein 8800 Jahre alter Kern aus einem alpinen See werden untersucht. Natürliche Veränderungen in der Sedimentgeochemie werden anthropogenen Änderungen gegenübergestellt. In den Schichten, die Alter als 6500 Jahre sind, werden ausschliesslich natürliche Veränderungen beobachtet. Stelle Klimagradienten (v.a. im Post Glacial und im Übergang von Jüngerer Dryas zu Holozän) haben einen starken Einfluß auf die Geochemie und die Verwitterung. Zusätzlich bewirkt die allmähliche Entwicklung einer geschlossenen Vegetationsdecke und die damit verbunden Bodenstabilisierung einen Rückgang der Erosion. Anthropogene Einflüsse auf die Geochemie setzten mit der ersten Rohdung und dem Beginn des Ackerbaus in den Einzugsgebieten ein. Aus den Pollenprofilen ist ersichtlich, dass dies im Flachlandsee bereits vor 6300 Jahren der Fall war und vor 4500 Jahren im alpinen See. Als Folge ist ein Wiederanstieg der Erosion zu erwarten und die damit verbundenen Änderungen in der Sedimentgeochemie. Zusätzlich sollen mit 86Sr / 87Sr Verhältnisse in Sedimentschichten, in der die Geochmie eine Veränderung im Staubeintrag oder in der Verwitterung aufzeigt, untersucht werden. Abweichungen im Sr Isotopen-Verhältnis werden einen Hinweise auf Veränderungen 1) im Ausmass von physikalischer zu chemischer Verwitterung geben oder 2) in der Quelle und Größenordnung des Staubeintrages liefern.
- Universität Innsbruck - 10%
- Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg - 45%
- University of Bern - 45%